Wilfried Kirschl

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Wilfried Kirschl (* 27. April 1930 in Wörgl; † 28. Januar 2010 in Innsbruck) war ein österreichischer Maler und Kunstpublizist.

Er studierte von 1948 bis 1952 an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Josef Dobrowsky und Herbert Boeckl sowie im Jahre 1957 an der Académie André Lhote in Paris.

Werk[Bearbeiten]

Wilfried Kirschl "Garten in Patmos" 1991

Während der Akademiejahre ist insbesondere Herbert Boeckl ein bedeutender Einfluss, daneben inspirieren Frankreichaufenthalte zur Auseinandersetzung mit nachimpressionistischen Vorbildern, die in Ductus und Farbigkeit des Frühwerks der 1950er Jahre ihren Niederschlag findet. Von Beginn an sind Landschaft, Architekturlandschaft und Stilleben die bevorzugten Bildthemen.

Formale Experimente, unter anderem unter dem Einfluss des Kubisten André Lhote, führen zu Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre zu einer eigenen, in der Formensprache reduzierten und auch in der Farbigkeit zurückhaltenden Anschauung. Unter dem Eindruck der besonderen Lichtverhältnisse in den Ländern des Mittelmeerraumes, die Kirschl seit 1960 wiederholt bereist, hellt sich seine Palette weiter auf, zunehmend bestimmen Fragen der Brechung des Lichts und des dem Bildbau zugrunde liegenden Formgefüges seine Malerei.

Die Architekturbilder und Stilleben der reifen Schaffensphase der 1980er und 90er Jahre sind durch den Kontrast von formaler Strenge einerseits und fein modulierter, pastelltonig lichter Farbigkeit andererseits gekennzeichnet.

Publizistische Tätigkeit[Bearbeiten]

Als Autor und Kunstpublizist widmete sich Kirschl insbesondere der Erforschung von Werk und Leben der Tiroler Maler Albin Egger-Lienz und Carl Moser.

Werke im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

  • 1953: Sgraffito Auferstehung Christi an der Gedächtniskapelle im neuen Friedhof St. Anton am Arlberg [1]
  • 1965/67: 3 Chorfenster der Heiligkreuzkirche in Hall in Tirol [2]
  • Wandmosaike an der Volksschule in Wörgl [3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Wilfried Kirschl (Monografie). Wien: Edition Tusch, 1980.
  • Wilfried Kirschl. Arbeiten aus den Jahren 1950 bis 1996. (Ausstellungskatalog). Innsbruck: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, 1997

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Kolosz (Hrsg.): Wilfried Kirschl - Künstler, Sammler, Kulturvermittler. (=Tiroler Identitäten Bd. 11) Kyrene, Innsbruck 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dehio Tirol 1980, Seite 662
  2. Dehio Tirol 1980, Seite 314
  3. Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wörgl