Wilhelmine von Baden

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Wilhelmine von Baden, Großherzogin von Hessen

Wilhelmine Luise von Baden (* 10. September 1788 in Karlsruhe; † 27. Januar 1836 auf der Rosenhöhe) war Tochter des Erbprinzen Karl Ludwig von Baden und seiner Frau Amalie von Hessen-Darmstadt sowie Großherzogin von Hessen und bei Rhein.

Leben[Bearbeiten]

Wilhelmine heiratete 1804 in Karlsruhe Ludwig von Hessen-Darmstadt. Sie war die jüngste Schwester der Kaiserin von Russland, der Königin von Schweden, der Königin Karoline von Bayern und des Großherzogs von Baden. Aufgrund von Ludwigs Affären entfernte sich das Paar bald voneinander, nachdem Wilhelmine zwei Kinder geboren hatte.

1820 erwarb sie das Gut Heiligenberg, wo sie mit ihrem Kämmerer August Freiherr von Senarclens de Grancy lebte und diesem weitere Kinder gebar, die Ludwig II. als seine eigenen anerkannte. Zarewitsch Alexander, auf Brautschau in Deutschland, verliebte sich in die 14-jährige Tochter Marie und heiratete sie 1841, des Makels ihrer Geburt durchaus bewusst. Wilhelmine allerdings war schon fünf Jahre zuvor gestorben.

Nachkommen[Bearbeiten]

  • Ludwig III. (1806–1877), Großherzog von Hessen und bei Rhein
  • Karl (1809–1877)

mit August von Senarclens de Grancy:

Literatur[Bearbeiten]

  • Egon Caesar Conte Corti: Unter Zaren und gekrönten Frauen. Schicksal und Tragik europäischer Kaiserreiche an Hand von Briefen, Tagebüchern und Geheimdokumenten der Zarin Marie von Rußland und des Prinzen Alexander von Hessen. Verlag Pustet, 1949.