Wilhelmine Ernestine von Dänemark

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Wilhelmine Ernestine von Dänemark, spätere Kurfürstin von der Pfalz, Gemälde von Johann Georg Wagner

Wilhelmine Ernestine von Dänemark (* 20. Juni 1650 in Kopenhagen; † 23. April 1706 auf Schloss Lichtenburg bei Prettin) war eine dänische Prinzessin aus dem Haus Oldenburg und durch Heirat Kurfürstin von der Pfalz.

Sie war die dritte Tochter des Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen und dessen Gemahlin Sophie Amalie, Tochter des Herzogs Georg von Braunschweig-Lüneburg-Calenberg.

Sie verlobte sich am 23. April 1670 in Kopenhagen mit dem Kurprinzen Karl von der Pfalz und heiratete ihn am 20. September 1671 zu Heidelberg.

Das Paar war sich von Anfang an nicht zugeneigt und die Ehe blieb kinderlos – Bemühungen des Kurfürsten Karl Ludwig, Karls Vater, die Ehe 1677 annullieren zu lassen, scheiterten am Widerstand der Kurfürstin Charlotte.

Karl folgte am 28. August 1680 seinem Vater als Kurfürst Karl II. auf dem Thron, starb jedoch nach nichteinmal fünf Jahren Regentschaft und ließ Wilhelmine Ernestine als Witwe zurück. Wegen fehlender Erben starb die Linie Simmern aus und die Kurpfalz fiel an die katholischen Neuburger.

Wilhelmine Ernestine zog daraufhin zu ihrer Schwester, der sächsischen Kurfürstenwitwe Anna Sophie auf deren Witwensitz nach Prettin, wo sie noch weitere 20 Jahre lebte und später in der von Balthasar Permoser geschaffenen Schwesterngruft auf Schloss Lichtenburg bestattet wurde – ihre Schwester wurde fünf Jahre später neben ihr beigesetzt. Das Grabmal wurde 1811 in die Fürstenkapelle des Freiberger Doms umgesetzt.

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