Will & Grace

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Seriendaten
Deutscher Titel Will & Grace
Originaltitel Will & Grace
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1998–2006
Länge 23 Minuten
Episoden 194 in 8 Staffeln
Genre Sitcom
Produktion David Kohan
James Burrows
Max Mutchnick
Idee David Kohan
Max Mutchnick
Musik Jonathan Wolff
Paul Buckley
Erstausstrahlung 21. September 1998 (USA) auf NBC
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
1. September 2001 auf ProSieben
Besetzung
Synchronisation
Episodenliste

Will & Grace ist eine US-amerikanische Sitcom, die von 1998 bis 2006 in acht Staffeln vom Fernsehsender NBC produziert wurde. Im deutschsprachigen Raum wurden die Staffeln eins bis sieben von September 2001 bis 2005 auf ProSieben erstausgestrahlt, die achte Staffel erst ab Oktober 2008 auf Sat.1.

Handlung[Bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Studenten Will Truman und Grace Adler lernen sich während ihres ersten Semesters an der Columbia University in New York City kennen und werden nur wenig später ein Paar. Obwohl Will von ihrem gemeinsamen Bekannten Jack McFarland dazu gedrängt wird, sich zu seiner verdrängten Homosexualität zu bekennen und sich endlich zu outen, verlobt das Paar sich wenig später. Dies bringt fatale Folgen mit sich: Noch während der Verlobungsfeier offenbart Will Grace, dass er homosexuell ist. Diese wirft ihn daraufhin aus dem Haus und beendet jeglichen Kontakt zu ihm. Erst als Grace und Will sich im Jahr darauf zufällig im Supermarkt begegnen, versöhnen sich beide wieder und beschließen, Freunde zu bleiben.

Haupthandlung[Bearbeiten]

Zu Beginn der Serie beschließt Grace, die mittlerweile als Innenarchitektin arbeitet und nach der geplatzten Hochzeit mit ihrem Freund Danny auf Suche nach einer neuen Unterkunft ist, zu Will in dessen Apartment auf der Upper West Side zu ziehen. Trotz diverser Meinungsverschiedenheiten lernen die beiden, sich auch auf kleinstem Raum zu arrangieren und miteinander auszukommen.

Häufige Besucher im Haushalt der beiden sind sowohl Jack, der mittlerweile als Schauspieler arbeitet und später die Wohnung gegenüber bezieht, als auch Grace’ Assistentin, die alkohol- und tablettenabhängige Millionärsgattin Karen Walker.

Figuren[Bearbeiten]

Will Truman

ist ein schwuler Rechtsanwalt mit Putzfimmel und ein Kontrollfreak. Er steht zwar zu seiner Homosexualität, zeigt diese aber nicht so offen wie Jack und agiert daher eher als straight actor. Oft ist ihm Jacks Flamboyance peinlich.

Grace Adler

ist Innenarchitektin und betreibt ein Büro im Puck Building namens "Grace Adler Designs". Sie isst gerne und interessiert sich sehr für Mode. Oft kann sie sehr neurotisch und egoistisch sein.

Jack McFarland

ist Wills bester Freund und derjenige, der ihn einst dazu brachte, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen. Er erfüllt so ziemlich jedes Klischee vom tuntigen Schwulen und verhält sich meist laut und überdreht. Er arbeitet nicht regelmäßig und hält sich selbst für einen begabten Sänger, Tänzer und Schauspieler.

Karen Walker

ist Alkoholikerin, wirft gern mal eine „Glückspille“ von ihrem Apotheker ein und ist eine ansonsten sorgenfreie Ehefrau des Millionärs Stan Walker. Sie „arbeitet“ in Grace' Büro, erscheint aber unregelmäßig und tut dann auch nichts, außer sich über Grace' Geschmack, ihre Haare oder die Beziehung zu ihrem „Ehemann“ Will lustig zu machen. Grace beschäftigt sie nur wegen ihrer sozialen Kontakte zur High Society. Da auch sie sehr oberflächlich ist, versteht sie sich sehr gut mit Jack.

Rosario Salazar

ist Karens Hausmädchen. Sie stammt aus El Salvador und heiratet kurzzeitig Jack für ihre Greencard. Für Karen ist sie sehr wichtig, da sie ihr Paroli bietet und sich von ihr nichts sagen lässt.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Axel Malzacher durch die Synchronfirmen Taurus Media Synchron GmbH in Berlin und Arena Synchron GmbH in Berlin.[1]

Hauptbesetzung[Bearbeiten]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher[1] Staffel
Will Truman Eric McCormack Florian Halm 1−8
Grace Adler Debra Messing Christine Stichler 1−8
Jack McFarland Sean Hayes Axel Malzacher 1−8
Karen Walker Megan Mullally Inez Günther 1−8
Rosario Salazar Shelley Morrison Ilona Grandke 2−8

Gastdarsteller[Bearbeiten]

In fiktiven Rollen

Als sie selbst

Episodenliste[Bearbeiten]

Hauptartikel: Will & Grace/Episodenliste

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Laufe der acht Produktionsjahre wurde die Sitcom, ihre Darsteller, Gastdarsteller und die Crew für insgesamt über 230 Preise nominiert, darunter für 83 Emmys und 27 Golden Globes. Sowohl Eric McCormack, Debra Messing und Sean Hayes wurden mit je einem Emmy prämiert; Megan Mullally erhielt 2006 ihren zweiten Emmy für ihre Darstellung der Karen. Will & Grace gilt seitdem neben All in the Family und den Golden Girls als eine von nur drei Sitcoms, deren Hauptcharaktere allesamt mit einem Emmy ausgezeichnet wurden.

Hayes und Mullally halten mit je drei Screen Actors Guild Awards zudem den Rekord für die meist prämierten Schauspieler in den Kategorien Bester männlicher Fernsehdarsteller bzw. Beste weibliche Fernsehdarstellerin. Trotz mehr als zwei Dutzend Nominierungen konnte die Serie zwischen 2000 und 2006 keinen einzigen Golden Globe gewinnen.

Gewonnen[Bearbeiten]

Rose d’Or[Bearbeiten]

  • Bronze Rose – Sitcom / USA (2000)

Emmy Awards[Bearbeiten]

  • Beste Comedyserie (2000)
  • Bester Nebendarsteller in einer Comedyserie – Sean Hayes (2000)
  • Beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie – Megan Mullally (2000, 2006)
  • Bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie - Eric McCormack (2001)
  • Beste Regie in einer Multi-Kamera-Serie - Glenda Rovello (2001, 2002, 2003)
  • Beste Kinematographie in einer Multi-Kamera-Serie - Tony Askins (2001, 2002, 2003, 2005)
  • Beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie - Debra Messing (2003)
  • Bester Gastdarsteller in einer Comedyserie – Gene Wilder (2003)
  • Bester Gastdarsteller in einer Comedyserie – Bobby Cannavale (2005)
  • Bester Gastdarsteller in einer Comedyserie – Leslie Jordan (2006)

Trivia[Bearbeiten]

  • Nicollette Sheridan und Alexis Arquette gehörten zu den Anwärtern auf die Rolle von Grace.
  • Megan Mullally war zeitgleich die Rolle der Carrie in King of Queens angeboten worden, schlug das Angebot jedoch zu Gunsten von Will & Grace aus.
  • Stan, Karens Ehemann, war niemals „leibhaftig“ in der Serie zu sehen.
  • Die ursprünglich geplante Rolle von Higgins, Wills Freund, wurde kurz vor Ausstrahlung der ersten Folge aus den Drehbüchern gestrichen.
  • Die Serie spielt zwar in New York City, wurde jedoch ganz überwiegend in einem Studio in Hollywood gedreht. Neben einzelnen wiederkehrenden establishing shots (z.B. des Apartmenthauses am Riverside Drive, in dem Will wohnt, oder des Puck Building, wo Grace arbeitet) wurden nur in wenigen Episoden Außenaufnahmen in New York City gedreht (etwa in der Folge Acting Out aus der zweiten Staffel).
  • In Staffel 8 wurden 2 Episoden (unter anderem die erste Folge) nicht nur wie üblich live vor Publikum gedreht, sondern sogar live gesendet. Da die USA sich über mehrere Zeitzonen erstrecken, wurden diese Live-Folgen zweimal im Abstand von drei Stunden aufgeführt; auf der entsprechenden DVD findet sich die "East Coast version", welche die Ostküstenaufführung darstellt.
  • 2002/2003 war Debra Messing mit ihrem Sohn schwanger, was in der Serie aber nicht erwähnt wird, sondern mit weiter Kleidung und Witzen über Esssucht kaschiert.
  • Sean Hayes, der den homosexuellen Jack spielt, ist auch im echten Leben homosexuell.[2]

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Die erste Staffel in der deutschen Fassung erschien am 28. September 2006.
  • Die zweite Staffel in der deutschen Fassung erschien nach sieben Monaten Wartezeit am 26. April 2007.
  • Die dritte Staffel in der deutschen Fassung erschien am 27. September 2007
  • Die weiteren Staffeln sind in Deutschland noch nicht erschienen.
  • Vollständig auf DVD erschienen ist die Serie u.a. in den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und den Niederlanden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Will & Grace in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 21. Juni 2014.
  2. Norbert Blech: "Will & Grace"-Star outet sich. queer.de. 9. März 2010. Abgerufen am 16. Juli 2012.