Wilhelm I. von der Mark

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Graf Wilhelm I. von der Mark (niederländisch Willem van der Marck, französisch Guillaume de La Marck), genannt auch der Eber der Ardennen, (* um 1446; † 1483 in Maastricht) war ein niederländischer Edelmann.

Graf Wilhelm I. von der Mark war ein niederländischer Edelmann von roher, leidenschaftlicher Gemütsart. Er wurde Regent von Lüttich, missbrauchte aber dieses Amt zu Ungerechtigkeiten und Gewalttaten und wurde von den Ständen verbannt.

Mit französischer Hilfe zog er 1482 rachedürstend gegen Lüttich, besiegte das Heer der Bürger und erschlug den Bischof Louis de Bourbon mit der Streitaxt. Hierauf zog er in Lüttich ein, ließ seinen Sohn zum Bischof wählen, riss das weltliche Herrscheramt an sich und stellte sich an die Spitze der Empörung gegen Maximilian I.. Von Ludwig XI., der am 23. Dezember 1482 mit Maximilian Frieden schloss, im Stich gelassen, wurde er zur Unterwerfung gebracht und 1483 in Maastricht enthauptet.

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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