Wilhelm Hieronymus Pachelbel

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Wilhelm Hieronymus Pachelbel (getauft 29. August 1686 in Erfurt; begraben 6. Juni 1764 in Nürnberg) war ein deutscher Komponist und Organist des Spätbarock. Er war der älteste Sohn des Komponisten Johann Pachelbel.

Leben[Bearbeiten]

Pachelbel erhielt seine musikalische Ausbildung in erster Linie wohl bei seinem Vater, der in Eisenach und Erfurt, später dann in Stuttgart und seit 1695 in seiner Heimatstadt Nürnberg als Organist tätig war und freundschaftliche Beziehungen zur Familie Bach unterhielt. Nach Zwischenstationen in Fürth und Erfurt gelangte Wilhelm Hieronymus zurück nach Nürnberg. Dort war er zunächst wohl an der St. Bartholomäuskirche in der Nürnberger Vorstadt Wöhrd, ab 1706 an St. Jakob und anschließend an St. Egidien als Organist tätig. 1719 wurde er – wie zuvor bereits sein Vater bis zu dessen Tod 1706 – Organist der Nürnberger Hauptkirche St. Sebald. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod 1764 inne.

Zu seinen Lebzeiten wurde nur das 1725 in Nürnberg gedruckte „Musicalische Vergnügen“ veröffentlicht. Daneben sind einige Kompositionen für Cembalo und Orgel aus seiner Hand erhalten. Während sein Frühwerk durch die Musik seines Vaters geprägt ist, nähert er sich in seinem späteren Werk dem Übergangsstil zwischen Barock und Vorklassik.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Musicalisches Vergnügen, Praeludio, Fuga und Fantasia (in C) sowol auf die Orgel als auch auf das Clavier, den Liebhabern der Musik vorgestellt und componirt. (Nürnberg, 1725)
  • Fuga in F dur fürs Clavier. (Nürnberg, o.J.)

Literatur[Bearbeiten]