Wilfried Eisenberg

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Wilfried Eisenberg (* 31. März 1968 in Rostock-Warnemünde) ist ein deutscher Manager und war Technischer Vorstand sowie Sprecher des Vorstandes der Bremer Straßenbahn AG.

Biografie[Bearbeiten]

Eisenberg absolvierte ab 1985 beim Verkehrskombinat Ostseetrans, das nach 1990 zur Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) wurde, und dem VEB Schiffselektronik Ausbildungen zum Elektromonteur sowie zum Elektronikfacharbeiter. Anschließend nahm er ein berufsbegleitendes Studium auf, das er als Diplom-Elektroingenieur abschloss. 1996 immatrikulierte er sich für ein Fernstudium in Elektrotechnik, dem ein – vom Gesetzgeber für Führungskräfte im Betriebsdienst eines Straßenbahnbetriebs vorgeschriebenes – postgraduales Studium in Betriebsleitung folgte. Schließlich konnte er die Weiterbildung 2003 erfolgreich beenden. Bereits 1998 war er zum Leiter des operativen Geschäfts der RSAG ernannt worden[1] und bekleidete bis 2006 unterschiedliche Führungspositionen als Team- und Projektleiter innerhalb des Unternehmens. In diesem Zeitraum stand er den Bereichen Aufsicht/Betriebsdienst sowie Marketing/Kommunikation/Angebotsplanung vor. Zum 1. Januar 2007 wurde er als neuer Technischer Vorstand der RSAG gewählt und war seitdem für Technik und Personalmanagement zuständig. Der Aufsichtsrat verlängerte seinen Vertrag am 23. März 2011 um weitere fünf Jahre.

Nur wenige Wochen später wählte der Aufsichtsrat der Bremer Straßenbahn AG Eisenberg allerdings am 10. Mai einstimmig zum Nachfolger von Georg Drechsler in der Position des Technischen Vorstandes. Seine Arbeit in Bremen begann am 1. Januar 2012. Während einer sehr intensiven und langen Frostperiode im Februar gleichen Jahres veranlasste Eisenberg, dass Obdachlose kostenlos Busse und Bahnen der BSAG nutzen und sich in deren hinteren Bereichen aufwärmen konnten. Für diese Initiative überreichte ihm die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, Anja Stahmann, am 13. August den erstmals verliehenen Ehrenpreis „Soziales Bremen“. Für diese Initiative erhielt Eisenberg die BAKI-Auszeichnung "Haus mit Herz".

Eisenberg ist verheiratet und hat fünf Kinder.[2] Er ist Präsidiumsmitglied des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Gesamtvorstandsmitglied des Bundesverbandes Öffentliche Dienstleistungen (bvöd) und Vorsitzender der VDV-Landesgruppe Nord, die Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein abdeckt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christian Rutsatz: „Vom Lehrling zum Vorstand der RSAG“, im Dezember 2007 auf 0381-magazin.de (o381 Stadtmagazin), abgerufen am 14. August 2012
  2. Jürgen Hinrichs: „"Fahrrad und ÖPNV gehören zusammen"“ im Weser-Kurier, 13. November 2011. Abgerufen auf weser-kurier.de am 15. November 2011