Wilhelm Karl Julius Gutberlet

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Wilhelm Karl Julius Gutberlet (* 5. August 1813 in Schwebda; † 17. September 1864 in Gießen) war ein deutscher Geologe.

Das naturwissenschaftliche, insbesondere mineralogische Interesse erbte er von seinem Vater. Nachdem er im Alter von zwölf Jahren verwaist war, folgte er seinem älteren Bruder Ernst, der Theologie studierte, nach Marburg und Rotenburg. 1880 belegte er einen praktischen Kurs im Riechelsdorfer Bergwerk im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und 1882 begann er sein Studium an der Universität Göttingen bei Friedrich Hausmann. Nach Beendigung des Studiums arbeitete er zunächst als Privatlehrer. Nach bestandenem Staatsexamen erhielt er den Auftrag, in Fulda eine Realschule zu errichten, der er später als Realschulinspektor vorstand.

Seiner alten Neigung folgend, unternahm er geologische Studien in der Umgebung von Fulda sowie dem Rhöngebirge und dem Vogelsberg. Er widmete sich hauptsächlich den vulkanischen Gesteinen Basalt, Trachyt und Phonolith und deren Beziehungen zueinander.

Er war Mitglied der Jenaer mineralogischen Gesellschaft, der Marburger Gesellschaft für Förderung der Naturwissenschaften, der Wetterauischen Gesellschaft und des mittelrheinischen geologischen Vereins zu Darmstadt. Beim Besuch der Naturforscherversammlung starb er.

Literatur[Bearbeiten]