Wiktor Iossifowitsch Gordijuk

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RusslandRussland Wiktor Gordijuk Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 11. April 1970
Geburtsort Odinzowo, Russische SFSR
Größe 178 cm
Gewicht 81 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Linker Flügel
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1990, 7. Runde, 142. Position
Buffalo Sabres
Spielerkarriere
1986–1992 Krylja Sowetow Moskau
1992–1995 Rochester Americans
1995–1996 Los Angeles Ice Dogs
Utah Grizzlies
1996–2001 Düsseldorfer EG
2001–2003 Krylja Sowetow Moskau
2003–2004 HK Spartak Moskau
2004–2005 HK MWD Twer
2005–2006 Krylja Sowetow Moskau
2006–2007 Chimik Woskressensk
2007–2008 HK Lada Togliatti
2008–2009 Chimik Woskressensk
2009 SKA Sankt Petersburg

Wiktor Iossifowitsch Gordijuk (russisch Виктор Иосифович Гордиюк; * 11. April 1970 in Odinzowo, Russische SFSR) ist ein ehemaliger russischer Eishockeyspieler.

Karriere[Bearbeiten]

1986 begann Gordijuk seine Karriere in der damaligen Sowjetunion bei Krylja Sowetow Moskau, wo er zusammen mit Sergei Nemtschinow und Juri Chmyljow in einer Reihe spielte. In den folgenden fünf Spieljahren etablierte er sich innerhalb der Mannschaft und steigerte seine Punkteausbeute kontinuierlich von 4 auf 23 Scorerpunkte. Gordijuk wurde beim NHL Entry Draft 1990 in der siebten Runde an 142. Stelle durch die Buffalo Sabres ausgewählt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion konnten alle russischen Spieler ins westliche Ausland wechseln und Gordijuk ging nach Nordamerika zu seinem Draftfranchise.

In Nordamerika[Bearbeiten]

Während der Saison 1992/93 gab er sein Debüt für die Sabres in der National Hockey League, wurde aber meist bei deren Farmteam in der American Hockey League, den Rochester Americans, eingesetzt. Die Spielzeit 1993/94 verbrachte er ohne ein einziges NHL-Spiel bei den Americans in der AHL. In der folgenden Spielzeit kam er auf zehn Einsätze in der NHL und spielte sonst weiter in der AHL. In der Saison 1995/96 ging Gordijuk in der International Hockey League für zwei verschiedene Teams aufs Eis: Er begann die Saison bei den Los Angeles Ice Dogs, wechselte aber kurz vor Ende der regulären Saison zu den Utah Grizzlies. Mit diesen Drang er bis in das Playoff-Finale vor und gewann mit den Grizzlies den Turner Cup.

Bei der Düsseldorfer EG[Bearbeiten]

Nach diesem Erfolg kehrte er nach Europa zurück und wurde von amtierenden deutschen Meister, der Düsseldorfer EG aus der Deutschen Eishockey Liga, verpflichtet. Mit der DEG verpasste Gordijuk in der Saison 1996/97 die Playoffs, ehe in der ersten Runde der Playdowns der Klassenerhalt gesichert wurde. In der folgenden Spielzeit erreichte das Team die Playoffs, schied aber in der ersten Runde gegen die Adler Mannheim mit 0:3 aus. Im Sommer 1998 zog sich die DEG aus finanziellen Gründen in die zweite Spielklasse, die damalige Bundesliga, zurück. Gordijuk blieb zusammen mit Leo Stefan bei der DEG, während ein Großteil der bisherigen Akteure den Verein verließen.

In den folgenden zwei Jahren in der zweiten Spielklasse konnte Gordijuk seine Leistungen stark verbessern und erzielte insgesamt 189 Scorerpunkte in 149 Zweitliga-Partien. 2000 schaffte die DEG mit dem Meistertitel der 2. Bundesliga den Wiederaufstieg in die DEL. Gordijuk blieb für eine weitere Saison bei der DEG und nahm am DEL All-Star Game 2000 teil.

Zurück in Russland[Bearbeiten]

Im Sommer 2001 kehrte er nach Russland zurück und spielte zunächst für Salawat Julajew Ufa in der Superliga, ehe er nach 18 Spielen zu seinem Heimatverein Krylja Sowetow Moskau zurückkehrte. Für die Soviet Wings spielte er bis kurz vor Ende der Hauptrunde 2002/03, ehe er vom HK Dynamo Moskau verpflichtet wurde.

Die Saison 2003/04 verbrachte er beim HK Spartak Moskau in der zweiten Spielklasse, der Wysschaja Liga und erzielte 43 Scorerpunkte in 67 Saisonspielen. Danach wechselte er innerhalb der zweiten Liga zum HK MWD Twer, mit dem er 2005 die Meisterschaft der Spielklasse gewann. Der HK MWD stieg damit in die Superliga auf, doch Gordijuk erhielt keinen neuen Vertrag und kehrte erneut zu seinem Heimatverein zurück. Dieser war in der Zwischenzeit ebenfalls in die Wysschaja Liga abgestiegen.

Ein Jahr später verließ er Krylja Sowetow und wechselte in einen anderen Moskauer Vorort − zu Chimik Woskressensk. Dort überzeugte er mit 60 Scorerpunkten in 54 Saisonspielen, so dass er für die Saison 2007/08 einen Vertrag beim HK Lada Togliatti aus der Superliga erhielt. Nach neun Spielen wurde sein Vertrag jedoch aufgelöst und Gordijuk kehrte zu Chimik zurück. Mit Chimik gewann er am Saisonende den Meistertitel der Wysschaja Liga. Daraufhin wurde Chimik im Sommer 2008 in die neu gegründete Kontinentale Hockey-Liga aufgenommen. Gordijuk absolvierte 39 KHL-Partien für Chimik, ehe er kurz vor Ende der Hauptrunde 2008/09 innerhalb der KHL zum SKA Sankt Petersburg wechselte. Für den SKA ging er in 13 Saison- und 3 Playoff-Spielen aufs Eis, ehe er seine Spielerkarriere beendete.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Hauptrunde Playoffs/-downs
Saison Team Liga GP G A Pts PIM GP G A Pts PIM
1986–87 Krylja Sowetow Moskau Wysschaja Liga 2 0 0 0 0
1987–88 Krylja Sowetow Moskau Wysschaja Liga 26 2 2 4 6
1988–89 Krylja Sowetow Moskau Wysschaja Liga 41 5 1 6 10
1989–90 Krylja Sowetow Moskau Wysschaja Liga 48 11 4 15 24
1990–91 Krylja Sowetow Moskau Wysschaja Liga 46 12 10 22 22
1991–92 Krylja Sowetow Moskau Wysschaja Liga 42 16 7 23 24
1992–93 Rochester Americans AHL 35 11 14 25 8 17 9 9 18 4
1992–93 Buffalo Sabres NHL 16 3 6 9 0
1993–94 Rochester Americans AHL 74 28 39 67 26 4 3 0 3 2
1994–95 Buffalo Sabres NHL 10 0 2 2 0
1994–95 Rochester Americans AHL 63 31 30 61 36 3 0 2 2 0
1995–96 Los Angeles Ice Dogs IHL 68 17 44 61 53
1995–96 Utah Grizzlies IHL 13 4 4 8 6 22 4 6 10 14
1996–97 Düsseldorfer EG DEL 47 20 16 36 26 4PD 0 2 2 2
1997–98 Düsseldorfer EG DEL 49 14 17 31 22 3 0 0 0 2
1998–99 Düsseldorfer EG 2. Bundesliga 65 36 59 95 46 7 0 7 7 0
1999–00 Düsseldorfer EG 2. Bundesliga 61 26 41 67 99 16 7 13 20 14
2000–01 Düsseldorfer EG DEL 60 17 13 30 32
2001–02 Salawat Julajew Ufa Superliga 18 1 5 6 8
2001–02 Krylja Sowetow Moskau Superliga 29 8 9 17 45 3 0 1 1 2
2002–03 Krylja Sowetow Moskau Superliga 29 4 4 8 22
2002–03 HK Dynamo Moskau Superliga 9 0 2 2 2
2003–04 HK Spartak Moskau Wysschaja Liga 54 17 19 36 24 13 1 6 7 0
2004–05 HK MWD Twer Wysschaja Liga 51 13 22 35 32 13 3 7 10 6
2005–06 Krylja Sowetow Moskau Wysschaja Liga 38 10 19 29 16 17 5 5 10 40
2006–07 Chimik Woskressensk Wysschaja Liga 44 16 26 42 56 14 6 12 18 18
2007–08 HK Lada Togliatti Superliga 9 1 3 4 4
2007–08 Chimik Woskressensk Wysschaja Liga 35 10 23 33 28 14 2 4 6 10
2008–09 Chimik Woskressensk KHL 38 9 11 20 30
2008–09 SKA Sankt Petersburg KHL 13 3 1 4 24 3 0 1 1 4
Wysschaja Liga gesamt 437 112 133 245 242 71 17 34 51 74
Superliga gesamt 94 14 23 37 81 3 0 1 1 2
KHL gesamt 51 12 12 24 54 3 0 1 1 4
IHL gesamt 81 21 48 69 59 22 4 6 10 14
AHL gesamt 172 70 83 153 70 24 12 11 22 6
NHL gesamt 26 3 8 11 0
2. Bundesliga gesamt 126 52 110 162 145 23 7 20 27 14
DEL gesamt 156 51 46 97 80 11 0 2 2 4

International[Bearbeiten]

Vertrat die UdSSR bei:

Jahr Team Veranstaltung GP G A Pts PIM
1987 UdSSR U18-EM 7 8 3 11 0
1988 UdSSR U18-EM 6 2 1 3 4
1989 UdSSR U20-WM 7 3 4 7 0
1990 UdSSR U20-WM 7 3 6 9 2
1991 UdSSR Canada Cup 5 0 2 2 0
Junioren gesamt 27 16 14 30 6
Herren gesamt 5 0 2 2 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation); PDPlay-downs

Weblinks[Bearbeiten]