Wilhelm-Gymnasium (Hamburg)

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Wilhelm-Gymnasium
Logo Wilhelm-Gymnasium Hamburg.png
Schulform Humanistisches Gymnasium
Gründung 1881
Adresse

Klosterstieg 17

Ort Hamburg
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 34′ 26,5″ N, 9° 59′ 48,7″ O53.5740305555569.9968611111111Koordinaten: 53° 34′ 26,5″ N, 9° 59′ 48,7″ O
Schüler ca. 500
Website www.wilhelm-gymnasium.de

Das Wilhelm-Gymnasium ist ein traditionsreiches humanistisches Gymnasium mit Musikklassen in Hamburg-Harvestehude.

Geschichte[Bearbeiten]

Altes Hauptgebäude des Wilhelm-Gymnasiums von Hans Zimmermann, heute zur SUB Hamburg gehörig

Das Gymnasium wurde 1881 als Neue Gelehrtenschule gegründet, 1883 zu Ehren Kaiser Wilhelms I. (1797-1888) in Wilhelm-Gymnasium umbenannt. Seit 1885 hatte es seinen Sitz im Gebäude der heutigen Staatsbibliothek, ab 1964 dann im Klosterstieg 17 in Hamburg-Harvestehude. Neben den sportlichen Aktivitäten im Hockey und Rudern gründeten am 1. Juni 1888 Untersekundaner des Wilhelm-Gymnasiums den Hamburger Fußball-Club (HFC), einen der Vorgänger des Hamburger Sportvereins.

Schulprofil[Bearbeiten]

Die Schule ist seit 2009 eine von deutschlandweit achtzehn zertifizierten Club of Rome-Schulen und beteiligt sich am Hamburger Modellversuch Selbstverantwortete Schule.

Besonders wichtig an der Schule ist die Musik.

Sprachenfolge[Bearbeiten]

Das Wilhelm-Gymnasium ist eines von sieben altsprachlichen Gymnasien in Hamburg – Latein wird neben Englisch bereits ab der fünften Klasse gelehrt. Außerdem besteht die Möglichkeit, ab der 8. Klasse Altgriechisch oder Französisch zu erlernen.

Schulruderverein Gymnasial Ruderverein Hamburg (GRV„H“)[Bearbeiten]

Am Wilhelm-Gymnasium gibt es für Schülerinnen und Schüler, die das Rudern erlernen und ausüben möchten, einen Schülerruderverein, den GRV„H“. 1909 von Primanern gegründet, hat er über Jahrzehnte – nur in der Nazi-Zeit ab 1937 verboten – junge Menschen sportliche Gemeinschaft erleben lassen. Längst – seit die Fachleute erkannt haben, dass sich Rudern in jüngeren Jahren am leichtesten erlernen lässt – können Schüler der Mittel- und Unterstufe in den GRV„H“ eintreten. Gegenwärtig hat der Verein über 50 Mitglieder ab der 6. Klasse. Sie wählen auf der jährlichen Hauptversammlung ihren Vorstand, der sich – soweit die schulischen Pflichten es erlauben – gemeinsam mit einem Protektor um die Grundausbildung des Nachwuchses kümmert.

Zwei Protektoren, die Lehrer am WG sind oder waren, vertreten satzungsgemäß den Verein nach außen. Gerudert wird vom Steg des Der Hamburger und Germania Ruder Club (DHuGRC), Alsterufer 21, aus. Seit seiner Gründung ist der GRV„H“ dem DHuGRC freundschaftlich, seit 1970 auch vertraglich verbunden. Jungen und Mädchen, welche an höherrangigen Regatten teilnehmen möchten, werden vom Clubtrainer betreut.

Wochenendfreizeiten, Trainingslager und gelegentlich auch Wanderfahrten werden von den Trainern, Betreuern und Protektoren angeboten. In den letzten 25 Jahren haben fast immer Mannschaften des WGs am Bundesfinale der Schülerruderer Jugend trainiert für Olympia in Berlin teilgenommen und kamen dabei schon dreizehn Mal auf Medaillenränge. Wer von der Schule abgeht, hat die Möglichkeit, in der Altherren-Vereinigung des GRV„H“ e. V. die Verbindung zu den Aktiven zu behalten und sie finanziell zu unterstützen.

Bekannte Ehemalige[Bearbeiten]

Bekannte Lehrer[Bearbeiten]

Schulleiter bis 1974[Bearbeiten]

  • Hermann Genthe (1838–1886), Klassischer Philologe und Lokalhistoriker, Schulleiter 1881–1886
  • Otto Pauli (1841–1890), Schulleiter 1887–1890
  • Julius Bintz (1843–1891), Klassischer Philologe und Historiker, Schulleiter 1891
  • Wilhelm Wegehaupt (1845–1917), Klassischer Philologe, Schulleiter 1892–1912
  • Wolfgang Meyer (1867–1957), Schulleiter 1912–1914
  • Heinrich Gerstenberg (1864–1838), Germanist, Schulleiter 1916–1923
  • Adolf Boerner (1870–1930), Klassischer Philologe, Schulleiter 1923–1926
  • Paul Wetzel (1882–1950), Historiker, Schulleiter 1926–1933
  • Bernhard Lundius (1884–1947), Historiker und Germanist, Schulleiter 1933–1945
  • Wilhelm Ax (1890–1954), Klassischer Philologe, Schulleiter 1945–1954
  • Franz Bömer (1911–2004), Klassischer Philologe, Schulleiter 1955–1974

Literatur[Bearbeiten]

  • Festschrift zur Einweihung des Wilhelm-Gymnasiums in Hamburg am 21. Mai 1885. Otto Meißner, Hamburg 1885
  • Schulordnung für das Wilhelm-Gymnasium. Lütcke & Wulff, Hamburg 1895
  • Edmund Kelter: Hamburg und die Nation vor fünfzig Jahren. Festrede, gehalten in der Aula des Wilhelm-Gymnasium am 27. Jan. 1898. Hamburg 1898
  • 50-jähriges Jubiläum des Wilhelmgymnasiums zu Hamburg. 1881 - 1931. Christians, Hamburg 1931
  • Franz Böhmer (Hrsg.): Wilhelm-Gymnasium Hamburg 1881-1956. Christians, Hamburg 1956
  • Joist Grolle: 100 Jahre Wilhelm-Gymnasium. Ansprache von Senator Grolle zum hundertjährigen Bestehen des Wilhelm-Gymnasiums. Staatliche Pressestelle Hamburg, Hamburg 1981
  • Wilhelm-Gymnasium Hamburg 1881-2006. Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum 2006 im Auftrage der Schulkonferenz, des Schulvereins und des Ehemaligen-Vereins. Hower, Hamburg 2006

Weblinks[Bearbeiten]