Wildschönau

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Wildschönau
Wappen von Wildschönau
Wildschönau (Österreich)
Wildschönau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Hauptort: Oberau
Fläche: 97,41 km²
Koordinaten: 47° 27′ N, 12° 3′ O47.4512.05936Koordinaten: 47° 27′ 0″ N, 12° 3′ 0″ O
Höhe: 936 m ü. A.
Einwohner: 4.204 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 6311, 6313, 6314
Vorwahl: 05339
Gemeindekennziffer: 7 05 30
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchen, Oberau 116
A-6311 Wildschönau
Website: www.wildschoenau.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rainer Silberberger (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(17 Mitglieder)
4 Gemeinschafts- und Bürgermeisterliste

2 Niederauer Gemeinschaftsliste
2 Allgemeine Liste Oberau-Mühltal
1 Thierbacherliste
2 Wildschönau Aktiv für Wirtschaft-Familien-Heimat-Tourismus und gesundheit
2 Gemeinschaftsliste Tourismus u. Wirtschaft
2 Neue Wildschönauer Liste
1 Neue Innertaler Liste
1 Allgemeine Auffacherliste

Lage der Gemeinde Wildschönau im Bezirk Kufstein
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Wildschönau im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Die Wildschönau beim Hauptort Oberau
Die Wildschönau beim Hauptort Oberau
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Der Roßkopf von Thierbach aus gesehen
Die Gratlspitz im Sommer 2010 von Thierbach aus gesehen
Der Hauptort Oberau von Thierbach aus gesehen
Der in Europa eher seltene Tintenfischpilz aus der Gattung der Gitterlinge auf der Achentalalm oberhalb von Wildschönau

Wildschönau ist eine österreichische Gemeinde im Bezirk Kufstein in Tirol mit 4204 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 24 km oberhalb von Wörgl in den Kitzbüheler Alpen, die Wildschönau genannt; das Gebiet zählt zu den Tiroler Tourismuszentren.

Die Gemeinde umfasst neben verschiedenen Weilern die vier Kirchdörfer Niederau, Oberau, Auffach und Thierbach. In Oberau ist der Sitz des Gemeindeamtes. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Neben einer zweisaisonalen touristischen Ausrichtung spielt auch die intensive Alm- und Weidewirtschaft eine Rolle, daneben pendeln viele Bewohner zu ihren Arbeitsstätten außerhalb der Gemeinde. In der Wildschönau wurde lange Zeit Bergbau betrieben.

Geografie[Bearbeiten]

Die Wildschönau beginnt im Osten mit Niederau und Straßenverbindungen nach Wörgl und Hopfgarten im Brixental, nach Westen hin verläuft sie aufsteigend zu einer Wasserscheide, über die sich Oberau zur Wildschönauer Ache und dem Ortsteil Mühltal hinzieht. Die Ache verläuft von Süd nach Nord, vom Siedeljoch über Auffach und Mühltal durch die Kundler Klamm in den Inn. Von Mühltal zweigt eine Straße steil bergauf nach Westen ab und führt nach Thierbach und endet weiter westlich vor der Gratlspitz. In der Nähe des Endtalhofs bei einer Kapelle (1086 m ü. A.) beginnt die Sauluegstraße, eine nicht unriskante Schotterstraße, die am Silberschaubergwerk Lehenlahn Richtung Kundl vorbeiführt. Erst auf ca. 880 m Seehöhe weist die Straße Asfaltbelag auf.

Im Westen wird das Tal durch folgende Berge (von Nord nach Süd) begrenzt: Gratlspitz (1899 m), Schatzberg (1898 m), Joelspitze (1964 m), Lämpersberg (2202 m), Kleiner Beil (2197 m), Großer Beil (2309 m, höchster Berg des Tales) und Sonnjoch (2287 m, nicht zu verwechseln mit dem Sonnjoch im Karwendel). Westlich dieser Kette liegt das Alpbachtal.

Der Talteil um die Wildschönauer Ache wird östlich begrenzt durch Roßkopf (1731 m), Feldalphorn (1923 m), Schwaigberghorn (1990 m), Breitegg-Gern (1981 m), Wildkarspitze (1961 m) und Breiteggspitze (1868 m).

Als südlicher Talabschluss werden diese beiden Ketten durch das passartige Siedeljoch (1689 m) miteinander verbunden, über das man in den Langen Grund (Kelchsau) gelangt.

Den südlichen Abschluss des östlichen Talteiles um Niederau bilden Roßkopf und Markbachjoch (1440 m).

Im Norden wird das Tal durch eine deutlich niedrigere Bergkette zum Inntal hin abgegrenzt. Von West nach Ost: Gratlspitz, Thierbacher Kogl (1312 m), Kragenjoch (1425 m), Sonnberger Jöchl (1285 m), Möslalmkogl (1109 m), unterbrochen durch die Kundler Klamm zwischen Thierbacher Kogl und Kragenjoch.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den vier Katastralgemeinden und vier gleichnamigen Ortschaften Auffach (917 Einwohner), Niederau (1051 Einwohner), Oberau (Hauptort; 2022 Einwohner) und Thierbach (162 Einwohner; Stand 31. Oktober 2011).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Brixlegg, Radfeld Kundl Wörgl
Nachbargemeinden
Alpbach Hopfgarten im Brixental

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wildschönau 1190, als ein bayrischer Graf eine Schenkung an das Kloster Herrenchiemsee machte. Ab dem 16. Jhdt. wurden in Thierbach an den Abhängen des Gratlspitz Silber- und Kupfererze abgebaut, die in Brixlegg verhüttet wurden. Wegen mangelnder Rentabilität wurde der Bergbau im 19. Jhdt. eingestellt. 1811 wurde die Gemeinde Wildschönau gegründet. 1911 wurde durch die Kundler Klamm eine Straßenverbindung ins Inntal hergestellt.

Wappen[Bearbeiten]

Der Sage nach bedeckte ursprünglich ein See, an dessen Ufer ein Drache lebte, das Hochtal. Ein Bauer tötete den Drachen, und im Todeskampf zerschmetterte dieser den Felsen, der den See aufstaute. Das Wasser floss durch die entstandene Kundler Klamm zum Inntal ab und gab das Hochtal frei; das Wappen zeigt den Drachen aus der Sage.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1869 bis 1910

  • 1869: 1918
  • 1880: 1904
  • 1890: 1910
  • 1900: 1871
  • 1910: 2001

1923 bis 1961

  • 1923: 1983
  • 1934: 2143
  • 1939: 2053
  • 1951: 2294
  • 1961: 2481

1971 bis 2013

  • 1971: 3015
  • 1981: 3342
  • 1991: 3639
  • 2001: 4012
  • 2013: 4171[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wildschönau

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Wildschönau sind etwa 260 Bauernhöfe, die großteils als Bergbauernhöfe einzustufen sind. Der höchstgelegene Hof „Stödl“ am Oberauer Sonnberg liegt auf 1334 m.

Neben Handwerks- und Kleingewerbebetriebe ist vor allem der Tourismus Arbeitgeber für die Bevölkerung. Zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft wurde im September 2010 der Verein Wildschönauer Wirtschaft gegründet.

Tourismus[Bearbeiten]

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Die Gemeinde Wildschönau setzt auf sanften Tourismus und legt bewusst Wert darauf, im Winter kein alpiner Skiort zu sein wie etwa das benachbarte Kitzbühel.

Es gibt zwei voneinander getrennte Skigebiete am Markbachjoch und am Schatzberg mit zusammen rund 70 km Pisten in den Schwierigkeitsgraden blau bis schwarz und 25 Bergbahnen und Skilifte. Die beiden Sesselbahn-Neubauten am Skigebiet Schatzberg (Auffach) ersetzen mehrere ältere Schlepplifte. 2008 wurde der alte Sessellift in Niederau durch einen modernen 4er-Sessellift ersetzt. Eine Lift-/Pistenverbindung ins Alpbachtal wurde am 7. Dezember 2012 nach langer Planungszeit in Betrieb genommen. Somit entstand ein großer Skiverbund unter dem Namen „Ski-Juwel Alpbachtal - Wildschönau“, der es von der Größe unter die Top-Ten der Tiroler Skigebiete geschafft hat.

Weiters gibt es 50 km Langlaufloipen, 40 km Winterwanderwege, Pferdeschlittenfahrten und 3 geräumte Nordic-Walking-Strecken.[2]

Im Sommer stehen etwa 300 km Wanderwege zur Verfügung mit den Gondelbahnen am Markbachjoch und Schatzberg als Aufstiegshilfe, weiters ein geheiztes Freischwimmbad, ein Beachvolleyballplatz, fünf Hotelhallenbäder, Saunas, eine Minigolfanlage, drei Tennisplätze.

Heute bietet die Wildschönau etwa 7.000 Gästebetten.

Nächtigungen in der Wildschönau[Bearbeiten]

Jahr Nächtigungen
1955 61.828
1962 177.218
1969 437.928
1976 872.499
1990 > 1.000.000
2010 ca. 850.000[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, abgerufen am 22. Dezember 2013
  2. http://www.wildschoenau.at/client/wildschoenau/media/downloads/Media_2121660911.PDF
  3. Wildschönauer Gemeindeblatt vom Dezember 2010 (PDF-Datei, abgerufen am 15. Jänner 2011; 4,23 MB)

Weblinks[Bearbeiten]