Willi Kollo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gedenktafel am Haus Friedrichstraße 101, in Berlin-Mitte

Willi Kollo (eigtl. Kollodzieyski; * 28. April 1904 in Königsberg; † 4. Februar 1988 in Berlin) war ein deutscher Komponist und Autor.

Er war der Sohn des Komponisten Walter Kollo und begann seine Laufbahn als enger Mitarbeiter seines Vaters. So verfasste er beispielsweise Texte für dessen Operetten. Später machte er sich selbst einen Namen als Autor von Kabarett-Revuen in Berlin Ende der 1920er Jahre. Seit 1930 schrieb er zudem Drehbücher und Filmmusik. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er von Berlin nach Hamburg, um 1955 wieder nach Berlin zurückzukehren. Er gründete einen Musikverlag, der auch seine eigenen Chansons herausgab.

Ein Werbespruch seiner Firma in den 1950er Jahren:

"Was immer auch der Nachwuchs treibt,
ob Rock er, Chacha, Mambo schreibt:
Kollo bleibt!"

Willi Kollo war der Vater des Tenors René Kollo.

Er wurde auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin beerdigt. Die Grabstätte befindet sich im Feld 13-C-2. Am 30. September 2010 wurde am Berliner Admiralspalast eine Gedenktafel für Walter und Willi Kollo enthüllt, die u.a. an die Zusammenarbeit zwischen Vater (Komponist) und Sohn (Textdichter) bei der Operette "Marietta" erinnert, die 1917 im Metropol-Theater Berlin uraufgeführt wurde. Daraus stammen u.a. die Titel "Was eine Frau im Frühling träumt" und "Warte, warte nur ein Weilchen"

Siehe auch: Liste deutscher Komponisten

Literatur[Bearbeiten]

  • Willi Kollo: „Als ich jung war in Berlin...“ Literarisch-musikalische Erinnerungen.Bonus-CD. Bearbeitet und herausgegeben von seiner Tochter Marguerite Kollo, Schott, Mainz 2008, ISBN 978-3-7957-0194-9.
  • Willi Kollo: Hörbuch "Als ich jung war in Berlin..." Literarisch-musikalische Erinnerungen, 3 CD-Box, gelesen von Marguerite & René Kollo, incl. historische Tonaufnahmen, duo-phon-records 2010, ISBN 978-3-937127-18-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Willi Kollo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien