Wilhelm Specht

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Mathematiker Wilhelm Specht. Zum Generalmajor siehe Wilhelm von Specht.

Wilhelm Otto Ludwig Specht (* 22. September 1907 in Rastatt; † 19. Februar 1985) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Gruppentheorie beschäftigte.

Wilhelm Specht, Erlangen 1967

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Specht ging in Berlin-Wilmersdorf zur Schule und studierte ab 1925 an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Friedrich-Wilhelms-Universität. Seit 1926 war er Mitglied des Corps Bavaria München.[1] Er promovierte 1932 bei Issai Schur und Erhard Schmidt.[2]

Als Assistent ging er 1934 an die Albertus-Universität Königsberg und 1937 Assistent an die Universität Breslau, wo er sich im selben Jahr habilitierte und dann bis Kriegsende Privatdozent war. Nach dem Krieg war er an der Universität Erlangen, ab 1948 mit vorläufiger Ernennung zum Professor und ab 1950 als o. Professor für Angewandte Mathematik (der Lehrstuhl war neu geschaffen worden). Er blieb dort bis zu seiner Emeritierung 1972.

Specht beschäftigte sich unter anderem mit der Darstellungstheorie der symmetrischen Gruppe, wo die nach ihm benannten Spechtmoduln (1935 eingeführt) eine wichtige Rolle spielen. Er schrieb 1956 ein Lehrbuch der Gruppentheorie für die Grundlehren-Reihe des Springer-Verlags.

Schriften[Bearbeiten]

  • Gruppentheorie. Grundlehren der mathematischen Wissenschaften. Springer, 1956.
  • Elementare Beweise der Primzahlsätze. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1956.
  • Algebraische Gleichungen mit reellen oder komplexen Koeffizienten. Enzyklopädie der mathematischen Wissenschaften. 1958.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 13, 1567
  2. Dissertation: Eine Verallgemeinerung der symmetrischen Gruppe

Literatur[Bearbeiten]

  • H. Heineken, G.Schmeißer: Wilhelm Specht in memoriam. In: Jahresbericht DMV. Band 92, 1990, S. 153-168
  • Renate Tobies: Biographisches Lexikon in Mathematik promovierter Personen. 2006.

Weblinks[Bearbeiten]