Wildschönau
| Wildschönau | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Tirol | |
| Politischer Bezirk: | Kufstein | |
| Kfz-Kennzeichen: | KU | |
| Hauptort: | Oberau | |
| Fläche: | 97,41 km² | |
| Koordinaten: | 47° 27′ N, 12° 3′ O47.4512.05936Koordinaten: 47° 27′ 0″ N, 12° 3′ 0″ O | |
| Höhe: | 936 m ü. A. | |
| Einwohner: | 4.146 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 43 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 6311, 6313, 6314 | |
| Vorwahl: | 05339 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 05 30 | |
| NUTS-Region | AT335 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchen, Oberau 116 A-6311 Wildschönau |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Rainer Silberberger (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2010) (17 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Wildschönau im Bezirk Kufstein | ||
Die Wildschönau beim Hauptort Oberau |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Wildschönau ist eine österreichische Gemeinde im Bezirk Kufstein in Tirol mit 4146 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).
Das Gemeindegebiet ist ein 24 km langes Hochtal in der Nähe von Wörgl in den Kitzbüheler Alpen, die Wildschönau genannt, und eines der Tourismuszentren in Tirol.
Die Gemeinde umfasst neben verschiedenen Weilern die vier Kirchdörfer Niederau, Oberau, Auffach und Thierbach. In Oberau ist der Sitz des Gemeindeamtes. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.
Neben einer zweisaisonalen touristischen Ausrichtung spielt auch die intensive Alm- und Weidewirtschaft eine Rolle, daneben pendeln viele Bewohner zu ihren Arbeitsstätten außerhalb der Gemeinde. In der Wildschönau wurde lange Zeit Bergbau betrieben.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Wildschönau beginnt im Osten mit Niederau und Straßenverbindungen nach Wörgl und Hopfgarten im Brixental, nach Westen hin verläuft sie aufsteigend zu einer Wasserscheide, über die sich Oberau zur Wildschönauer Ache und dem Ortsteil Mühltal hinzieht. Die Ache verläuft von Süd nach Nord, vom Siedeljoch über Auffach und Mühltal durch die Kundler Klamm in den Inn. Von Mühltal zweigt eine Straße steil bergauf nach Westen ab und führt nach Thierbach und endet weiter westlich vor der Gratlspitz. Von dort führt in Richtung Norden eine Schotterstraße am Schaubergwerk vorbei, dann weiter und bergab nach Kundl.
Im Westen wird das Tal durch folgende Berge (von Nord nach Süd) begrenzt: Gratlspitz (1899 m), Schatzberg (1898 m), Joelspitze (1964 m), Lämpersberg (2202 m), Kleiner Beil (2197 m), Großer Beil (2309 m, höchster Berg des Tales) und Sonnjoch (2287 m, nicht zu verwechseln mit dem Sonnjoch im Karwendel). Westlich dieser Kette liegt das Alpbachtal.
Der Talteil um die Wildschönauer Ache wird östlich begrenzt durch Roßkopf (1731 m), Feldalphorn (1923 m), Schwaigberghorn (1990 m), Breitegg-Gern (1981 m), Wildkarspitze (1961 m) und Breiteggspitze (1868 m).
Als südlicher Talabschluss werden diese beiden Ketten durch einen Pass, dem Siedeljoch (1689 m), miteinander verbunden, über den man in den Langen Grund (Kelchsau) gelangt.
Südlicher Abschluss des östlichen Talteiles um Niederau sind Roßkopf und Markbachjoch (1440 m).
Im Norden wird das Tal durch eine deutlich niedrigere Bergkette zum Inntal hin abgegrenzt. Von West nach Ost: Gratlspitz, Thierbacher Kogl (1312 m), Kragenjoch (1425 m), Sonnberger Jöchl (1285 m), Möslalmkogl (1109 m), unterbrochen durch die Kundler Klamm zwischen Thierbacher Kogl und Kragenjoch.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
| Brixlegg, Radfeld | Kundl | Wörgl |
| Alpbach | Hopfgarten im Brixental |
Geschichte [Bearbeiten]
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wildschönau 1190, als ein bayrischer Graf eine Schenkung an das Kloster Herrenchiemsee machte. Ab dem 16. Jhdt. wurden in Thierbach an den Abhängen des Gratlspitz Silber- und Kupfererze abgebaut, die in Brixlegg verhüttet wurden. Wegen mangelnder Rentabilität wurde der Bergbau im 19. Jhdt. eingestellt. 1811 wurde die Gemeinde Wildschönau gegründet. 1911 wurde durch die Kundler Klamm eine Straßenverbindung ins Inntal hergestellt.
Wappen [Bearbeiten]
Der Sage nach bedeckte ursprünglich ein See, an dessen Ufer ein Drache lebte, das Hochtal. Ein Bauer tötete den Drachen, und im Todeskampf zerschmetterte dieser den Felsen, der den See aufstaute. Das Wasser floss durch die entstandene Kundler Klamm zum Inntal ab und gab das Hochtal frei; das Wappen zeigt den Drachen aus der Sage.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1869 | 1918 |
| 1900 | 1871 |
| 1934 | 2143 |
| 1971 | 3015 |
| 1991 | 3639 |
| 2010 | 4134 |
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Wirtschaft [Bearbeiten]
In der Wildschönau sind etwa 260 Bauernhöfe, die großteils als Bergbauernhöfe einzustufen sind. Der höchstgelegene Hof „Stödl“ am Oberauer Sonnberg liegt auf 1334 m.
Neben Handwerks- und Kleingewerbebetriebe ist vor allem der Tourismus Arbeitgeber für die Bevölkerung. Zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft wurde im September 2010 der Verein Wildschönauer Wirtschaft gegründet.
Tourismus [Bearbeiten]
Die Gemeinde Wildschönau setzt auf sanften Tourismus und legt bewusst Wert darauf, im Winter kein alpiner Skizirkus zu sein wie etwa das benachbarte Kitzbühel.
Es gibt zwei voneinander getrennte Skigebiete am Markbachjoch und am Schatzberg mit zusammen rund 70 km Pisten in den Schwierigkeitsgraden blau bis schwarz und 25 Bergbahnen und Skilifte. Die beiden Sesselbahn-Neubauten am Skigebiet Schatzberg (Auffach) ersetzen mehrere ältere Schlepplifte. 2008 wurde der alte Sessellift in Niederau durch einen modernen 4er-Sessellift ersetzt. Eine Lift-/Pistenverbindung ins Alpbachtal wurde am 7. Dezember 2012 nach langer Planungszeit in Betrieb genommen. Somit entstand ein großer Skiverbund unter dem Namen "Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau", der es von der Größe unter die Top-Ten der Tiroler Skigebiete geschafft hat.
Weiters gibt es 50 km Langlaufloipen, 40 km Winterwanderwege, Pferdeschlittenfahrten und 3 geräumte Nordic-Walking-Strecken.[2]
Im Sommer stehen etwa 300 km Wanderwege zur Verfügung mit den Gondelbahnen am Markbachjoch und Schatzberg als Aufstiegshilfe, weiters ein geheiztes Freischwimmbad, ein Beachvolleyballplatz, fünf Hotelhallenbäder, Saunas, eine Minigolfanlage, drei Tennisplätze.
Heute bietet die Wildschönau etwa 7.000 Gästebetten.
Nächtigungen in der Wildschönau [Bearbeiten]
| Jahr | Nächtigungen |
|---|---|
| 1955 | 61.828 |
| 1962 | 177.218 |
| 1969 | 437.928 |
| 1976 | 872.499 |
| 1990 | > 1.000.000 |
| 2010 | ca. 850.000 |
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Alois Hörbiger (1810–1876), Orgelbauer, Großvater von Hanns Hörbiger, dem Begründer der Schauspielerdynastie Hörbiger
- Gottlieb Schuller (1879–1959), Glasmaler und Mosaikkünstler
- Andreas Thaler (1883-1939), Politiker (Landwirtschaftsminister) und Koloniegründer von Treze Tílias in Brasilien
- Sixtus Lanner (* 1934), Politiker (ÖVP)
- Hans Haas (* 1957), Koch, Chefkoch des Tantris in München
- Norbert Siedler (* 1982), Autorennfahrer
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Treze Tílias (Dreizehnlinden), Brasilien
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Austria: Einwohnerentwicklung (PDF-Datei; 35 kB) bei Statistik Austria (abgerufen am 15. Jänner 2011)
- ↑ http://www.wildschoenau.at/client/wildschoenau/media/downloads/Media_2121660911.PDF
- ↑ Wildschönauer Gemeindeblatt vom Dezember 2010 (PDF-Datei, abgerufen am 15. Jänner 2011; 4,23 MB)
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Wildschönau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Gemeinde Wildschönau
- Webseite Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau
- Eintrag zu Wildschönau in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
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