Wilhelm Weber (Gera)

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Wilhelm Weber (* 25. Februar 1832 in Berlin; † 18. Oktober 1899 ebenda) war Jurist, Politiker (DFP, später NLP), 1865 bis 1872 Oberbürgermeister der Stadt Gera und 1866 bis 1871 Mitglied des Landtags des Fürstentums Reuß jüngere Linie.

[Bearbeiten] Leben

Weber besuchte in Berlin die städtische Gewerbeschule, studierte danach an der juristischen Fakultät der Berliner Universität und erhielt später eine Anstellung am königlich-preußischen Stadtgericht in Berlin.

Da ihm aufgrund seines Engagements für die Deutsche Fortschrittspartei eine Beförderung in Preußen verwehrt blieb, bewarb er sich auf die ausgeschriebene Stelle des Oberbürgermeisteramtes in Gera und wurde am 15. September 1865 für 6 Jahre gewählt. Er reformierte die Stadtverwaltung grundlegend und schuf damit die Grundlage für die äußerst positive Entwicklung der Stadt. 1869 war er Mitbegründer des Thüringischen Städtebundes und 1870 des Vereins zur Hebung und Vertretung des Gewerbestandes. Wilhelm Weber wurde 1871 wieder zum Oberbürgermeister gewählt, legte jedoch 1872 sein Amt nieder um eine Anstellung als Syndikus am Berliner Bankhaus Bleichröder wahrzunehmen. Dies war der Beginn eines steilen beruflichen Aufstieges. Er starb als Millionär in Berlin-Steglitz.

[Bearbeiten] Literatur

  • Günter Domkowsky: Oberbürgermeister der Stadt Gera, Verlag Dr. Frank GmbH, Gera 2007, ISBN 978-3-934805-31-6
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