Will Rogers junior

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

William Vann „Will“ Rogers Jr. (* 20. Oktober 1911 in New York City; † 9. Juli 1993 in Tubac, Arizona) war ein US-amerikanischer Politiker. In den Jahren 1943 und 1944 vertrat er den Bundesstaat Kalifornien im US-Repräsentantenhaus.

Werdegang[Bearbeiten]

Will Rogers war der Sohn des Humoristen Will Rogers (1879–1935). Er wuchs in Beverly Hills auf, wo er die öffentlichen Schulen besuchte. Danach studierte er bis 1935 an der Stanford University. Zwischen 1935 und 1953 war er Eigentümer und Herausgeber der Zeitung „Beverly Hills Citizen“. Von 1935 bis 1940 absolvierte er einen Offiziersanwärterkurs, ohne jedoch in den aktiven Militärdienst einzutreten. Das änderte sich nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg. Zwischen Juni und Dezember 1942 diente er in der Feldartillerie der US Army, in der er den Rang eines Leutnants bekleidete.

Politisch war Rogers Mitglied der Demokratischen Partei. Bei den Kongresswahlen des Jahres 1942 wurde er im 16. Wahlbezirk von Kalifornien in das US-Repräsentantenhaus in Washington D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 1943 die Nachfolge von Leland M. Ford antrat. Rogers übte dieses Mandat aber nur bis zu seinem Rücktritt am 23. Mai 1944 aus. Danach kehrte er in die Armee zurück, in der er bis März 1946 verblieb. 1946 kandidierte Rogers erfolglos für den US-Senat. In den Jahren 1948, 1952 und 1956 war er Delegierter zu den jeweiligen Democratic National Conventions.

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte er mit eher bescheidenem Erfolg in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Er trat in Radio- und Fernsehsendungen auf und betätigte sich als Autor. Von 1958 bis 1960 war er Mitglied und danach zwischen 1960 und 1962 Vorsitzender der California State Park Commission. Von 1967 bis 1969 arbeitete er für die Indianerkommission. Will Rogers verbrachte seinen Lebensabend auf seiner inzwischen erworbenen Ranch in Arizona. Nach mehreren Schlaganfällen, Herzproblemen und einer Hüftoperation verschlechterte sich sein Gesundheitszustand immer mehr. Schließlich beging er am 9. Juli 1993 Selbstmord.

Weblinks[Bearbeiten]