Wilgartswiesen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Wilgartswiesen
Wilgartswiesen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wilgartswiesen hervorgehoben
49.2091666666677.8794444444444220Koordinaten: 49° 13′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Hauenstein
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 58,34 km²
Einwohner: 977 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76848
Vorwahl: 06392
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 057
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 4
76846 Hauenstein
Webpräsenz: www.wilgartswiesen.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Brödel
Lage der Ortsgemeinde Wilgartswiesen im Landkreis Südwestpfalz
Darstein Dimbach (Pfalz) Hauenstein (Pfalz) Hinterweidenthal Lug (Pfalz) Schwanheim (Pfalz) Spirkelbach Spirkelbach Wilgartswiesen Wilgartswiesen Clausen Donsieders Leimen (Pfalz) Merzalben Münchweiler an der Rodalb Rodalben Bottenbach Eppenbrunn Hilst Kröppen Kröppen Lemberg (Pfalz) Obersimten Ruppertsweiler Schweix Trulben Vinningen Bobenthal Bruchweiler-Bärenbach Bundenthal Busenberg Dahn Erfweiler Erlenbach bei Dahn Fischbach bei Dahn Hirschthal (Pfalz) Ludwigswinkel Niederschlettenbach Nothweiler Rumbach Schindhard Schönau (Pfalz) Biedershausen Herschberg Hettenhausen (Pfalz) Knopp-Labach Krähenberg Obernheim-Kirchenarnbach Saalstadt Schauerberg Schmitshausen Wallhalben Weselberg Winterbach (Pfalz) Geiselberg Heltersberg Hermersberg Höheinöd Horbach (Pfalz) Schmalenberg Steinalben Waldfischbach-Burgalben Althornbach Battweiler Bechhofen (Pfalz) Contwig Dellfeld Dietrichingen Großbundenbach Großsteinhausen Hornbach Käshofen Kleinbundenbach Kleinsteinhausen Mauschbach Riedelberg Rosenkopf Walshausen Wiesbach (Pfalz) Höheischweiler Höhfröschen Maßweiler Nünschweiler Petersberg (Pfalz) Reifenberg Rieschweiler-Mühlbach Thaleischweiler-Fröschen Pirmasens Zweibrücken Saarland Saarland Frankreich Landkreis Südliche Weinstraße Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Wilgartswiesen

Wilgartswiesen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hauenstein an. Wilgartswiesen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Der fünf Kilometer nördlich gelegene Ortsteil Hermersbergerhof am Fuße des Weißenberges gilt als die am höchsten gelegene Ortschaft der Pfalz. Ein weiterer Ortsteil ist die Exklave Hofstätten im Flachsbachtal, einem Seitental des oberen Wellbachs.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im südlichen Pfälzerwald, dem deutschen Teil des Wasgaus, mitten im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord. Auf Wilgartswieser Gemarkung mündet der Wellbach in die Queich, die sich als eines der Hauptabflusssysteme der Pfalz darstellt. Nördlich des Ortes ziehen sich viele Felsgruppen aus Buntsandstein dahin, aus denen u. a. die Wilgartaburg und die Falkenburg herausgehauen sind. Die weitläufige Gemarkung, die zum großen Teil zur Landschaft der Frankenweide gehört, ist nahezu durchgängig bewaldet.

Geschichte[Bearbeiten]

Wilgartswiesen gilt als die älteste Gemeinde im Queichtal und wurde schon 828 urkundlich erwähnt, als Gräfin Wiligarta aus dem Geschlecht der Gaugrafen des Bliesgaus Kirche und Hof Willigarttawisa dem Kloster Hornbach schenkt, das fortan die Urbarmachung der Gegend vorantrieb und u. a. die Annexe Hermersbergerhof gründete. Später wurden der Ort und das weitläufige Gebiet von der nahe gelegenen Falkenburg aus verwaltet.

Bis 1931 hieß die Gemeinde noch Wilgartswiesen-Hofstätten.[3]

Die Gemarkung war früher noch größer als heute, aber am 1. Januar 1976 wurden der Weiler Kaltenbach bei Hinterweidenthal sowie die Weiler Speyerbrunn, Erlenbach und Schwarzbach im Elmsteiner Tal mit insgesamt 207 Einwohnern nach Elmstein umgemeindet.[4]

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 57,6 Prozent der Einwohner evangelisch und 29,2 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wilgartswiesen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat 16 Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl GRÜNE BFW Gesamt
2014 3 9 12 Sitze
2009 4 12 16 Sitze
2004 4 12 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Grün ein mit dem nach oben gekehrten silbernen Eisen schrägrechts wachsender goldener Jagdspieß“.

Es wurde 1931 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel von 1463.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Falkenburg

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Falkenburg - Die im 12. Jahrhundert als Reichsfeste erbaute Falkenburg wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg gesprengt. Heute ist sie demnach eine Ruine.
  • Sandsteinkirche - Die Sandsteinkirche ist die einzige doppeltürmige im Pfälzerwald.

siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wilgartswiesen

Natur[Bearbeiten]

In den Wäldern der Frankenweide wird vom Pfälzerwald-Verein ein weitläufiges Markierungsnetz für Rad- und Fußwanderer unterhalten. Die Ortsteile Hofstätten und Hermersbergerhof sind ebenfalls beliebte Wanderziele.

Gräfin Wiligarta[Bearbeiten]

Als touristische Repräsentantin fungiert die „Gräfin Wiligarta“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Holzverarbeitung. Die Schuhindustrie hat einen Großteil ihrer früheren Bedeutung eingebüßt.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bahnstrecke Landau–Rohrbach erschließt Wilgartswiesen für den Schienenverkehr.

Es liegt ferner an der B 10, die mittlerweile als Umgehungsstraße um den Ortsbereich herumgeführt wird. Auf der Gemarkung liegt auch die B 48 als Verbindung in Richtung Kaiserslautern und Bad Kreuznach.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wilgartswiesen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 435
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 200 (PDF; 2,6 MB)
  5. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3