Willi Baumeister

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Willi Baumeister (porträtiert von Emil Stumpp, 1927)
Werk Willi Baumeisters auf einer Briefmarke der Bundespost

Friedrich Wilhelm Baumeister (* 22. Januar 1889 in Stuttgart; † 31. August 1955 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Typograf, Kunsttheoretiker, Autor und Hochschullehrer. Er gilt weltweit als einer der bedeutendsten Künstler der Moderne.[1][2]

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Ausbildung[Bearbeiten]

Willi Baumeister wuchs in seiner Geburtsstadt Stuttgart auf, wo er die Friedrich-Eugens-Oberrealschule bis zur Mittleren Reife besuchte. Seine Eltern Wilhelm und Anna Baumeister hatten bereits eine Tochter Klara und einen Sohn Hans. Der Vater führte als Hofkaminfegermeister den familieneigenen Handwerksbetrieb. Anna Baumeister geb. Schuler stammte aus einer Dekorationsmalerfamilie, die seit fünf Generationen dieses Handwerk ausübte.[3]

Nach einer Ausbildung als Dekorationsmaler von 1905 bis 1907 leistete er von Herbst 1907 bis Herbst 1908 seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger in Stuttgart ab. Schon während der Ausbildungszeit (1905/1906) nahm Baumeister sein Kunststudium an der Kunstakademie Stuttgart auf, besuchte Robert Poetzelbergers Zeichenklasse und nahm bei Josef Kerschensteiner zusätzlich Unterricht. 1906 setzte er seine Malerlehre fort und beendete diese 1907 mit der Gesellenprüfung.

Studium und Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach dem Militärdienst nimmt Willi Baumeister sein Studium an der Kunstakademie wieder auf. Er wird jedoch von seinem Lehrer Poetzelberger wegen mangelnder Begabung als Schüler abgelehnt. Baumeister wechselte in die Kompositionsklasse von Adolf Hölzel, bei dem er anschließend bis 1912 studierte. Hier lernte er seinen lebenslangen Freund Oskar Schlemmer kennen. Im Jahr 1911 unternahm Baumeister seine erste Paris-Reise. Baumeister beteiligte sich erfolgreich 1912 an einer Ausstellung in einer Züricher Galerie. Im darauf folgenden Jahr wird er Teilnehmer des Ersten Deutschen Herbstsalons in der Berliner Galerie Der Sturm. Hier begegnete er dem expressionistischen Maler Franz Marc. 1914 hatte Baumeister seine erste Einzelausstellung im Stuttgarter „Neuen Kunstsalon“. Ihm, Schlemmer und Hermann Stenner vermittelte Adolf Hölzel im selben Jahr den Auftrag zur Ausführung von Wandgemälden in der Kölner Werkbundausstellung. Bevor Willi Baumeister im Sommer 1914 zum Kriegsdienst eingezogen wurde, unternahm er noch Reisen nach Amsterdam, London und Paris. Trotz des Krieges begegnete Baumeister 1915 in Wien dem Maler Oskar Kokoschka und dem Architekten Adolf Loos. 1916 beteiligte er sich an der Ausstellung Hölzel und sein Kreis im Kunstverein Freiburg im Breisgau, diese Ausstellung wurde anschließend auch im Kunstsalon Ludwig Schames in Frankfurt am Main gezeigt. 1918 stellte Hölzel, noch vor seiner Entlassung aus dem Militärdienst, zusammen mit seinem Freund Oskar Schlemmer in der Stuttgarter Galerie Schaller aus. Baumeister und Schlemmer versuchten Paul Klee an die Stuttgarter Akademie zu bringen, was aber von dort abgelehnt wurde. Klee wäre bereit gewesen zu kommen. Willi Baumeister diente bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. 1919 wurde Baumeister in die Berliner Künstlervereinigung „Novembergruppe“ aufgenommen. Sie war 1918 von Max Pechstein, unmittelbar nach der deutschen Kapitulation und dem Sturz der Monarchie, gegründet worden und blieb bis 1933 eine der bedeutendsten Zusammenschlüsse deutscher Künstler.

Üecht und Berufung[Bearbeiten]

Willi Baumeister, Ausstellungsplakat, Üecht-Gruppe, Stuttgart 1919

In Stuttgart ergreift Baumeister mit Schlemmer und anderen Künstlern 1919 die Initiative zur Gründung der Künstlergruppe Üecht (alemannisch: echt, wahr), die er 1921 verlässt. 1919 erstes Bühnenbild, dem insgesamt 17 weitere folgen. 1922 beendet Baumeister sein Studium an der Stuttgarter Akademie, wo er zuletzt bei Heinrich Altherr eingeschrieben war, und bezieht ein eigenes Atelier in Stuttgart[4], arbeitet als freier Künstler, nimmt an Ausstellungen in Berlin, Dresden und Hagen teil. Seine Bekanntheit und die über Deutschland hinaus weisende Anerkennung wird in einer gemeinsamen Ausstellung mit Fernand Léger in der Berliner Galerie „Der Sturm“ im Jahre 1922 deutlich. In diesen Jahren entwickelt Baumeister Beziehungen zu Künstlern wie Paul Klee, Léger, Le Corbusier, Ozenfant oder Michel Seuphor. 1924 werden einige seiner Arbeiten auf der „Ersten Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung“ in Moskau gezeigt. 1925 wird Baumeister zum Sondersachverständigen für farbige Hausanstriche der Württembergischen Bauberatungsstelle ernannt und nimmt an der Pariser Ausstellung „L’Art d’aujourd’hui“ (Kunst heute) teil. Neben seiner künstlerischen Arbeit widmet er sich parallel der Gebrauchsgrafik und entwirft Anzeigen für Unternehmen, wie zum Beispiel für Bosch und DLW (Deutsche Linoleumwerke).

1926 heiraten Willi Baumeister und die Malerin Margarete Oehm. Baumeister hat im selben Jahr die Gelegenheit, in New York an der „International Exhibition of Modern Art“ (Internationale Ausstellung Moderner Kunst) teilzunehmen. Es folgt im Jahr darauf eine Einzelausstellung in Paris und anlässlich seiner Beteiligung an der Großen Berliner Kunstausstellung (mit eigenem Raum) lernt er Kasimir Malewitsch kennen.

1927 wird Baumeister auf Empfehlung von Fritz Wichert an die Frankfurter Kunstgewerbeschule, die spätere Städelschule, berufen. Hier leitet er von 1928 an die Klasse für Gebrauchsgrafik, Typographie und Stoffdruck. Baumeisters Tochter Krista wird in diesem Jahr geboren. Eine im folgenden Jahr ausgesprochene Berufung an das Bauhaus in Dessau sagt er ab. Ab 1930 betreute er die Gestaltung der Zeitschrift des Neuen Frankfurt. Während Baumeister seit 1927 Mitglied im „ring neue werbegestalter“ ist (Vorsitzender ist Kurt Schwitters) tritt er 1930 der Künstlervereinigung „Cercle et Carré“ (Kreis und Quadrat) bei und erhält im selben Jahr den Württembergischen Staatspreis für das Gemälde „Linienfigur“. Er war nach „Cercle et Carré“ noch Mitglied der Künstlerbewegung Abstraction-Création in Paris.

Im Dritten Reich[Bearbeiten]

Am 31. März 1933 wird Willi Baumeisters Professur an der Kunstgewerbeschule infolge der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten eingespart, seine Kollegen Albert Windisch und Wilhelm Biering sind gezwungen auch Baumeisters Kurse zu übernehmen. Marta Hoepffner, Jacques Germain und Jo von Kalckreuth zählen zu den wichtigsten Schülern Baumeisters in Frankfurt. Nach seiner Rückkehr nach Stuttgart (April 1933) lebt Baumeister hauptsächlich von Gebrauchsgrafik, unternimmt allerdings Reisen in die Schweiz, nach Italien und Frankreich. Im selben Jahr wird seine Tochter Felicitas geboren. 1936 lernt er durch die Vermittlung des Wuppertaler Architekten Heinz Rasch – mit dem er seit der Zusammenarbeit bei der Bauausstellung 1924 in Stuttgart befreundet ist – Dr. Kurt Herberts, Inhaber einer Wuppertaler Lackfabrik kennen und arbeitet ab 1937 in dessen Unternehmen. Dort arbeiten neben ihm weitere von den nationalsozialistischen Machthabern verfemte Künstler: Hans Hildebrandt, Franz Krause, Alfred Lörcher, Georg Muche und Oskar Schlemmer. In diesem Jahr werden fünf seiner Werke in der nationalsozialistischen Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt.

Baumeister hat, bis 1941 ein Mal- und Ausstellungsverbot der Reichskammer der bildenden Künste ergeht, noch vielfach die Gelegenheit, seine Arbeiten im europäischen Ausland auszustellen. Trotz des Verbotes und stetiger Überwachung arbeitet er parallel zu seiner Tätigkeit in der Lackfabrik Herberts an seinem künstlerischen Werk. Als 1943 Wuppertal und schließlich ebenfalls bei einem Bombenangriff Baumeisters Haus in Stuttgart unbewohnbar wird, zieht er mit seiner Familie nach Urach an der Schwäbischen Alb um.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schließt 1945 Willi Baumeister sein Buch „Das Unbekannte in der Kunst“ ab, das 1947 erscheint, dessen Manuskript er aber bereits 1943/44 verfasst hatte. 1947 nimmt er seine Ausstellungsaktivitäten wieder auf. 1946 wird er zur Leitung der Klasse für Dekorative Malerei an die Stuttgarter Kunstakademie berufen. 1949 ist er Mitbegründer der Künstlergruppe „Gegenstandslose“, die 1950 unter dem Namen „ZEN 49“ erstmals ausstellt. Baumeister begegnet Fritz Winter, Ernst Wilhelm Nay und vielen anderen, die sich in der bildenden Kunst nach dem Ende von Krieg und Diktatur in Deutschland für einen Neuanfang und den Anschluss an internationale Entwicklungen engagieren. Im Juli 1950 nimmt er teil am „Ersten Darmstädter Gespräch“ anlässlich der Ausstellung „Das Menschenbild in unserer Zeit“. Baumeister verteidigt die moderne Kunst gegen die These von Hans Sedlmayr vom „Verlust der Mitte“.

Baumeister ist zu dieser Zeit bis zu seinem Tod 1955 auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Karriere angelangt, was in vielen nationalen und internationalen Ausstellungsbeteiligungen seinen Ausdruck findet (z. B. Teilnahme an der Biennale von Venedig 1948 und 1952, Biennale São Paulo (Brasilien) 1951 (Preis für sein Gemälde „Kosmische Geste“), „Younger European Artists, Guggenheim-Museum New-York).

1955 scheidet Willi Baumeister an der Stuttgarter Kunstakademie aus (Emeritierung), erhält allerdings noch einen Lehrauftrag für das folgende Semester. In den neun Jahren seines Wirkens war er an der Akademie zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt, seine fortschrittlichen, von einem "offenen" Unterricht geprägten pädagogischen Anschauungen (Leitmotiv: "Wir malen keine Bilder, wir studieren"), die Studierende aus aller Welt anzogen, stießen im Kollegenkreis auf heftigen Widerstand. So wurde etwa 1949 sein interner Vorschlag zur Reform des künstlerischen Elementarunterrichts (Erstveröffentlichung durch Wolfgang Kermer 1971), der ihn als authentischen, weil aus der Aufbruchzeit des 20. Jahrhunderts herrührenden Wegbereiter und Bewahrer des Gedankens einer fundamentalen künstlerischen "Vorlehre" charakterisiert, vom damaligen Rektor Hermann Brachert, der sich in seiner Meinung insbesondere durch Gerhard Gollwitzer, Hans Meid und Karl Rössing gestützt sah, abgelehnt.

Aus seinem Stuttgarter Schülerkreis sind prominente Künstler hervorgegangen, unter anderem Klaus Bendixen, Karl Bohrmann, Peter Brüning, Hans Werner Geerdts, Peter Grau, Klaus Jürgen-Fischer, Herbert W. Kapitzki, Emil Kiess, Frans Krajcberg, Antonio Máro, Eduard Micus, Luisa Richter, Friedrich Seitz, Ludwig Wilding, die größtenteils wieder als Hochschullehrer gewirkt haben.[5]

Am 31. August 1955 stirbt er mit dem Pinsel in der Hand vor seiner Staffelei sitzend in seinem Atelier in Stuttgart.

Werk[Bearbeiten]

Baumeister nahm 1910 erstmals an einer Ausstellung teil und zeigt vom Impressionismus beeinflusste figurative Werke. Sein Interesse gilt aber schon zu dieser Zeit insbesondere dem Kubismus und Paul Cézanne, dessen Werk er sein Leben lang verbunden blieb. Die den Anfang von Baumeisters Malerei prägenden Einflüsse von Impressionismus und Kubismus spielen in seinem Werk bis gegen Ende der 1920er Jahre eine wesentliche Rolle. Seine gegenständliche Malerei wird einerseits immer reduzierter (abstrahierter/geometrischer), gewinnt an Form, verliert an Tiefe. Es entstehen auch Parallelen zur Malerei seines Freundes Oskar Schlemmer im Rahmen einer selbständigen Fortentwicklung von Baumeisters Umgang mit Form und Farbe. Sein Lehrer Adolf Hölzel schrieb ihm schon um 1919: „Sie werden von uns allen der sein, der am höchsten kommt.“ Auffallend ist, dass der spezifisch deutsche Weg in die Moderne, der Expressionismus, kaum in Baumeisters Werk anklingt, obwohl er früh schon beispielsweise Franz Marc begegnet und jedenfalls die Werke der Brücke-Künstler wie die des Blauen Reiter gekannt haben wird.

Nach seiner Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg entwickelt Baumeister sein Werk stringent fort. Obwohl man in seiner Malerei noch Figürliches findet, werden die Formen stärker geometrisch, gewinnen eine eigene Dynamik und Baumeister löst die traditionelle Verbindung von Form und Farbe. Zu dieser Zeit entstehen verschiedene Werkgruppen, unter anderem die reliefartigen Mauerbilder oder Gemälde zum Thema Sport (als ein Symbol für Modernität). In seiner Malerei ist die Auseinandersetzung mit der Form und dem Material der Malerei sowie die Beziehung von Wirklichkeit und Abbild sichtbar. Parallel gewinnt aber auch schon die gegenstandslose Malerei deutlich Kontur in Gemälden, die geometrische Formen und deren Beziehungen im Bild zueinander ins Zentrum stellen (z. B. Flächenverhältnis von 1920). Von großer Bedeutung für die konsequente Fortentwicklung von Baumeisters Werk darf der rege Austausch mit anderen deutschen aber auch ausländischen Künstlern gesehen werden, stehen für viele seiner künstlerischen Zeitgenossen doch ähnliche, wenn nicht gar die gleichen Fragestellungen auf der Tagesordnung der Moderne (z. B. El Lissitzky, Kasimir Malewitsch, Wassili Kandinsky, Fernand Léger, Amédée Ozenfant, Le Corbusier, Paul Klee).

Willi Baumeister, Atelierbild III, 1929

Gegen Ende der 1920er Jahre werden die Formen in Baumeisters Bildern weicher. Er gibt die strenge, sich an den Grundformen Kreis, Dreieck und Rechteck orientierende Malerei zu Gunsten zunehmend organischer Formen auf. Eine Entwicklung, die parallel auch im Werk anderer Künstler seiner Zeit beobachtet werden kann, die bei Baumeister aber ebenfalls mit seiner Faszination für die vorzeitliche archaische Malerei zu tun hat. Willi Baumeister setzt sich intensiv mit frühen malerischen Zeugnissen auseinander und integriert diese Bilderfahrung in seine eigene Malerei. Baumeister identifiziert die Symbole, Zeichen und Figuren der Höhlenmalereien als gültige archaische Bildsprache, der er sich in seiner Arbeit stellt. Hierzu gehört, dass nun auch vermehrt Gemälde in „Öl auf Sand auf Leinwand“ entstehen, die auch von ihrem Material her nahe an die von Baumeister bewunderte Höhlenmalerei herankommen (ab etwa 1933). Er sammelt selbst Beispiele prähistorischer Funde, Kleinskulpturen und Werkzeuge, beschäftigt sich mit Felszeichnungen, die in Rhodesien entdeckt worden waren. Diese Erfahrung ist zweifellos für Baumeisters künstlerische Haltung von Bedeutung, da er offenbar, angeregt durch diesen reichen Zeichenfundus prähistorischer Werke, schließlich außerordentlich reduzierte organische Formen für seine „Ideogramme“ benutzt (ab ca. 1937). In ihnen verwendet er eine ganz eigene Zeichenwelt, die er als Symbole für die Gesetze der Natur, ihre Entwicklung und für die menschliche Existenz versteht.

Die malerische Entwicklung Baumeisters wird nicht unterbrochen, als er 1933 seine Professur am Frankfurter Städel verliert. Trotz politischer Verfolgung und ökonomischer Schwierigkeiten malt er konsequent weiter. Entsprechend vielfältig ist sein Werk und dessen Entwicklung auch für die Zeit über 1941 hinaus, als er mit einem Ausstellungsverbot belegt wird. Die Anstellung in der Wuppertaler Lackfabrik Dr. Kurt Herberts & Co zur Forschung über antike und neuzeitliche Maltechniken schützt ihn einerseits politisch, gibt ihm andererseits Gelegenheit, sich mit den Grundlagen der Malerei zu beschäftigen, so dass er seine Kenntnisse über die Techniken prähistorischer Höhlenmalerei vertiefen kann. Parallel wendet er sich Goethes Vorstellung von Urpflanzenformen zu. Hieraus entstehen die „Eidos-Bilder“ (Eidos: Idee): Gemälde, die, anders als Baumeisters Ideogramme, reich sind in ihrer Vielfalt und Farbigkeit. Weiterhin sind die Formen organisch, scheinen aber weniger Symbole oder Zeichen zu sein, als Abbilder von einfachen pflanzlichen und tierischen Lebensformen. Die Bilder tragen Titel wie „Steingarten“, „Eidos“ oder „Urpflanzlich“.

Als unermüdlicher Forscher und Sammler besitzt Baumeister auch Beispiele afrikanischer Skulpturen, in denen er, wie in den Zeugnissen der Vorgeschichte, allgemeingültige Bilder für das Leben, Werden und die menschliche Existenz sieht. Entsprechend findet ihre Formensprache in den frühen 1940er Jahren Eingang in Baumeisters Werk – stark abstrahiert, zuerst farbig zurückhaltend (Afrikanische Erzählung, 1942) und mit der Zeit immer stärker farbig werdend, teilweise sehr komplex in ihrer formalen Gestaltung (Owambo, 1944/1948). Gleichermaßen belegen Titel und Formensprache Baumeisters Beschäftigung mit anderen alten (lateinamerikanischen) Kulturen (Peruanische Mauer, 1946, bzw. Aztekenpaar, 1948).

Ein anderes Beispiel für die Suche nach den „Grundlagen der Kunst“ ist Baumeisters Umsetzung des Gilgamesch-Epos. Handelt es sich hier um eine der ältesten uns schriftlich überlieferten Dichtungen, so wendet Baumeister in seiner Illustration der Erzählung (ab 1943) seine persönliche Bild- und Zeichensprache an, woraus ein erstaunlich geschlossener Zyklus entsteht, der mit seiner Bildersprache verblüffend nah an die von der Erzählung ausgehende Wirkung (Anmutung) beim modernen Leser heranreicht. Weitere Illustrationen entstehen zu Texten aus der Bibel: Saul, Esther, Salome, sowie zu William Shakespeares „The Tempest“ (Der Sturm).

Baumeister entwickelt auf diese Weise zielstrebig und erfolgreich eine ganz persönliche eindrucksvolle Bildsprache, die in der deutschen Kunst unmittelbar nach 1945 einzigartig ist und bleibt. Entsprechend hoch ist die Anerkennung, die Willi Baumeister in der Nachkriegszeit im In- und Ausland erhält. Seine künstlerische Entwicklung macht allerdings hier nicht Halt. Virtuos entwickelt er einerseits seine Malerei fort, verbindet außerdem die Vielfalt seiner Schaffensphasen in vielen weiteren Bildern – zum Teil hin zu „Overall-Strukturen“, die allerdings immer noch ein Fundament besitzen, das an Landschaftsbilder erinnert (Blaue Bewegung, 1950). Zum Anderen entstehen hoch verdichtete Abstraktionen, die, von einer zentralen Form ausgehend, Baumeister als einen hervorragenden „Gegenstandslosen“ charakterisieren. Diese Gemälde sind wohl am bekanntesten geworden und werden von einer breiten Öffentlichkeit unmittelbar mit Willi Baumeister verbunden (u.v.a. Montaru mit Weiß und Rot, 1953 oder später ARU 2, 1955). Dennoch legt sich Baumeister nicht auf dieses späte „Markenzeichen“ fest. Vielgestaltige und vielfarbige Bilder entstehen noch in seinem Todesjahr parallel.

Rezeption[Bearbeiten]

Willi Baumeisters Werk wird heute besonders in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien wahrgenommen. Anders als insbesondere die „französischen Klassiker“ der Moderne oder die wichtigen amerikanischen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt Baumeister nur eine geringere Aufmerksamkeit in der angelsächsischen Welt. Die Qualität seines Schaffens ist unbestritten. Eindeutig ist allerdings, dass er, arbeitend in der „inneren Emigration“ während der Nazidiktatur, keinen Einfluss auf ein lebendiges künstlerisches Umfeld hatte. Nach 1945 spielte Willi Baumeister in der deutschen und europäischen Kunstentwicklung eine wichtige Rolle. Von den deutschen Malern, die trotz der Verfolgung durch die Nationalsozialisten das Land nicht verlassen haben, gelangen zwischen 1933 und 1945 nur wenigen anderen Künstlern solch zukunftsweisende, zu neuen Gehalten und Formen führende Schritte. Nach 1945 wurde er zum Wortführer in der Auseinandersetzung um die Moderne. Baumeister galt als Anwalt einer „abstrakten“ Malerei und wurde als solcher ebenso hoch geschätzt wie heftig attackiert.

Eine bedeutende Sammlung von Werken Willi Baumeisters befindet sich im Archiv Willi Baumeister, das Teil des Kunstmuseums Stuttgart ist, und in der Sammlung Domnick, Nürtingen.

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 1910 Württembergischer Kunstverein (als Gast einer Ausstellung französischer Maler)
  • 1927 Galerie d’Art Contemporain, Paris, Frankreich
  • 1930 Biennale Venedig, Italien
  • 1931 Kunstverein Frankfurt
  • 1935 Galeria Milione, Mailand, Italien
  • 1939 Galerie Jeanne Bucher, Paris, Frankreich
  • 1949 Galerie Jeanne Bucher, Paris, Frankreich
  • 1950 Zen 49, Central Collecting Point, München
  • 1951 Deutscher Künstlerbund, Hochschule für Bildende Künste, Berlin
  • 1953 Guggenheim-Museum New-York, USA
  • 1954 Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
  • 1955 documenta 1, Kassel
  • 1955 Cercle Volnay, Paris, Frankreich
  • 1959 documenta II, Kassel
  • 1964 documenta III, Kassel
  • 1965 Wallraf-Richartz-Museum, Köln
  • 1975 Willi Baumeister: Lithographien und Radierungen, gedruckt von Erich Mönch, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
  • 1989 Nationalgalerie Berlin
  • 1989 Willi Baumeister: Typographie und Reklamegestaltung, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
  • 1990 Willi Baumeister: Typographie und Reklamegestaltung, Deutscher Werkbund, Frankfurt am Main
  • 1999 Willi Baumeister et la France, Musée d’Unterlinden, Colmar
  • 2000 Musée d’Art Moderne, Saint-Etienne
  • 2003 Museo Thyssen Bornemisza, Madrid
  • 2004 Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
  • 2004 Willi Baumeister – Karl Hofer: Begegnung der Bilder, Museum der bildenden Künste, Leipzig
  • 2005 Buzerius Kunst Forum, Hamburg
  • 2005 Die Frankfurter Jahre 1928–1933, Museum Giersch, Frankfurt am Main
  • 2005 Westfälisches Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, Münster
  • 2006 Von der Heydt-Museum, Wuppertal
  • 2007 Kunstmuseum Stuttgart
  • 2007 Galerie Domberger, Filderstadt, Deutschland
  • 2011 Staatsgalerie Stuttgart: Gilgamesch[6], Rezension: Badische Zeitung vom 7. Januar 2011, S. 12, Kultur, Volker Bauermeister: Eine Mauer aus Bildern
  • 2011 Museu Fundación Juan March, Palma
  • 2012 Kunstmuseum Winterthur
  • 2012 MART Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto, Trient
  • 2013/14 Willi Baumeister International, Kunstmuseum Stuttgart
  • 2014 Willi Baumeister International, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg

Literatur[Bearbeiten]

  • Will Grohmann: Willi Baumeister - Leben und Werk. DuMont, Köln 1963, 1988.
  • Willi Baumeister – Figuren und Zeichen. Katalog Hamburg, Münster, Wuppertal. Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2005. ISBN 3-7757-1691-2
  • Eduardo Westerdahl: Willi Baumeister. Monografie. Ediciones „Gaceta de Arte“, Teneriffa 1934. (spanisch)
  • Willi Baumeister: Das Unbekannte in der Kunst. 1947, 1960, 1974, 1988. ISBN 3-7701-2159-7
  • Wolfgang Kermer: Einige Aspekte der Kunstlehre Willi Baumeisters. In: 175 Jahre Friedrich-Eugens-Gymnasium Stuttgart. Belser, Stuttgart 1971, S.126-152 (u.a. Erstveröffentlichung des Baumeisterschen Reformentwurfs aus dem Jahre 1949 "Vorschlag zur Aufnahme des Pensums der Elementaren Gestaltungs-Mittel in das Pensum der bestehenden 'allgemeinen Vor- oder Grundklasse'").
  • Wolfgang Kermer: Willi Baumeister. Lithographien und Radierungen, gedruckt von Erich Mönch. Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart 1975.
  • Willi Baumeister: Gilgamesch. Mit einer Einführung von Werner Haftmann, Köln 1976.
  • Wolfgang Kermer: Hommage à Baumeister - Klaus Bendixen, Karl Bohrmann, Peter Brüning, Bruno Diemer, Peter Grau, Klaus Jürgen-Fischer, Emil Kiess, Eduard Micus, Herbert Schneider, Peter Schubert, Friedrich Seitz, Ludwig Wilding. Katalog. Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Stuttgart 1979.
  • Dietmar Ponert: Willi Baumeister – Werkverzeichnis der Zeichnungen, Gouachen und Collagen. DuMont, Köln 1988. ISBN 3-8321-7300-5
  • Wolfgang Kermer: Willi Baumeister – Typographie und Reklamegestaltung. Edition Cantz, Stuttgart 1989. ISBN 3-89322-145-X (mit detaillierten biographischen Daten)
  • Hans-Dieter Mück: Baumeister, Schlemmer und die Üecht-Gruppe. Stuttgarter Avantgarde 1919. Stuttgart 1989. ISBN 3-87516-512-8
  • Kunst. Und Design. Bemerkungen von Peter von Kornatzki aus Anlaß einer aufregenden Dokumentation "Willi Baumeister – Typographie und Reklamegestaltung". In: form, Zeitschrift für Gestaltung, Heft 129, I–1990, S. 55-58
  • Wolfgang Kermer: Laudatio. In: 100 Jahre Willi Baumeister, ZYMA (Sonderheft), 1-2, 1990, S. 31-35. ISSN 0937-2547
  • Willi Baumeister. Lithographien, Serigraphien – 55 Werke der Zeit 1919 bis 1964. Katalog Nr.109. Galerie Schlichtenmaier, Grafenau 1991. ISBN 3-89298-069-1
  • Jörg-Heiko Bruns: Willi Baumeister. Dresden 1991. ISBN 3-364-00249-5
  • Wolfgang Kermer: Der schöpferische Winkel – Willi Baumeisters pädagogische Tätigkeit. Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Hrsg. von Wolfgang Kermer. Bd 7. Ostfildern-Ruit 1992. ISBN 3-89322-420-3 (mit einem Katalog und Reproduktionen der "Didaktischen Tafeln" aus dem Jahre 1949)
  • Wolfgang Kermer: Willi Baumeister, Typografie + Reklamegestaltung: Vortrag 11. Mai 1990. In: Frankfurter Architektursommer ′ 90 (1990). Hrsg.: Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Dezernat Bau, Hochbauamt. Frankfurt am Main: Magistrat der Stadt Frankfurt, 1992 (= Schriftenreihe des Hochbauamtes zu Bauaufgaben der Stadt Frankfurt am Main; 29), S. 9–11
  • Willi Baumeister. Gemälde, Lithographien, Serigraphien - 55 Werke der Zeit 1919 bis 1964. Mit einem Beitrag von Werner Haftmann. Katalog Nr. 132. Galerie Schlichtenmaier, Grafenau 1994. ISBN 3-89298-096-9
  • Gottfried Boehm: Willi Baumeister. Stuttgart 1995. ISBN 3-7757-0559-7
  • Wolfgang Kermer (Hrsg.): Aus Willi Baumeisters Tagebüchern. Erinnerungen an Otto Meyer-Amden, Adolf Hölzel, Paul Klee, Karl Konrad Düssel und Oskar Schlemmer. Mit ergänzenden Schriften und Briefen von Willi Baumeister. Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Hrsg. von Wolfgang Kermer. Bd 8. Edition Cantz, Ostfildern-Ruit 1996. ISBN 3-89322-421-1
  • Wolfgang Kermer (Hrsg.): Zwischen Buch-Kunst und Buch-Design, Buchgestalter der Akademie und ehemaligen Kunstgewerbeschule in Stuttgart. Werkbeispiele und Texte. Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, 30. Oktober - 23. November 1996. Ausstellungskatalog. Cantz, Ostfildern-Ruit 1996, S.17-18, 55-57, 122-123, 167-173. ISBN 3-89322-893-4 (ausführliche Biographie mit Werkverzeichnis)
  • Willi Baumeister, Julius Bissier, Oskar Schlemmer, Künstlerfreundschaften. Galerie Schlichtenmaier Schloss Dätzingen 12. Juli-12. September 1998. Mit einem Beitrag von Karin v. Maur. Ausstellungskatalog Nr. 155. Grafenau 1998. ISBN 3-89298-121-3
  • Willi Baumeister Im Dialog mit dem Sammler. Galerie Schlichtenmaier Schloss Dätzingen 27. Juni - 11. September 1999. Mit einem Beitrag von Heinz Spielmann und Willi Baumeisters „Zimmer- und Wandgeister“. Ausstellungskatalog Nr. 159. Grafenau 1999. ISBN 3-89298-125-6
  • Willi Baumeister: Stuttgart und die Schwaben. Hrsg. und mit einem Nachwort von Wolfgang Kermer "Willi Baumeister und die Zeitschrift 'Der Querschnitt'". Stuttgart: Staatliche Akademie der Bildenden Künste, 1999 (= WerkstattReihe [Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart] hrsg. von Wolfgang Kermer; 6)
  • Wolfgang Kermer: Willi Baumeister als Typograph und Reklamegestalter für die DLW. In: Gerhard Kaldewei (Hrsg.): Linoleum - Geschichte, Design, Architektur 1882-2000. Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2000, S.210-223. ISBN 3775709622
  • Peter Beye und Felicitas Baumeister: Willi Baumeister. Werkkatalog der Gemälde. Ostfildern-Ruit 2002. ISBN 978-3-7757-0936-1
  • Wolfgang Kermer: Willi Baumeister und die Werkbund-Ausstellung "Die Wohnung" Stuttgart 1927. Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Hrsg. von Wolfgang Kermer. Bd 11. Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Stuttgart 2003. ISBN 3-931485-55-2
  • Heinz Spielmann/Felicitas Baumeister: Willi Baumeister. Werkkatalog der Druckgraphik. Ostfildern-Ruit 2005. ISBN 3-7757-1690-4
  • Wolfgang Schürle, Nicholas J. Conard (Hrsg.): Zwei Weltalter. Eiszeitkunst und die Bildwelt Willi Baumeisters. Ostfildern-Ruit 2005. ISBN 3-7757-1509-6
  • Wolfgang Kermer (Hrsg.): Über Baumeister: der Künstler und Lehrer im Urteil seiner Schüler. Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart 2006. ISBN 3-931485-77-3 (mit Beiträgen von Klaus Bendixen, Heinz Bodamer, Klaus Erler, Fia Ernst, Erich Fuchs, Hans Werner Geerdts, Peter Grau, Marta Hoepffner, Hans-Dieter Ingenhoff, Klaus Jürgen-Fischer, Herbert W. Kapitzki, Frans Krajcberg, Eduard Micus, Fritz Seitz, Gerhard Uhlig sowie einem Verzeichnis der Baumeister-Schüler-Ausstellungen)
  • Willi Baumeister: Cézanne. Hrsg. und mit einer Einführung von Wolfgang Kermer. Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart 2006. ISBN 3931485-79-X
  • Im Rampenlicht. Baumeister als Bühnenbildner. München/Berlin 2007. ISBN 3-422-06775-2
  • Willi Baumeister: Gemälde und Zeichnungen. Hrsg. von Dieter Schwarz und Manuel Fontán del Junco. Ausst.-Kat. Museu Fundación Juan March, Palma, 9. Juni-10. Dezember 2011; Kunstmuseum Winterthur, 28. Januar-22. April 2012; MART Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto, 23. Juni-9. September 2012. Richter Verlag, Düsseldorf 2011 ISBN 978-3-941263-34-5
  • Daniel Spanke: Konstruierter Apoll. Willi Baumeisters Apollbilder und der Neue Mensch bei Otto Meyer-Amden und Oskar Schlemmer. Deutscher Kunstverlag, Berlin, München 2011. ISBN 978-3-422-07022-6
  • Brigitte Pedde: Willi Baumeister 1889-1955. Schöpfer aus dem Unbekannten. epubli, Berlin 2013. ISBN 978-3-844268-15-7 (Open-Access-Ausgabe)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jörg Kurz, Die Gänsheide, Geschichte und Kultur, Verlag im Ziegelhaus, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-925440-16-8
  2. Brigitte Pedde: Willi Baumeister 1889-1955. Schöpfer aus dem Unbekannten. epubli, Berlin 2013. ISBN 978-3-844268-15-7 (Open-Access-Ausgabe)
  3. Brigitte Pedde: Willi Baumeister 1889-1955. Schöpfer aus dem Unbekannten. epubli, Berlin 2013, S.15. (Open-Access-Ausgabe)
  4. Wolfgang Kermer: Zeittafel. In: Ders.: Willi Baumeister – Typographie und Reklamegestaltung. Edition Cantz, Stuttgart 1989 ISBN 3-89322-145-X, S. 305, Abb. S. 254 Nr. 4 (Abschrift der Bescheinigung über die Studienzeiten Willi Baumeisters, ausgestellt von der Württ. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart am 8. Dezember 1927)
  5. Ein Verzeichnis der Studierenden Willi Baumeisters an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart 1946–1955 in: Wolfgang Kermer: Der schöpferische Winkel - Willi Baumeisters pädagogische Tätigkeit. Beiträge zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Hrsg. von Wolfgang Kermer. Bd. 7. Ostfildern-Ruit 1992. ISBN 3-89322-420-3, S. 199-201
  6. kunstgeschichteportal.de, 20. April 2011, Günter Baumann: Ausstellungsbesprechung (31. Juli 2011)