Wilhelm III. (Holland)

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Wilhelm III. von Holland (1286–1337)

Wilhelm III. von Holland, genannt der Gute, (* um 1286; † 7. Juni 1337) war Graf von Holland, Hennegau und Seeland aus dem Haus Avesnes. Er war der älteste Sohn des Grafen Johann II. von Avesnes-Hennegau-Holland und der Philippa von Luxemburg, Tochter von Graf Heinrich V.

Leben[Bearbeiten]

Wilhelm III. folgte 1304 seinem Vater in der Regierung. Sein Cousin Kaiser Heinrich VII. (Mutter: Beatrix von Avesnes) erkannte ihn zwar in seinem Erbe an, er musste aber noch jahrelang um sein Erbe ringen. Erst 1323 setzte er sich setzte sich gegen alle Kontrahenten durch. 1325 gewährte er der englischen Königin Isabella von Frankreich (1292–1358) und ihrem Liebhaber Roger Mortimer (1287–1330) Asyl und half ihnen in England. Wilhelm war einer der mächtigsten Fürsten im Reich und genoss hohes Ansehen. Er brachte 1337 noch das deutsch-englische Bündnis zustande, das den Beginn des Hundertjährigen Krieges bedeutete.

Familie[Bearbeiten]

Verheiratet war Wilhelm mit Johanna von Valois (1294–1352), Tochter des Grafen Karl von Valois und Schwester des späteren König Philipp VI. von Frankreich. Das Paar hatte fünf Kinder:

Literatur[Bearbeiten]

Pieter Lodewijk Müller: Wilhelm III.. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 83–86.

Vorgänger Amt Nachfolger
Johann II. Graf von Holland und Hennegau
1304–1337
Wilhelm IV.