William A. Tilden

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William A. Tilden
William A. Tilden

Sir William Augustus Tilden FRS (* 15. August 1842 in London; † 11. Dezember 1926) war ein britischer Chemiker auf dem Gebiet der Organischen Chemie.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch machte er Berufsausbildung zum Apotheker und studierte anschließend ein Jahr am Royal College of Chemistry, ehe er zwischen 1863 und 1872 als Vorführer an der Pharmaceutical Society tätig war. 1872 wurde er Dozent für Chemie am Clifton College in Bristol und nahm dann 1880 einen Ruf als Inhaber des Lehrstuhls für Chemie am Mason College an. Ebenfalls 1880 wurde er Fellow der Royal Society.

1894 wurde er als Nachfolger von Thomas Edward Thorpe Professor für Chemie am Royal College of Science in South Kensington.

Während seiner dortigen Tätigkeit wies er nach, dass es mit Nitrosylchlorid nur eine Verbindung von Stickstoffmonoxid und Chlor gibt und dies ein wertvolles Reagenz für die Untersuchung der Terpene ist. Er entdeckte darüber hinaus, dass im Falle der Herstellung von Kohlenwasserstoff-Isopren aus Terpenen, sich dieses in Fragmente trennt, deren Eigenschaften identisch mit denen von Naturkautschuk sind.

Er entdeckte auch, dass sich spezifische Wärme mit der Temperatur ändert. Dabei kommt es zur Abnahme der spezifischen Wärmekapazität, wenn die Temperaturen fallen und zur Erhöhung, wenn die Temperatur steigt, wobei das Ausmaß der Verschiebung umgekehrt proportional dem Atomgewicht des Elementes ist. Diese Entdeckung war von großer Bedeutung für zahlreiche Industriezweige.

Daneben war er von 1903 bis 1905 nicht nur Präsident der Chemical Society, sondern zwischen 1904 und 1906 auch Vizepräsident der Royal Society.

Tilden wurde 1908 wegen seiner chemischen Entdeckungen, insbesondere bei der Wärmekapazität und den Terpenen, mit der Davy-Medaille der Royal Society die höchste britische Auszeichnung für Wissenschaftler auf dem Gebiet der Chemie verliehen.[1]

1909 wurde er zum Ritter (Knight) geschlagen und führte fortan das Adelsprädikat „Sir“.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Famous Chemists: the men and their work, New York, 1921 (Nachdruck 2007, ISBN 978-1406704839)

Quelle[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Davy Medal Winners 1989-1900