Wilhelm Wallbaum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wilhelm Wallbaum

Heinrich Wilhelm Wallbaum (* 4. April 1876 in Werther (Westfalen); † September 1933 in Berlin) war ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär und Politiker (CSP, DNVP).

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Wilhelm Wallbaum wurde als Heinrich Wilhelm Schlieker geboren[1] und war der Sohn von Marie Elisabeth Schlieker (1852–1930) aus Steinhagen. Seine Mutter heiratete 1878 den Heizer Heinrich Wilhelm Tönges (1852–1919) aus Essen. Wilhelm wurde von einer Familie Wallbaum[A 1] adoptiert und besuchte die Volksschule in Deppendorf bei Werther.

In seiner Jugend wurde Wallbaum vom „Posaunengeneral“ Johannes Kuhlo (1856–1941) gefördert[2] und stand unter dem Einfluss der neupietistischen Erweckungsbewegung und der christlich-sozialen Bewegung Adolf Stoeckers (1835–1909).[3] Er war bis 1898 Landarbeiter und 1898 bis 1905 Heizer im Diakonissenhaus Sarepta der Von-Bodelschwinghschen-Anstalten Bethel.[4] Wilhelm Wallbaum war verheiratet und hatte eine Tochter Martha (1901–2001).

Christlich-soziales und gewerkschaftliches Wirken im Kaiserreich[Bearbeiten]

1905 bis 1910 war Wilhelm Wallbaum evangelischer Arbeitersekretär und Parteisekretär der Christlich-Sozialen Partei (CSP). Von 1905 bis 1913 amtierte er in der Nachfolge des Metallarbeiter-Funktionärs Hild und als Vorgänger von Max Hiemisch[A 2] als Vorsitzender eines 1903 gegründeten christlichen Gewerkschaftskartells im Ravensberger Land (Bielefeld, Herford, Gütersloh, Jöllenbeck).[5] Auf dem Parteitag in Weimar wurde Wallbaum 1906 als „Metallarbeiter“ in den Hauptvorstand der CSP auf Reichsebene gewählt.[6]

In dieser Zeit war er häufig Gast bei Friedrich von Bodelschwingh d. Ä. (1831–1910), der in Bielefeld-Gadderbaum sein Nachbar war, und bei dessen Sohn Gustav von Bodelschwingh (1872–1944) in Dünne.[7] Bei D. Friedrich von Bodelschwingh d. J. (1877–1946) fanden jährlich im August Bibelwochen der Evangelischen Sekretärsvereinigung. Christlich-nationale Gewerkschaft der evangelischen Arbeitnehmerbewegung statt, der auch Wallbaum angehörte.

Bei der 3. Westdeutschen Konferenz Evangelischer Arbeitervereins-Mitglieder und evangelischer Mitglieder Christlicher Gewerkschaften in Essen am 23. Juni 1907 sprach sich Wallbaum in einem Vortrag über die „Gelben Gewerkschaften“ grundsätzlich gegen Streikbrech-Aktionen wirtschaftsliberal orientierter Gruppen nach französischem Vorbild aus. Auf dem 13. Kirchlich-Sozialen Kongreß, der vom 27.–29. April 1908 in Bielefeld stattfand, hielten Pfarrer Lic. Reinhard Mumm (1873–1932), der Adoptiv- und Schwiegersohn Adolf Stoeckers, und Wallbaum die grundlegenden Referate.[8] Auf der 18. Gesamtversammlung des Gesamtverbandes der evangelischen Arbeitervereine Deutschlands am 10.–11. Juni 1908 in Halle/S. sprachen sich der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Gustav Stresemann (1878–1929) und der Arbeitersekretär Wallbaum unter dem Thema „Arbeiter und Kolonialpolitik“ für eine aktive Kolonialpolitik aus; Wallmann legte Nachdruck auf die dabei obliegenden „sittlichen Pflichten“.[9] Entsprechend der antisemitischen Grundhaltung seiner Partei äußerte sich Wallbaum in Versammlungen auch kritisch über wirtschaftlichen Einfluss „des Judentums“.[10] Die Verwendung des Begriffes „christlich“ zur Kennzeichnung einer politisch konservativen Richtung hielt er allerdings – auch bei seiner eigenen Partei – für eine Fehlentwicklung, die er bedauerte.[7]

Mit dem sozialdemokratischen Schriftleitern der Bielefelder „VolkswachtCarl Hoffmann (1857–1917) und Carl Severing (1875–1952) lieferte sich Wallbaum in Bünde, Dünne und benachbarten Orten in vielen politischen Versammlungen heftige Auseinandersetzungen.[7][11] Der Syndikus der Mindener Handelskammer Karl August Hindenberg (1868–1942) strengte nach einer auf einer Versammlung der freigewerkschaftlichen Tabakarbeitergewerkschaft im Juni 1910 von ihm selbst gehaltenen Rede und darauf folgenden Auseinandersetzungen mit der Christlich-Sozialen Partei eine Verleumdungsklage gegen Wallbaum als deren Generalsekretär an.[12]

Ab 1910 war Wallbaum Redakteur in Halle (Westf.).

Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses[Bearbeiten]

Im Kaiserreich kandidierte Wallbaum für die Christlich-Soziale Partei 1907 (22,3 %) und 1912 (20,9 %) im Wahlkreis Minden 2 (Herford-Halle) erfolglos für den Reichstag. 1910 bis 1918 war er Mitglied des Gemeinderates in Gadderbaum. 1913 bis 1918 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Wallbaum, der dort einziger Mandatsträger der CSP war, hielt sich als Hospitant zur Fraktion der Konservativen. Seine Partei hatte sich im Reichstag der Fraktionsgemeinschaft „Wirtschaftliche Vereinigung“ angeschlossen. Wilhelm Wallbaum war der erste konservative Mandatsträger aus der Arbeiterklasse im Preußischen Abgeordnetenhaus.

Dem Vorstand des Vereins Evangelisch-soziale Schule (e.V.) gehörte Wallbaum als Stellvertretender Vorsitzender an.[13] Die Evangelisch-soziale Schule führte unter der Leitung von Pastor Samuel Jaeger (1864–1927), dem Leiter der Theologischen Schule Bethel, seit 1913 Bibel- und Sozialkurse für evangelische Arbeitersekretäre, Gemeinde- und Jugendpfleger durch, organisierte soziale Studenten-Kurse und in Zusammenarbeit mit der Berliner Stadtmission und den Von-Bodelschwinghschen-Anstalten Bethel Sozialpraktika für Studenten und bot in Minden-Ravensberg Arbeiterbildungs-Veranstaltungen, Rechtsauskunftserteilung und Rednervermittlung an.[13][14]

Um 1915 war Wallbaum als Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses Redakteur der in der Ravensberger Druck- und Verlagsanstalt in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung „Westfälisch-Lippische Volkszeitung. Der Ravensberger. Christlich-soziales Tageblatt für alle Stände“.[15] Wegen der Ermittlungen zum Vorwurf einer Zuwiderhandlung gegen das Reichspreßgesetz erwirkte der Königliche Sächsische Amtsanwalt in Plauen 1915 im Preußischen Abgeordnetenhaus die Aufhebung seiner Immunität.[16]

Auf der 2. Vertreterkonferenz christlich-nationaler Arbeiter-Organisationen Westdeutschlands am 13. Mai 1915 in Essen hielt Wallbaum einen Vortrag „Arbeiter und Krieg“.[17] 1916 bis 1918 „unterstützte“ er Georg Burckhardt (1848–1927) im Vorsitz der CSP, der damit faktisch geteilt war.

Auf dem Christlich-Sozialen Parteitag am 8. Oktober 1917 in Elberfeld forderte Wallbaum in einem Vortrag über die Neuorientierungsfragen die tatsächliche Anerkennung der Arbeiter- und Angestelltenschaft hinsichtlich ihrer Arbeitsleistung, Schaffung von Arbeitskammern, Sicherstellung des Koalitionsrechtes, seine Erweiterung auf die Landarbeiter, Schaffung eines Staatsarbeiterrechts, schärfere Progression der Vermögenssteuer, Staatsmonopole. Er warnte die Parteien der Rechten, sich der Neuordnung entgegenzustemmen; sie sollten die Führung übernehmen.[18]

Vom 28.–30. Oktober 1917 war Wallbaum neben dem katholischen Kongressvorsitzenden Adam Stegerwald (1874–1945) der evangelische zweite Vorsitzende des „Deutschen Arbeiterkongress“, der 4. Reichstagung des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften Deutschlands in Berlin.[19]

Am 2. Mai 1918 stimmten Wallbaum und der litauische Pfarrer Dr. Vilius Gaigalaitis (1870–1945) im Preußischen Abgeordnetenhaus als einzige Angehörige der konservativen Fraktion - beide Hospitanten - für ein gleiches Wahlrecht anstelle des Mehrstimmenwahlrechtes.[20] Dies entsprach einer Resolution des vierköpfigen „Politischen Parteiausschusses“ der CSP, die am 26. Februar 1918 unter Mitwirkung Wallbaums gefasst worden war.[21]

1918 trat Wallbaum als preußischer Landtagsabgeordneter in die Redaktion der Deutschen Allgemeinen Zeitung ein.[22]

Mitbegründer der DNVP und Mitglied der Weimarer Nationalversammlung[Bearbeiten]

Am 24. November 1918 beteiligte Wallbaum sich zusammen mit der ebenfalls christlich-sozial eingestellten Hauptvorsitzenden des Gewerkvereins der Heimarbeiterinnen Deutschlands Margarete Behm (1860–1929), mit Reinhard Mumm und mit dem christlich-sozialen Generalsekretär beim Gewerkverein der Bergarbeiter Franz Behrens (1872–1943) an der Gründung der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Wallbaum gehörte bis zum Juli 1919 ihrem ersten vorläufigem 32köpfigen Arbeitsausschuss und dem daraus gewählten siebenköpfigen geschäftsführenden Gesamtvorstand an.

Zusammen mit Emil Hartwig (1873–1943), Paul Rüffer (* 1873; † nach 1939), Franz Behrens, Gustav Hülser (1887–1971), Margarete Behm, dem späteren Reichsverkehrsminister Wilhelm Koch (1877–1950) und Wilhelm Lindner (1884–1956) war Wallbaum einer der Repräsentanten des im Januar 1919 gegründeten Reichsarbeiterausschuss der DNVP, der auf dem Parteitag im Oktober 1921 in München in Deutschnationaler Arbeiterbund umbenannt wurde und 1926 nach eigenen Angaben 300.000 DNVP-Mitglieder umfasste.[23] Obwohl der Reichsarbeiterausschuss bzw. Arbeiterbund eine zahlenmäßig starke Gruppe in der DNVP darstellte, blieb sein Einfluss auf die deutschnationale Politik verhältnismäßig gering.

1919 wurde Wallbaum Mitglied der verfassungsgebenden Weimarer Nationalversammlung für den Wahlkreis 17 Münster-Minden-Schaumburg-Lippe (ab 1920: Wahlkreis 19 Westfalen-Nord). Seine einzigen Redebeiträge im Plenum hielt er bei den Beratungen zum Sozialisierungsgesetz vom 13. März 1919 und zum Kohlenwirtschaftsgesetz vom 23. März 1919. Bei der Verabschiedung des Kohlenwirtschaftsgesetz schloss sich ein Teil der Deutschnationalen unter Wallbaums Führung der Regierungsvorlage an.[24] Am 29. September 1919 schied er aus der Nationalversammlung aus; seine Mandatsniederlegung stand vermutlich im Zusammenhang mit der kontroversen innerparteilichen Diskussion um die Sozialisierung.[25] Sein Nachfolger als Abgeordneter wurde Karl Sielermann (1849–1936).

Gewerkschaftliche und politische Tätigkeit in der Weimarer Republik[Bearbeiten]

Wallbaum war in den Anfangsjahren der Weimarer Republik Schriftleiter und Generalsekretär des Gesamtverbandes evangelischer Arbeitervereine Deutschlands (GEAV) in Berlin-Friedenau. In diesem Verband waren 15 Landesverbände mit ca. 100.000 Mitgliedern zusammengeschlossen. Vorsitzende des Verbandes waren in dieser Zeit Pfarrer D. Ludwig Weber (1846–1922) und ab 1922 gemeinsam Pfarrer Alfred Werbeck (1885–1956)[A 3] und Wilhelm Koch. Organ des Verbandes war die in Hattingen erscheinende Zeitschrift Evangelischer Arbeiterbote. Als Generalsekretär wurde Wallbaum zum 1. Januar 1925 von Lic. theol. Alfred Grunz (* 1895; † nach 1937)[A 4] und Ernst Rudolph (1893–1974)[A 5] abgelöst. Gleichzeitig wurde ein neues Generalsekretariat in Berlin eröffnet. Der GEAV wurde 1933 aufgelöst bzw. gleichgeschaltet.

Der spätere Reichskanzler Heinrich Brüning (1885–1970) von der Zentrumspartei hielt bei der Installierung von Adam Stegerwald als preußischem Ministerpräsidenten 1921 eine „dauernde Verbindung“ zu den Gewerkschaftlern Wallbaum und Otto Rippel (1878–1957), um in der DNVP Verständnis dafür zu gewinnen, dass Stegerwald momentan kein Rechtskabinett bilden könne, sondern nur ein Kabinett mit gemäßigten Politikern.[26]

Wallbaum war in den 1920er Jahren auch Vorstandsmitglied des Zentralverbandes der Land-, Forst- und Weinbergarbeiter Deutschlands, der Freien Christlich-Sozialen Konferenz (ab 1918 Kirchlich-Sozialer Bund) und des Deutschen Evangelischen Volksbundes für Öffentliche Mission des Christentums.

Ab etwa 1925 bis 1931 war Wallbaum als Nachfolger von Dr. Heinrich Gerlich Hauptgeschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender des 1919 gegründeten Reichsverbands Deutscher Guts- und Forstbeamten (RDGF). Dieser Verband hatte etwa 20.000 Mitglieder, gab die Deutsche Gutsbeamtenzeitschrift heraus und war dem Gesamtverband deutscher Angestelltengewerkschaften und damit dem christlich-nationalen Deutschen Gewerkschaftsbund angeschlossen. Auf der Mitgliederversammlung des Verbandes 1930 in Bautzen referierte Wallmann über „Die wirtschafts- und sozialpolitische Arbeit des Reichsverbandes deutscher Guts- und Forstbeamten nach dem Kriege und seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Privatforstbeamtenschaft“.[27] Sein Nachfolger als Hauptgeschäftsführer wurde Dr. Florian Lorz.[A 6]

Nach dem Ausscheiden aus der Geschäftsführung des Reichsverbands Deutscher Guts- und Forstbeamten gründete Wallbaum den Wirtschafts- und Siedlungsverlag.

Quellen[Bearbeiten]

  • Wallbaum, Wilhelm, geb. 4.4.1876 (Deutschnationaler Reichstagsabgeordneter, Redakteur der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“, Schriftsteller), 1914-1930; Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde (Reichslandbund - Pressearchiv, Personalia, R 8034-III/482)

Werke[Bearbeiten]

  • Wilhelm Wallbaum / Hermann Rafflenbeul[A 7], Gelbe Gewerkschaften und Vaterländische Arbeitervereine. Zwei Vorträge gehalten auf der III. Westdeutschen Konferenz Evangelischer Arbeitervereins-Mitglieder und evangelischer Mitglieder christlicher Gewerkschaften in Essen-Ruhr, mit einem Vorwort von Franz Behrens und einem Nachwort von Wilhelm Gutsche[A 8]. Verlag „Die Arbeit“, Bochum 1907
  • Wilhelm Wallbaum: Arbeiter und Krieg. In: Wie halten wir durch im zweiten Kriegsjahr? Verhandlungen einer Vertreterkonferenz christlich-nationaler Arbeiter-Organisationen Westdeutschlands. Christlicher Gewerkschaftsverlag, Köln 1915, S. 8–19 (Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin im Projekt Europeana 1914-1918 der University of Oxford)
  • Wilhelm Wallbaum, Warum müssen wir durchhalten? Ein Wort an die deutsche Arbeiterschaft. Otto Rippel, Hagen i. W. 1917 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Alfred Hugenberg / Wilhelm Wallbaum, Sozialisierung. Reden der Abgeordneten Dr. Hugenberg und Wallbaum in der Deutschen Nationalversammlung in Weimar am 8. März 1919 (Deutschnationale Parlamentsreden 1). Deutschnationale Schriftenvertriebsstelle, Berlin 1919
  • Wilhelm Wallbaum: Vorwort. In: Georg Eber:[A 9] Die Krisis in der deutschen Landwirtschaft, ihre Ursachen und Auswirkungen. Vortrag in der Arbeiternehmervertretung bei der Bayerischen Landesbauernkammer in München am 18. Dezember 1928, hrsg. vom Reichsverband deutscher Guts- und Forstbeamten. Klinkicht, Meißen 1929
  • Wilhelm Wallbaum: Zur Überfüllung und Existenzunsicherheit des Gutsbeamtenstandes.[28] In: Deutsche Gutsbeamtenzeitung. Organ des Reichsverbandes Deutscher Guts- und Forstbeamten 28 (13. April 1930), S. 3f

Verleger[Bearbeiten]

  • Karl Josef Erbs[A 10] / Franz Josef Fischer[A 11] / Max Reichstein[A 12]: Der Selbsthilfesiedler. Bau, Garten, Kleintierzucht. Wilhelm Wallbaum Wirtschafts- und Siedlungsverlag, Berlin 1932[29]
  • Franz Josef Fischer / Max Reichstein. Das ABC für Gartenbau und Kleintierzucht. Praktischer Ratgeber. Wallbaum Wirtschafts- und Siedlungsverlag, Berlin 1932

Literatur[Bearbeiten]

  • Bureau des Reichstags (Hrsg.): Handbuch der verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung. Carl Heymanns, Berlin 1919, S. 282
  • Bernhard Mann (Hrsg.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867-1918 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 3). Droste, Düsseldorf 1988, S. 401
  • Birgit Siekmann: Der Deutsche Evangelische Volksbund für Öffentliche Mission des Christentums. In: Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes 56 (2007), S. 171–192

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. In Werther liegt ein so genanntes „Walbaum'sche Haus“ von 1621 am Venghaussplatz. Als Eltern in Frage kommen vor allem die in dem Deppendorf benachbarten Dornberg belegten Walbaum.
  2. Handlungsgehilfe, Gewerkschaftssekretär, 1925 Gründungsmitglied der NSDAP-Ortsgruppe in Bielefeld; Chefredakteur der Parteizeitung „Bielefelder Beobachter. Kampfblatt für nationalsozialistische Politik“.
  3. Pfarrer in Wuppertal-Elberfeld, ab 1945 Superintendent in Berlin.
  4. Aus Berlin, Studium in Berlin und Münster, 1919 bis 1921 wirtschaftspolitischer Syndikus bei der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und Staatsbedienster, 1921 bis 1923 Dozent an der Evangelisch-sozialen Schule e. V. in Bethel, 1923 bis 1924 Bezirksleiter des Reichsverbandes der Behördenangestellten und Beamten in Breslau, später Pfarrer in Greiz, zahlreiche Veröffentlichungen.
  5. Aus Wuppertal-Elberfeld; vgl. Klaus Goebel: Erinnerungen an die Gleichschaltung der Evangelischen Arbeitervereine. In: Monatshefte für die Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlands 42 (1993), S. 364-369.
  6. 1961 Vorsitzender des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten e.V.
  7. Aus Bochum, Arbeitersekretär des Evangelischen Arbeitervereins Westdeutschlands, Redakteur der in Barmen erschienenen Wochenschrift „Die Arbeit“.
  8. Wilhelm Gutsche (1879–1930), Vorsitzender der christlich-nationalen Gewerkschaft deutscher Eisenbahn- und Staatsarbeiter (sog. Elberfelder Verband“; 1926 fusioniert mit dem Deutschen Beamtenbund), 1926 dessen stellvertretender Vorsitzender, später Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner e. V., organisierte während der französischen Ruhrbesetzung 1923 im Einvernehmen mit der Reichsbahnverwaltung Sabotageaktionen.
  9. Vorsitzender des Reichsverbandes Deutscher Guts- und Forstbeamten, Bezirksverband Bayern.
  10. Karl Josef Erbs (1885–1970) Stadtbaurat in Brandenburg, später Prof. Dr.-Ing. an der TU Berlin.
  11. Obstbauminspektor in Werder.
  12. Kleintierzüchter in Brandenburg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Evangelisches Kirchenbuch Werther; FamilySearch (abgerufen am 23. April 2013).
  2. Vgl. Wilhelm Ehmann: Voce et tuba. Bärenreiter, Kassel 1976, S. 493 und 532.
  3. Vgl. Helmut Busch: Die Stoeckerbewegung im Siegerland. Ein Beitrag zur Geschichte der Christlich-sozialen Partei (diss. phil. Marburg 1964). Forschungsstelle Siegerland, Siegen 1968, S. 99-101, 204f und 220.
  4. Vgl. Erich von Tschischwitz (Hrsg): General von der Marwitz. Weltkriegsbriefe. Steiniger, Berlin 1940, S. 244, mit einer persönlichen Charakterisierung von Wallbaum.
  5. Vgl. Karl Ditt: Industrialisierung, Arbeiterschaft und Arbeiterbewegung in Bielefeld 1850-1914 (Untersuchungen zur Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte 4). Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte, Dortmund 1982, S. S. 236.
  6. Vgl. Wahlaufruf Christlich-soziale Partei vom 19. Dezember 1906 zur Reichstagswahl 1907. In: Arthur Blaustein, Hermann Hillger (Hrsg.): Hillgers Wegweiser für die Reichstagswahl. Hermann Hillger, Berlin /Leipzig 1907, S. 114f; Soziale Praxis. Zentralblatt für Sozialpolitik 16,2 (1906/07), Sp. 40f.
  7. a b c Vgl. einen Auszug aus der unveröffentlichten Autobiographie Gustav von Bodelschwinghs bei Wolfgang Belitz: Gustav von Bodelschwingh - Der "Lehmbaupastor" von Dünne. LIT Verlag, Münster 2007, S. 23 (Google-Books), mit einer differenzierten Darstellung von Wallbaums politischer Einstellung.
  8. Vgl. Karl Heinz Schürmann: Zur Vorgeschichte der christlichen Gewerkschaften (diss. rer. pol. Köln 1957). Herder, Freiburg im Breisgau 1958, S. 137.
  9. Vgl. III. Vierteljahrs-Chronik. Arbeiterfrage. In: Der Arbeiterfreund. Zeitschrift für die Arbeiterfrage. Zeitschrift des Central-Vereins für das Wohl der arbeitenden Klassen 46 (1908), S. 242–250, bes. S. 246f; Soziale Praxis. Zentralblatt für Sozialpolitik 17,38 (1907/08), Sp. 1007f.
  10. Vgl. Jürgen Hartmann: Völkische Bewegung und Nationalsozialismus in Lippe bis 1925. Ein Beitrag zur Entstehung und Frühzeit der NSDAP. In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 60 (1991), S. 149-198, bes. S. 155f, zu einer Veranstaltung mit Wallbaum im Jahr 1911.
  11. Vgl. Carl Severing: Mein Lebensweg, Bd. II. Greven, Köln 1950, S. 174.
  12. Vgl. Karl August Hindenberg: Ein Abschnitt aus dem Tabaksteuerkampf, Berlin 1910; Winfried Reininghaus: Karl August Hindenberg. In: Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Bd. XV. Aschendorff, Münster 1994, S. 114-128, bes. 124f.
  13. a b Vgl. Emil Hartwig: Die Evangelisch-soziale Schule (e.V.). Ihre Tätigkeit vor und während des Krieges 1914–15–1916. Geschäftsstelle der Evangelisch-sozialen Schule (e.V.), Bielefeld o.J. [1917], S. 15 (Digitalisat der Staatsbibliothek Berlin).
  14. Vgl. Christian Homrichhausen: Die Evangelisch-Soziale Schule: Bethel (1912-1921), Evangelisches Johannesstift Berlin (1921-1933/45), Evangelische Sozialakademie Friedewald (nach 1945). (Archivbericht Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg 9). Konsistorium der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Berlin 1998.
  15. Vgl. Sperlings Zeitschriften- und Zeitungs-Adressbuch, Bd. XLIX. Börsenverein des Deutschen Buchhandels / Sperling, Leipzig / Stuttgart 1915, S. 376.
  16. Vgl. Verhandlungen des Hauses der Abgeordneten / Sammlung sämmtlicher Drucksachen des Hauses der Abgeordneten 1914/15,8 = 22. Legislaturperiode, 2. Session, 1914/15. s. n., Berlin 1915, S. 4692.
  17. Vgl. Waldemar Zimmermann: Der Krieg und die deutsche Arbeiterschaft. Bekenntnisse und Betrachtungen aus der organisierten Arbeiterwelt. (Schriften der Gesellschaft für soziale Reform 54). Gustav Fischer, Jena 1915, S. 203.
  18. Vgl. Soziale Praxis und Archiv für Volkswohlfahrt 27,4 (1918/19), Sp. 65f; Wilhelm Stahl (Hrsg.): Schulthess' Europäischer Geschichtskalender, Neue Folge 33/1 (= 58/1) (1917). C. H. Beck, München 1920, S. 866.
  19. Vgl. Bernhard Forster: Adam Stegerwald (1874-1945). Christlich-nationaler Gewerkschafter, Zentrumspolitiker, Mitbegründer der Unionsparteien. Droste, Düsseldorf 2003, S. 176ff.
  20. Vgl. Wilhelm Stahl (Hrsg.): Schulthess' Europäischer Geschichtskalender, Neue Folge 34/1 (= 59/1) (1918). C. H. Beck, München 1922, S. 167.
  21. Vgl. H. Busch: Stoeckerbewegung (a. a. O.), S. 220.
  22. Vgl. Pressewarte des Auswärtigen Amts: Pressebericht. Verlag Presse-Bericht, Berlin 1918, S. 1222.
  23. Vgl. Manfred Dörr: Die Deutschnationale Volkspartei 1925 bis 1928. (diss. phil. Marburg). Marburg 1964, S. 114 Anm. 53.
  24. Vgl. Wilhelm Ziegler: Die Deutsche Nationalversammlung 1919/1920 und ihr Verfassungswerk. Zentralverlag, Berlin 1932, S. 60.
  25. Vgl. Amrei Stupperich: Volksgemeinschaft oder Arbeitersolidarität: Studien zur Arbeitnehmerpolitik in der Deutschnationalen Volkspartei (1918-1933) (Göttinger Bausteine zur Geschichtswissenschaft 51). Muster-Schmidt Verlag, Göttingen / Zürich 1982, S. 26 Anm. 12.
  26. Heinrich Brüning: Memoiren 1918–1934. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1970, S. 75.
  27. Vgl. Deutsche Forst-Zeitung 45 (1930), S. 775, 833, 1071f und 1098.
  28. Bericht des RDGF-Geschäftsführers Wallbaum auf einer schlesischen Gutsbeamtentagung am 30. März 1930.
  29. Neuauflage in der „Bücherei des Arbeitsdienstes“ (Nr. 4). Otto Stollberg, Berlin o. J. [um 1933]. Der Verleger Otto Karl Stolberg (* 1883) war zur selben Zeit wie Wallbaum im Verlag der Deutschen Allgemeine Zeitung tätig gewesen.

Weblinks[Bearbeiten]