Wilhelmøya

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Wilhelmøya
Bjørnsundet mit Wilhelmøya (rechts)
Bjørnsundet mit Wilhelmøya (rechts)
Gewässer Arktischer Ozean
Inselgruppe Svalbard
Geographische Lage 79° 4′ N, 20° 26′ O79.05972222222220.439722222222565Koordinaten: 79° 4′ N, 20° 26′ O
Wilhelmøya (Svalbard und Jan Mayen)
Wilhelmøya
Länge 15,5 km
Breite 14,1 km
Fläche 120 km²
Höchste Erhebung Keisarkampen
565 m
Einwohner (unbewohnt)
Wilhelmøya
Wilhelmøya

Wilhelmøya ist eine zum norwegischen Spitzbergen-Archipel gehörende Insel in der Hinlopenstraße. Sie ist durch den an seiner schmalsten Stelle nur 1,25 km breiten Bjørnsundet (früher Bismarckstraße) von der Insel Spitzbergen getrennt. Südöstlich liegt die Inselgruppe der Bastianøyane.

Geografie[Bearbeiten]

Die unbewohnte Insel hat eine Ost-West-Ausdehnung von 15,5 km und eine Nord-Süd-Ausdehnung von 14,1 km. Mit einer Fläche von 120 km² ist sie die zehntgrößte Insel Spitzbergens.[1] Der südlichste Punkt der Insel ist Kap Ravenstein, der westlichste Kap Koldewey, der nördlichste Kap Breusing, und das Ostkap heißt Tumlingodden. Die höchste Erhebung erreicht 565 m über dem Meeresspiegel.[2] Die Insel ist arm an Vegetation und besteht überwiegend aus horizontal lagernden Sedimenten aus dem Jura.[3] Ein Drittel der Fläche von Wilhelmøya ist vergletschert.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Wann Wilhelmøya entdeckt wurde, ist nicht bekannt. Die Hinlopenstraße wurde schon frühzeitig von Walfängern und Pomoren besucht. 1868 befuhr die Erste Deutsche Arktisexpedition unter Leitung von Carl Koldewey ihren noch nicht erforschten südlichen Teil. Das Gebiet wurde kartografisch aufgenommen und eine Reihe von Ortsbezeichnungen vergeben. Wilhelmøya erhielt ihren Namen zu Ehren des preußischen Königs und späteren deutschen Kaisers Wilhelm I.[4] Die Expedition konnte nachweisen, dass es sich um eine Insel und nicht, wie bis dahin angenommen, um ein Kap handelt.[5]

Seit 1973 gehört Wilhelmøya zum Nordost-Svalbard-Naturreservat.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Svalbard Statistics 2005 (PDF; 6,8 MB), Statistics Norway, Oslo-Kongsvinger 2005, S. 136
  2. Artikel Keisarkampen in The Place Names of Svalbard; Norsk Polarinstitutt; Oslo 1942–2010; ISBN 82-90307-82-9 (Ausgabe 2001) (englisch/norwegisch)
  3. Inseln der Hinlopenstraße auf www.spitzbergen.de, abgerufen am 1. Mai 2011
  4. Richard Andree: Der Kampf um den Nordpol. Geschichte der Nordpolfahrten 1868–1879. Belhagen und Klasing, Bielefeld und Leipzig 1880 (3. Auflage), S. 79
  5. Reinhard A. Krause: Zweihundert Tage im Packeis. Die authentischen Berichte der „Hansa“-Männer der deutschen Ostgrönland-Expedition 1869–1870, Kabel Verlag, Hamburg 1997 (=Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Bd. 46). ISBN 3-8225-0412-2, S. 277

Weblinks[Bearbeiten]

Landsat8 Satellitenbild von Wilhelmøya September 2013