Wilhelm Ripl

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Wilhelm Ripl (* 7. Dezember 1937 in Ybbsitz, Niederösterreich) ist Landschaftsökologe und Limnologe (Süßwasserökologe) sowie emeritierter Professor der Technischen Universität Berlin.

Leben[Bearbeiten]

Ripl studierte von 1956 bis 1962 Technische Chemie in Wien und arbeitete von 1960 bis 1965 für das Bundesministerium für Unterricht in Wien. Von 1968 bis 1979 studierte und arbeitete er am Institut für Limnologie der Universität Lund, wo er promovierte und sich anschließend habilitierte. Von 1979 bis 2003 war er Leiter des Fachgebietes Limnologie am Institut für Ökologie an der Technischen Universität Berlin.[1]

Ripl ist Leiter des Systeminstituts Aquaterra e.V. Er untersucht die Wasserkreisläufe der Erde. Im Zentrum stehen dabei zukunftsfähige Verfahrensweisen der Kreislaufwirtschaft und ökologischen Bodennutzung nach den Bedürfnissen der Natur, insbesondere alternativer Bewirtschaftung des Bodens und der Gewässer streng nach ökologisch notwendigen Bedingungen. Er vertritt einen systemischen Ansatz in der Ökologie, in dem nicht der einzelne Organismus(typ) und seine Ansprüche, sondern die Prozesse des ökologischen Systems im Vordergrund gestellt werden.

„Um die Landschaft großflächig zu sanieren, und damit automatisch das zunehmend außer Kontrolle geratende Klima wieder zu stabilisieren, muss die Gesellschaft umdenken, die Funktionsweise des gesamten Systems muss verstanden werden.[2]

Nach Ripls Auffassung ist es ein Mangel der gängigen Klimamodelle, dass in ihnen nur die Atmosphäre und nicht die Oberfläche der Erde und ihr mit Abstand wichtigstes Kühlsystem, das Wasser und der Wasserkreislauf, berücksichtigt werde. Er fordert die Einführung einer Energiesteuer auf nicht erneuerbare Energieträger und die Einführung des Verursacherprinzips für Schwertransporte. Hiermit solle eine lokal orientierte Kreislaufwirtschaft erreicht werden, indem die Subsistenzfunktionen regionalisiert würden unter besonderer Berücksichtigung regenerativer Energieträger, die aber nicht in flächendeckender Monokultur angebaut werden dürften, sondern nur in ökologischen Mischkulturen mit hohem Baumbestandanteil, um weitere Bodenerosion sowie insbesondere lokale Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden und so die Kühlfunktion der landwirtschaftlich genutzten Flächen nicht zu beeinträchtigen.[2]Ferner fordert er konsequente städtebauliche Sanierungsmaßnahmen, um diese großen überhitzten Flächen erheblich abzukühlen, damit lokale Turbulenzen und infolge heftige Unwetter sowie Überschwemmungen vermieden werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://home.arcor.de/w.bueck/profile/ripl.htm
  2. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTU Berlin intern (Nr. 5, Mai 2003): "Europas Blumentopf-Ökologie muss ein Ende haben". Abgerufen am 22. November 2008.