Willi Hartung

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Willi Hartung

Willi Hartung (* 12. Februar 1915 in Zürich; † 18. Juni 1987 in Sternenberg, Kanton Zürich) war ein Schweizer Maler der naiven Malerei.

Hartung wurde in Zürich geboren, wo er auch aufwuchs und die Schule besuchte. Inspiriert durch seinen Vater Wilhelm und seinen Onkel Eugen Hartung, die ebenfalls Kunstmaler waren, besuchte er in Zürich eine Lehre als Flach- und Dekorationsmaler. Verschiedene Studienreisen nach Deutschland, Frankreich und vor allem Italien (Florenz) prägten den jungen Maler und verhalfen ihm zu einer eigenen Ausdrucksweise. Seit dem Ende der 1950er Jahre bereiste er die ganze Welt (u.a. USA, Mexiko), setzte sich intensiv mit den verschiedenen Weltanschauungen auseinander, fand aber immer wieder den Weg in die Schweiz, wo auch Ausstellungen seiner Bilder stattfanden. Ab 1971 liess er sich in Wigoltingen (Kanton Thurgau) fest nieder. Es entstanden Gemeinschaftsarbeiten u.a. mit Ernst Egli und Martin-Guy Marquardt. Neben Keramikfiguren und Wandmalereien gestaltet er auch Glasmalereien (u.a. Kirche Glis, Vernamiège, Raperswilen).

Hartungs Bilder sind Ausdruck einer positiven, bescheidenen Lebensart, widerspiegeln aber auch Hartungs tiefe, weltoffene Religiosität. Seine vorwiegenden Motive sind die Natur sowie Szenen aus der Bibel, wobei immer eine sehr lebensbejahende und positive Kraft aus seinen Bilder spricht, welche detailgenau und beinahe ornamentativ und farbenfroh gestaltet sind. Bezeichnend für den Künstler zeigen einige Bilder Träumende und Schlafende, die schräg im Bild schweben und ein vollständiges Loslassen und Vertrauen, eine völlige Hingabe ausdrücken. Die meisten Bilder entstanden in Aquarelltechnik. Hartungs Bilder hängen heute in diversen Museen, hauptsächlich aber in Privatwohnungen.

Am 18. Juni 1987 starb Willi Hartung an seinem Lieblingsplatz, auf dem Sternenberg im Zürcher Oberland, sein Grab befindet sich in Wigoltingen.

Quellen[Bearbeiten]