Wilhelm Dichter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wilhelm Dichter (* 1935 in Boryslaw) ist ein in die USA emigrierter polnischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Während des Krieges starb Dichters Vater. Er selbst wohnte mit seiner Mutter zunächst in Südpolen und später, ab 1944, in Warschau und wurde Physiker und Ingenieur. Nach der Promotion am Warschauer Polytechnikum arbeitete er dreizehn Jahre lang als Wissenschaftler und schrieb populärwissenschaftliche Werke und Hörspiele, bis ihn die antisemitische Kampagne 1968 in Polen zur Emigration, zunächst nach Wien und Rom, dann in die USA zwang, wo er in der IT-Branche arbeitete. Für seine populärwissenschaftlichen Arbeiten, u. a. Porträts der großen Physiker des zwanzigsten Jahrhunderts, erhielt er in Polen den Bruno-Winawer-Preis. Erst mit Ende 60 begann er Belletristik zu schreiben. Zentrale Themen seiner vom Humanismus geprägten Werke sind der Antisemitismus in Polen, während des Zweiten Weltkriegs und danach. Er lebt mit seiner Familie, in der Polnisch gesprochen wird, in der Nähe von Boston.

Werke[Bearbeiten]

  • Das Pferd Gottes. Übers. von Martin Pollack. Berlin: Rowohlt 1998.
  • Rosenthals Vermächtnis. Übers. von Martin Pollack. Berlin: Rowohlt 2000.

Weblinks[Bearbeiten]