Willard Warner

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Willard Warner

Willard Warner (* 4. September 1826 in Granville, Licking County, Ohio; † 23. November 1906 in Chattanooga, Tennessee) war Brigadegeneral während des Bürgerkrieges in den Vereinigten Staaten sowie republikanischer US-Senator für den Bundesstaat Alabama.

Leben[Bearbeiten]

Willard Warner, Absolvent des Marietta College in Marietta, Ohio, arbeitete zunächst in der Wirtschaft und war Begründer einer Maschinenfirma in Newark. Im Dezember 1861 zog er als Freiwilliger in den Bürgerkrieg und war zunächst Major im 76. Ohio Infanterieregiment. Er war Teilnehmer zahlreicher im Westen der USA ausgetragenen Schlachten, darunter der Schlacht bei Fort Donelson, dem Sieg bei Corinth und der Schlacht um Vicksburg. Im Jahr 1863 wurde Warner zum stellvertretenden Kommandeur seines Regiments ernannt und zum Oberstleutnant befördert, das von Vicksburg nach Chattanooga versetzt wurde. Als Generalinspekteur im Stab von General William T. Sherman kämpfte Warner im Atlanta-Feldzug und wurde im Oktober 1864 Kommandeur des 108. Ohio Infanterie Regiments. Wenige Wochen später, im Herbst 1864, folgte die Beförderung zum Brigadegeneral, und im Frühjahr 1865 erhielt Warner den Brevet-Rang eines Generalmajors. Im Juli 1865 musterte Warner schließlich ab. Er begann sich politisch zu engagieren und gehörte für zwei Sitzungsperioden dem Senat von Ohio an.

Politik[Bearbeiten]

Im Jahr 1867 zog Warner ins südliche Alabama und plante kurze Zeit sogar, sich als Pflanzer ins Privatleben zurückzuziehen. Trotzdem holte ihn das politische Leben rasch ein. Zunächst wurde er Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Alabama. Dann zog Warner am 13. Juli 1868 als Senator class 2 von Alabama in den Kongress ein. Seine Amtszeit ging bis zum 3. März 1871, eine Wiederwahl blieb erfolglos. Er sollte bis 1997 der letzte Republikaner in dieser Position sein. Warner war ein Mann, der zahlreiche wirtschaftliche Kontakte, zunächst in Alabama und später in Tennessee, pflegte.

Er arbeitete zwischen 1871 und 1872 in der Zollbehörde von Mobile und sagte ab, als ihm der Posten des Gouverneurs im New-Mexico-Territorium angeboten wurde. Ebenso verneinte er das Angebot, US-Botschafter in Argentinien zu werden. Zuletzt fungierte Warner als Präsident einer stahlverarbeitenden Firma in Nashville. Sein letztes politisches Mandat übte er von 1897 bis 1898 als Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Tennessee aus.

Er starb im 79. Lebensjahr in Chattanooga und liegt in Newark begraben.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Willard Warner im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)