Wilhelm Schönmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wilhelm Schönmann, etwa 1960

Peter Heinrich Wilhelm Schönmann (* 7. April 1889 in Burgdorf; † 15. Mai 1970 in Hamburg) war ein deutscher Schachmeister.

Turnierschach[Bearbeiten]

Schönmann wurde 1910 in Hamburg 8.–9. im Hauptturnier B des DSB-Kongresses. 1913 teilte er Platz 2 in Hamburg. 1914 gewann er in Hamburg eine Simultanpartie gegen Emanuel Lasker[1] und wurde 15. im Hauptturnier A des 19. DSB-Kongresses in Mannheim.[2]

Im Hauptturnier des 20. DSB-Kongresses in Berlin 1920 wurde er hinter Friedrich Sämisch Zweiter.[3] Im Kieler Turnier im selben Jahr war er Vierter. Im B-Turnier 1926 in Wien belegte er den geteilten 1. Platz. Ein Jahr später wurde er 6.–7. in Bremen und 10.–11. zum DSB-Kongress in Magdeburg.[4] 1928 gewann er mit 10 aus 13 nach Stichkampf gegen Rodatz (+1=2-0) die Meisterschaft von Groß-Hamburg und das Turnier in Lübeck (Quadrangular). 1930 war er in Hamburg geteilter 1.,[5] und 1932 in Hamburg 2. und 8. in der 3. Deutschen Meisterschaft 1935 in Aachen.

Zur Schacholympiade 1926 spielte er an Brett 2. Bei der Schacholympiade 1928 war sein Ergebnis +5=3-7.[6]

Nach 1945 spielte er in internationalen Fernschachturnieren. Im Finale der 2. Fernschach-Mannschafts-Weltmeisterschaft spielte er an Brett 5 der deutschen Nationalmannschaft und belegte 1955 mit ihr Platz 3. Zwei Jahre später wurde er Ehrenmitglied im Bund deutscher Fernschachfreunde.

Studienkomponist[Bearbeiten]

Schönmann publizierte zu Beginn seiner Schachlaufbahn zwei Schachstudien.

Wilhelm Schönmann
Deutsche Schachblätter, 19.9.1909
Solid white.svg a b c d e f g h Solid white.svg
8 a8 b8 c8 d8 e8 f8 g8 h8 8
7 a7 b7 c7 d7 e7 f7 g7 h7 7
6 a6 b6 c6 d6 e6 f6 g6 h6 6
5 a5 b5 c5 d5 e5 f5 g5 h5 5
4 a4 b4 c4 d4 e4 f4 g4 h4 4
3 a3 b3 c3 d3 e3 f3 g3 h3 3
2 a2 b2 c2 d2 e2 f2 g2 h2 2
1 a1 b1 c1 d1 e1 f1 g1 h1 1
a b c d e f g h
Weiß zieht und gewinnt





Lösung:

1. Lh6-d2+! Ke1xd2
2. f7-f8D a2-a1D
3. Df8-f2+ Kd2-c1
4. Df2-e1+ Kc1-b2
5. De1-d2+ Kb2-b1
6. Kc4-b3 Schwarz wird matt

Leben[Bearbeiten]

Schönmann war bis März 1955 Schuldirektor an der Lutterothschule in Hamburg-Eimsbüttel.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wilhelm Schoenmann gegen Emanuel Lasker (1914) auf chessgames.com
  2. Das unvollendete Turnier: Mannheim 1914. Abgerufen am 28. Dezember 2012.
  3. Nach 1. Weltkrieg: 1. Hauptturnier 1920 in Berlin auf TeleSchach (Kreuztabelle und Partien)
  4. Magdeburg auf xoomer.alice.it
  5. Name Index to Jeremy Gaige’s Chess Tournament Crosstables (PDF; 847 kB) auf anders.thulin.name
  6. OlimpBase : the encyclopaedia of team chess auf olimpbase.org
  7. Hamburger Abendblatt, Nr. 61, Jahrgang 13, 12. März 1960, Seite 3 (Bildunterschrift zu: Ein Triumph für die jungen Herausforderer)