Willerwald

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Willerwald
Wappen von Willerwald
Willerwald (Frankreich)
Willerwald
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Sarreguemines
Kanton Sarralbe
Koordinaten 49° 2′ N, 7° 2′ O49.0272222222227.035240Koordinaten: 49° 2′ N, 7° 2′ O
Höhe 206–265 m
Fläche 6,31 km²
Einwohner 1.521 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 241 Einw./km²
Postleitzahl 57430
INSEE-Code

Rue Principale in Willerwald, im Hintergrund die Kirche St. Nicolas

Willerwald ist eine französische Gemeinde mit 1521 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Willerwald im Nordosten Lothringens liegt etwa 30 Höhenmeter oberhalb des Saartales, zwischen den Städten Sarralbe und Sarreguemines. Das 6,3 km² große Gemeindegebiet an der Grenze zum Elsass wird vom Hoppbach, vom Waldscheingraben und vom Dorrenbach entwässert. Willerwald ist von drei größeren Waldgebieten umgeben (Forêt de Sarralbe, Forêt de Hambach und Forêt de Sarreguemines), die Gemeinde hat daran aber keinen Anteil. Durch den Süden des Gemeindegebietes führt der Saarkanal (Canal des houillères de la Sarre), die stark mäandrierende Saar bildet die südliche Gemeindegrenze.

Nachbargemeinden von Willerwald sind Hambach im Norden, Herbitzheim (Elsass) im Osten sowie Sarralbe im Süden und Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Wilre erscheint der Ort erstmals 1240 in einer Urkunde. Er war im Besitz der Herren von Sarralbe, zeitweise auch den Bischöfen von Metz unterstellt. Nachdem die Siedlung im 16. Jahrhundert wüst fiel, wurde sie 1618 unter heutigem Namen als typisches Straßendorf neu gegründet. Aus der Gründungszeit sind keine Gebäude mehr erhalten. Anstelle der 1911 in neogotischem Stil und mit einem 60 Meter hohen Turm erbauten und 1940 zerstörten Kirche steht heute die Kirche Saint-Nicolas, die 1955 errichtet wurde. An den ehemaligen Bahnhof Willerwalds an der Strecke Sarralbe-Hambach, die heute noch dem Güterverkehr dient, erinnert der Straßenname Rue de la Gare.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
933 934 988 1132 1173 1225 1432

Willerwald konnte seit den 1960er Jahren durch die Nähe zu großen Industrieparks ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum verzeichnen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Saint-Nicolas aus dem Jahr 1955
  • Kalvarienberg aus dem Jahr 1764

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Um Willerwald wird hauptsächlich Getreide angebaut. Die Gemeinde selbst ist hauptsächlich Wohnort für viele Beschäftigte aus den nahegelegenen Betrieben, zu denen Smartville und der petrochemische Betrieb der Ineos-Gruppe gehören.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch Willerwald führt die stark frequentierte Nationalstraße 61 (Saarbrücken-Phalsbourg). Die Gemeinde hat außerdem einen direkten Anschluss an die Autobahn Paris-Straßburg (Anschluss Sarreguemines). Der nächste Bahnhof befindet sich im benachbarten Sarralbe an der Bahnlinie Sarreguemines-Sarrebourg, die vom Unternehmen TER Lorraine betrieben wird.

Weblinks, Quellen[Bearbeiten]