William Blake

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William Blake – Porträt von Thomas Phillips

William Blake (* 28. November 1757 in London; † 12. August 1827 ebenda) war ein englischer Dichter, Naturmystiker, Maler und der Erfinder der Reliefradierung. Sowohl sein künstlerisches als auch sein literarisches Werk wurde von seinen Zeitgenossen weitgehend abgelehnt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden seine sehr innovativen Arbeiten von den Präraffaeliten entdeckt, fanden allgemein Anerkennung und später auch in der Popkultur Verbreitung.

Die erste Gesamtausgabe der Werke Blakes wurde 1893 vom irischen Dichter William Butler Yeats und Edwin Ellis herausgegeben.[1]

Leben[Bearbeiten]

Schon als Kind soll William Blake über das „zweite Gesicht“ verfügt und Visionen von Engeln und Propheten gehabt haben, die er in Gedichten und Bildern verarbeitete. Blakes Eltern waren von der Hochkirche abweichende Dissenter und gehörten wahrscheinlich den Mährischen Brüdern an. Die Bibel gehörte zu den prägenden Einflüssen auf Blake und blieb zeitlebens für ihn eine Quelle der Inspiration.

Williams Vater war ein der Mittelklasse angehöriger Strumpfmacher und -händler. Seine Eltern erkannten früh, dass sich ihr Sohn aufgrund seines eigenwilligen Temperamentes wenig für die Schule oder einen regulären Beruf eignete, daher besuchte William nie die Schule. Er wurde daheim von seiner Mutter Catherine Wright Armitage Blake unterrichtet[2] und bereits mit zehn Jahren in einer der bedeutendsten Londoner Zeichenschulen angemeldet. 1772 begann Blake eine Lehre bei dem Kupferstecher James Basire.[3] Nach deren Abschluss wurde Blake 1779 Student in der Royal Academy of Arts. Mit der Aufnahme in die Royal Academy of Arts schien für William Blake eine erfolgreiche Karriere als Historien-Maler vorgezeichnet. Aber er überwarf sich mit dem Akademiepräsidenten, dem Porträtmaler Sir Joshua Reynolds, der Blakes Arbeiten missbilligte. Damit waren seine Hoffnungen auf eine Laufbahn als Historien-Maler zerschlagen.[4]

Im Jahr 1782 heiratete er Catherine Boucher. Sie stammte zwar aus einfachen Verhältnissen, bildete sich jedoch durch eigene Studien fort und half Blake mit ihren technischen Fertigkeiten bei der Produktion einiger seiner bekanntesten Werke. 1784 eröffnete Blake eine Druckerei in London und arbeitete bis zu seinem Tod als Graveur und Illustrator, arm und weitgehend unbeachtet. Er fand jedoch verschiedene Freunde und Wohltäter, die ihm u.a. durch Arbeitsaufträge durch die Phasen größter finanzieller Schwierigkeiten halfen. Zu ihnen gehörte auch der Dichter William Hayley. Nach ersten Kontakten zwischen Hayley und Blake im Jahre 1800 entschied sich Blake nach Felpham, Sussex, zu ziehen; der Ort, an dem Hayley lebte.[5] William Blake und seine Frau verbrachten dort drei Jahre, und zogen dann zurück nach London für den Rest ihres Lebens.[6] Die 45 Jahre währende Ehe blieb, möglicherweise abgesehen von einem totgeborenen Mädchen,[7] kinderlos.

Erst sehr spät in seinem Leben, etwa ab 1818, konnte Blake noch erleben, dass eine neue Generation von Künstlern (wenn auch nur in begrenzter Zahl) seine Arbeiten zu schätzen begann. Das Konzept des Künstlers als prophetischer Kraft und eines spirituellen Führers hatte inzwischen zunehmend Bedeutung erlangt.[8]

Geistesgeschichtliche Einschätzung[Bearbeiten]

Blake verabscheute nicht nur Sklaverei, sondern glaubte auch an die Gleichheit der Rassen und Geschlechter.[9] Diese erstaunlich modern anmutenden Ansichten verband er mit einer gegen die etablierten Kirchen entwickelten naturnahen Spiritualität und einem tiefen Misstrauen gegen den aufkommenden Materialismus. Beeinflusst wurde Blake politisch sowohl von der Amerikanischen als auch von der Französischen Revolution, theoretisch unter anderem von Lavater, Swedenborg und Winckelmann.

Blakes Ansichten waren für die rechtgläubigen Christen seiner Zeit oft schockierend, obwohl er sich immer auf seine Weise eng dem Neuen Testament verbunden fühlte. Einer von Blakes stärksten Einwänden gegen die christliche Lehrmeinung war, dass sie für die Unterdrückung natürlichen Begehrens und gegen lebendige Sinnesfreude Position bezog. Blake glaubte, dass die Freude der Menschen ein Lobpreis Gottes sei, und die lebensverneinenden Religionen der Welt und damit auch die rechtgläubigen Christen in Wirklichkeit Satan anbeteten. Er hielt Satan für eine Verkörperung des Irrtums und eines „Todeszustands“.

In Vision of the Last Judgements schrieb Blake: „Men are admitted into Heaven not because they have curbed & govern’d their Passions or have No Passions, but because they have Cultivated their Understandings“ („Die Menschen werden in den Himmel aufgenommen, nicht weil sie ihre Leidenschaften gezügelt und besiegt oder gar keine Leidenschaften hätten, sondern weil sie ihr Verständnis der Dinge kultiviert haben“).

Die Verehrung für den Verstand verband Blake mit einer visionären Schau, die von Zeitgenossen oft als Wahnsinn gedeutet wurde, für Blake aber eine Erweiterung des Verstehens, eine Bewusstseinserweiterung darstellte. Insofern wird verständlich, dass sowohl der mit Meskalin experimentierende Schriftsteller Aldous Huxley als auch die psychedelische Elemente verwendende Rockgruppe The Doors sich und eines ihrer Werke nach der Anfangszeile einer der berühmtesten Aussprüche von Blake benannt hatten: The Doors of PerceptionDie Pforten der Wahrnehmung: „If the doors of perception were cleansed, every thing would appear to man as it is, infinite.“ („Wenn die Pforten der Wahrnehmung gereinigt würden, würde alles dem Menschen erscheinen, wie es ist: unendlich.“). Oder mit einer Übersetzung, die der spirituellen Dimension Blakes eher entspricht: („Wenn die Pforten der Erkenntnis geläutert würden, würde alles dem Menschen erscheinen, wie es ist: grenzenlos und unbeschränkt.“)

Die meisten Zeitgenossen hielten Blake allerdings nur für einen harmlosen Exzentriker. Möglicherweise bewahrte ihn diese Einschätzung vor persönlicher Verfolgung auf Grund seiner radikalen politischen Ansichten, besonders in den Jahren nach 1793, als die gesellschaftliche Situation in England angesichts der revolutionären Ereignisse in Frankreich zunehmend repressiver wurde.[10]

Blake sah im Künstler eine Verbindung zum Göttlichen. Die menschliche Form erschien ihm als lebendige Verkörperung der Gottheit. Der Gott des etablierten Christentums war für ihn eine autoritäre, durch Gesetze beschränkende Gottheit. Und das Wesen, das in dieser Religion als Teufel gesehen wird, war für ihn der erste, der dagegen protestierte.[11] Die Priester, in seinen Augen Wächter einer pervertierten Religion, hinderten die Menschen daran, ihre Energie und Phantasien freizusetzen.[12] Es lag in Blakes großer Vision, dass die Menschen in der Lage seien, alle Beschränkungen, alle Aufspaltungen, zu überwinden, und zu einer Sicht des Einsseins zu gelangen, die für sie befreiend sein würde.[13]

Künstlerische Arbeit[Bearbeiten]

„Albion Rose“ (Albion stieg auf)

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Blake durch den Kupferstecher James Basire, der eine sehr traditionelle Arbeitsweise pflegte. Während seiner Zeit an der Royal Academy of Art wurde der Maler Johann Heinrich Füssli für Blake eine Quelle der Inspiration. Viel später entwickelte sich zwischen Blake und Füssli, der sich in England Henry Fuseli nannte, eine komplexe persönliche und künstlerische Beziehung.[14] Ebenfalls während seiner Zeit an der Akademie entstand eine anhaltende Freundschaft zu dem Bildhauer John Flaxman.[15] Blake war als Zeichner, Maler und Kupferstecher tätig. Er schwärmte für die Gotik und ließ in seiner frühen Zeit nur Raffael, Michelangelo und Albrecht Dürer als Maler gelten. Er hatte Visionen, namentlich von Männern alter Zeiten oder von Tierseelen (z. B. der eines Flohes), die er zeichnete.

Blakes Visionen begannen bereits in seiner Kindheit, und sie begleiteten ihn sein ganzes Leben lang.[16] Aus späteren Äußerungen Blakes lässt sich schließen, dass er glaubte, dass zumindest ein Teil seiner Visionen durch die Kraft seiner eigenen Vorstellung geformt wurden.[17] Welcher Art auch immer Blakes Visionen gewesen sein mögen, sie halfen ihm, seine Kunst auf mystische Erfahrung zu gründen, und damit wurde "Vision" zum wesentlichen Bestandteil seiner Kreativität.[18]

Als radikaler Künstler wurde Blake zum Ein-Mann-Unternehmer, der seine Bücher im Alleingang herstellte: Er schrieb die Verse, entwarf die Bilder, fertigte die Druckplatten nach einem von ihm erfundenen Verfahren (Reliefradierung) an und kolorierte, von seiner Frau unterstützt, die Drucke. Auf diese Weise entzog er sich kommerziellen Zwängen, verlor aber einen Teil seines Publikums.

Auch unter dürftigen Lebensbedingungen fand er in seiner Kunst Erfüllung. „Wenn es je einen glücklichen Menschen unter den Intellektuellen gab“, so sein Biograph Peter Ackroyd, „dann war es dieser Künstler.“ Noch auf dem Sterbebett arbeitete er an einer neuen Version seines Gemäldes Und Gott erschuf die Welt. Seine letzten Worte seien gewesen: „Ich gehe in ein Land, das ich schon immer sehen wollte“.[12]

Werke[Bearbeiten]

„Adam findet Abel“

Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die Radierungen zu Edward Youngs Night Thoughts (1797, Nachdrucke bei Folio Society, London) und zu seinen eigenen Gedichtbänden Songs of Innocence und Songs of Experience (1789–94, 2 Bände).

Blake wollte in den Songs "zwei unterschiedliche Zustände der Seele" aufzeigen. Er sieht im Kind ein Zeichen unverdorbenen Potentials, in dem das Böse noch nicht existiert. Das Böse wird erst durch die Unterdrückung des menschlichen Geistes erzeugt. So findet sich in diesen Gedichten auch immer wieder Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen und am etablierten, institutionalisierten Christentum. Blake sieht die Aufgabe des prophetischen Künstlers eben genau darin, diese Kritik klarsichtig zu leisten.[19]

Blake produzierte die Songs selbst, als Reliefradierungen. Seine Frau Catherine half ihm beim Kolorieren der Drucke.[20]

Es folgte die Ideenschrift The Marriage of Heaven and Hell (1790 - 93), ein einzigartiger, experimenteller Text, der die orthodoxen Kategorien von Moral in Frage stellt[21]; und America: a Prophecy (1793). Diese Dichtung wandelt den Freiheitskampf der amerikanischen Kolonien gegen die britische Herrschaft um in eine "wütende kosmische Schlacht".[22]

Im nächsten Jahr erschien Europe: a Prophecy (1794). Zu seinen großen Dichtungen zählen außerdem Milton (1809) und Jerusalem (1804–20), in denen er hebräische, germanische und keltische Mythen zu einer neuen Kosmologie verschmolz.

Jerusalem ist das längste seiner prophetischen Werke. Es hat allerdings nichts zu tun mit Blakes Gedicht And did those feet in ancient time, das später von Hubert Parry vertont wurde, und das nun ebenfalls als Hymne unter dem Namen Jerusalem bekannt ist. And did those feet in ancient time erschien im Vorwort zu Blakes Dichtung Milton (1809).[23]

In Blakes eigener Mythologie steht Jerusalem selbst für Freiheit. Im Verlauf des Gedichts wird die Wiedervereinigung von Albion und Jerusalem zu einem Akt der Befreiung der entfremdeten Menschheit, eine Überwindung von Spaltungen, Gegensätzen und Trennungen.[24] Blakes Vision der Befreiung hat sowohl eine gesellschaftliche als auch eine psychische bzw. spirituelle Dimension. Mitmenschliche Brüderlichkeit stellt für ihn gelebte Religion, so wie er sie versteht, dar. Sie sind für ihn identisch.[25] Er formuliert in Jerusalem: "Ich kenne kein anderes Christentum und kein anderes Evangelium, als die Freiheit von beiden, Körper und Geist, die Göttlichen Künste der Vorstellungskraft (imagination) auszuüben – Vorstellungskraft, die reale und die Ewige Welt, von der dieses Gemüse-Universum nur ein schwacher Schatten ist."[26] Und er fährt fort mit dem Aufruf, jeder möge sich nach besten Kräften in irgendeiner Form geistigen Strebens am Aufbau Jerusalems zu beteiligen.

Zu seinen bedeutendsten Illustrationen gehören die Arbeiten zum Buch Buch Hiob (21 radierte Blätter,1824), und zu Dantes Göttlicher Komödie (1826).

Malerei[Bearbeiten]

„Beatrice spricht zu Dante“
  • Beatrice in der Kutsche spricht Dante an, 1824–27, aquarellierte Federzeichnung, 37×52 cm. London, Tate Gallery
  • Der Alte der Tage (Titelbild zu Europe: a Prophecy), 1794, Farbmonotypie, 23×17 cm. Manchester, Whitworth Art Gallery
  • Der Simonie-Papst, 1824 – 27, aquarellierte Federzeichnung, 52×37 cm. London, Tate Gallery
  • Die klugen und die törichten Jungfrauen, 1805, aquarellierte Federzeichnung, 40×33 cm. London, Tate Gallery
  • Drei Parzen, aquarellierte Federzeichnung, 43×58 cm. London, Tate Gallery
  • Erzengel Raphael mit Adam und Eva, 1808, aquarellierte Federzeichnung, 50×40 cm. Boston, Museum of Fine Arts
  • Der große Rote Drache und die Frau, mit der Sonne bekleidet, 1806–09 aquarellierte Federzeichnung, New York, Brooklyn Museum

Literarische Werke[Bearbeiten]

„London“ (aus Songs Of Experience)
aus: Jerusalem - The Emanation of the Giant Albion
  • 1804–20: Jerusalem - The Emanation of the Giant Albion

Von William Blake beeinflusste Künstler[Bearbeiten]

Schriftsteller[Bearbeiten]

  • David Almond ließ sich in seinem Jugendbuch Skellig von William Blake inspirieren.
  • Der Titel des Science-Fiction-Romans Tiger! Tiger! von Alfred Bester ist ein Zitat aus dem Gedicht The Tyger, dessen erste Zeilen dem Roman vorangestellt sind.
  • Der 2007 erschienene Roman Burning Bright von Tracy Chevalier befasst sich mit Blakes Leben im London des ausgehenden 18. Jahrhunderts. William Blakes Gedicht Tyger, tyger, burning bright gab dem Roman seinen Namen.
  • Das von dem Okkultisten Aleister Crowley verfasste Buch Liber AL vel Legis ist in Struktur, Stil und Idee William Blakes The Marriage of Heaven and Hell verpflichtet, vor allem dem letzten Abschnitt „A Song Of Liberty“.
  • Thomas Harris’ Roman Roter Drache ist nach Blakes Bild Der große Rote Drache und die Frau, mit der Sonne bekleidet benannt. Die Hauptperson, ein psychopathischer Mörder, ist von diesem Bild besessen und raubt es schließlich aus dem Brooklyn Museum, um es zu verspeisen.
  • Aldous Huxley verwendete „The Doors of Perception“, einen Begriff aus The Marriage of Heaven and Hell, als Buchtitel (dt. Die Pforten der Wahrnehmung). Huxleys Buch wiederum soll die Inspiration für den Namen der Rockband The Doors geliefert haben.
  • George Orwell entlieh den Titel seines autobiographischen Essays Such, such were the joys einer Zeile aus Blakes Gedicht The Echoing Green.
  • Philip Pullman zitiert in der Einleitung der englischen Ausgabe seiner Trilogie His dark materials William Blakes Kommentar zu Paradise Lost aus The Marriage of Heaven and Hell: „The reason Milton wrote in fetters when he wrote of Angels & God, and at liberty when of Devils & Hell, is because he was a true Poet and of the Devil’s party without knowing it.“ Die Lektüre der Werke Blakes, so Pullman, habe ihn zum Schreiben seiner eigenen inspiriert.
  • Tracy Chevalier, bekannt durch ihren Welterfolg „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“, erzählt in ihrem neuesten Roman „Das Mädchen mit den funkelnden Augen“ über William Blake und seine Schwierigkeiten mit den sog. „Loyalisten“, die das englische Königtum vor den Auswirkungen der französischen Revolution schützen wollten, in den Jahren 1792 und 1793.
  • Philip José Farmer bezieht sich in seinem „World of Tiers“-Zyklus auf die Mythologie William Blakes und übernimmt dessen Götternamen Urizen, Los, Vala, Luvah und andere für die Taschenuniversen erschaffenden „Lords“, Erben einer weit fortgeschrittenen und von ihnen selbst nicht mehr verstandenen Technologie.

Komponisten[Bearbeiten]

Klassische Musik & Jazz[Bearbeiten]

Blakes Verse wurden von einer Reihe bedeutender, meist englischer Komponisten vertont. Es folgt eine Auswahlliste der Komponisten und ihrer auf Blake basierenden Werke. Die berühmtesten Vertonungen sind Benjamin Brittens Fassung von The Sick Rose (Elegy aus der Serenade for Tenor, Horn and Strings) und Hubert Parrys Chorwerk Jerusalem nach Blakes And did those feet in ancient time (Das Gedicht ist Teil der Dichtung Milton, 1804), neben Rule, Britannia! die „inoffizielle Nationalhymne“ Großbritanniens und ein fester Bestandteil auf jeder Last Night of the Proms.

Rock- und Popmusik[Bearbeiten]

Auch eine Reihe Rock- und Popmusiker wurden von den oft dunklen Versen Blakes angesprochen.

  • Arthur Brown zitiert in seinen Songs Verse von Blake.
  • Bruce Dickinson, Sänger der Heavy-Metal-Band Iron Maiden, widmete sein 1998 erschienenes Soloalbum A Chemical Wedding völlig William Blake: Einige Songtexte und das gesamte Artwork sind von Blake inspiriert.
  • Die Verszeile „Some are born to sweet delight, some are born to the endless night“ aus Blakes Gedicht Auguries of Innocence wurde von den Doors in End Of The Night zitiert. Außerdem soll die Band nach dem Zitat "If the doors of perception were cleansed everything would appear to man as it is, infinite" aus dem Essay The Marriage of Heaven and Hell benannt worden sein.[28]
  • Jerusalem von Emerson, Lake and Palmer ist eine Fassung von Parrys Lied.
  • Die britische Band Fat Les vertonte in ihrem Song Jerusalem Blakes Gedicht And did those feet in ancient times.
  • 1993 wurde London von der deutschen Folkrock-Band Fiddler’s Green bearbeitet.
  • Die Brandenburger Neofolk-Band Sonne Hagal adaptierte mehrere Werke Blakes, unter anderem The Sick Rose, die Einleitungen von Songs of Innocence und Songs of Experience wie auch Teile seiner Poetical Sketches.
  • Patti Smith verarbeitete ihre seit Kindheit bestehende Bewunderung für Blake unter anderem auf dem Album Trampin' mit dem Titel My Blakean Year
  • Shpongle benannte ein Album nach dem Blake-Zitat „Nothing lasts (…) but nothing is lost“ und verwendete weitere Samples mit Zitaten.
  • Als erste deutsche Musikformation vertonte Tangerine Dream 1987 einen Text von William Blake (The Tyger). Zwei weitere Vertonungen finden sich auf einem 2007 erschienenen Studioalbum.
  • Die norwegische Band Ulver vertonte auf dem 1998 erschienenen Ambient/Industrial-Metal-Album Themes from William Blake’s The Marriage of Heaven and Hell das gesamte gleichnamige Prosagedicht.
  • The Verve adaptierten Blakes London für das Lied History.
  • Die US-amerikanische Punk-Rock-Band Bad Religion beginnt ihr Lied God Song mit einem stark abgewandelten Zitat der ersten Zeilen von Blakes Gedicht Jerusalem: „And did those feet in ancient times trod on America’s pastures of green“.
  • Die deutsche Band Mantus hat 2010 Blakes Werk „Die Hochzeit von Himmel und Hölle“ vertont und als Album veröffentlicht.
  • Joan Baez rezitiert London zu einer Komposition von Peter Schickele (P.D.Q. Bach) auf ihrem 1968 erschienenen Album Baptism – A Journey Through Our Time
  • Blakes Bild „Nebuchadnezzar“ ist das Titelbild des Albumcovers „Death Walks Behind You“ der Band Atomic Rooster
  • Auf dem 2001 erschienenen Album Boundless der finnischen A-cappella-Gruppe Rajaton findet sich das Stück Poison Tree von Laura Sippola.
  • Das 2013 erschienene Album "Big Red Dragon - William Blake's Visions" der italienischen Rock-Sängerin Sophya Baccini ist inspiriert durch die Bilder von William Blake und enthält eine Vertonung von Jerusalem.
  • Die US-amerikanische Indie Rock-Band Sparklehorse vertonte das Gedicht London auf einer gleichnamigen Single.

Regisseure[Bearbeiten]

Der Große rote Drache mit der von der Sonne bekleideten Frau findet Verwendung in den Filmen Blutmond und Roter Drache
  • Ridley Scott zitiert für seine Frankenstein-Erzählung in „Blade Runner“ (1982) William Blakes „America: A Prophecy“. Replikant Roy Batty (Rutger Hauer) sagt darin: „Fiery the Angels fell, and as they fell deep thunder roll'd around their shores. Indignant burning with the fires of Orc“. Eine leichte Abwandlung der Originalzeilen.
  • In dem Film Dead Man (1995) von Regisseur Jim Jarmusch ist die Hauptfigur ein Mann namens William Blake (gespielt von Johnny Depp), der von einem Indianer für die Reinkarnation William Blakes gehalten wird.
  • In dem Film Tomb Raider (2001) von Regisseur Simon West wird die von Angelina Jolie verkörperte Figur Lara Croft mit dem Gedichtzitat aus „Auguries of Innocence“ konfrontiert (Zitat: „To see a World in a grain of sand, / And a Heaven in a wild flower, / Hold Infinity in the palm of your hand, / And Eternity in an hour.“[29]), das sie mit „William Blake“ kommentiert, und im entsprechenden Buch in ihrer Bibliothek weitere Hinweise findet.[30]
  • Für die multimediale Inszenierung Hochzit va Himmel und Hell (2005) des Komponisten und Regisseurs Knut Remond in der Mineraliengrube Lengenbach im Binntal in den Walliser Alpen wurden Ausschnitte aus dem Werk The Marriage of Heaven and Hell von William Blake ins Walliserdeutsch übersetzt. Das Projekt beginnt mit einem Brief des Malers Johann Heinrich Füssli an seinen Freund William Blake.
  • In dem Coming-of-Age-Film The Dangerous Lives of Altar Boys (2002) von Regisseur Peter Care spielt Blakes Buch The Marriage of Heaven and Hell für die 14-jährigen Protagonisten, rebellische Schüler einer katholischen Schule in den USA der 70er Jahre, eine wichtige Rolle.
  • Das Gedicht „Broken Love“ von Blake wird häufig im Film „The Heart of Me“ (2002) zitiert und als Leitthema für Vergebung verwendet.[31]
  • Blakes Gemälde des Großen roten Drachens mit der von der Sonne bekleideten Frau spielt eine große Rolle in dem Film Blutmond und dem Remake Roter Drache (Red Dragon). In diesen Filmen aus der Hannibal-Lecter-Reihe mordet die Titelfigur mit der Rechtfertigung, dass dies der Wille des Roten Drachens aus Blakes Zeichnung sei. Das Bild gehört zu einer Serie von Auftragsarbeiten zu biblischen Themen, die Blake für seinen Freund und Wohltäter Thomas Butts durchführte. Dieses Bild entstand um 1806 und bezieht sich auf die Offenbarung des Johannes.[32]
  • In der Finalfolge der zweiten Staffel der Serie „The Mentalist“ zitiert der Serienmörder Red John die erste Strophe von Blakes „The Tyger“. Er vergleicht sich so mit diesem Tiger, der auch von Natur aus tötet.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Edwin John Ellis/William Butler Yeats (Hrsg): The works of William Blake; poetic, symbolic, and critical. Edited with lithographs of the illustrated Prophetic books, and a memoir and interpretation by Edwin John Ellis and William Butler Yeats, 3 Bde, London 1893, Bernard Quaritch.
  2. Raine, Kathleen: World of Art: William Blake. Thames & Hudson, 1970, ISBN 0-500-20107-2.
  3. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 15.
  4. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 22.
  5. Peter Ackroyd: Blake, London 1995, 1999, Vintage, S. 224.
  6. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 78.
  7. Damon, Samuel Foster (1988). A Blake Dictionary
  8. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 61.
  9. feministezine.com: William Blake’s Ecofeminism.
  10. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 37.
  11. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 30/31.
  12. a b Verlag Randomhouse: Buchinformation zu Peter Ackroyd: William Blake. Dichter, Maler, Visionär.
  13. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 36.
  14. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 18.
  15. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 21.
  16. Peter Ackroyd: Blake, London 1995, 1999, Vintage, S. 25.
  17. Peter Ackroyd: Blake, London 1995, 1999, Vintage, S. 192.
  18. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 12.
  19. Woodcocks Kommentar zu den "Songs" in: Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0, S. 56ff.
  20. Peter Ackroyd: Blake, London 1995, 1999, Vintage, S. 118.
  21. Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0, S. 191.
  22. Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0, S. 238.
  23. Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions. 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0 S. 319.
  24. Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0, S. 332.
  25. Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0, S. 331.
  26. Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0, S. 333.
  27. The Fire of Innocence in the Darkness of World. auf: enjott.com
  28. The Doors: When You’re Strange, Dokumentation, USA, 2009.
  29. Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0, S. 135.
  30. Memorable Quotes ImdB
  31. The Heart Of Me by Roger Ebert
  32. William Vaughan: William Blake, London, 1999, 2008, Tate Publishing, S. 51ff.

Literatur[Bearbeiten]

  • D. W. Dörrbecker: Konvention und Innovation. Eigenes und Entliehenes in der Bildform bei William Blake und in der Britischen Kunst seiner Zeit. Wasmuth, Berlin 1992, ISBN 3-929392-00-3.
  • A. Blunt: The Art of William Blake. Columbia Univ. Press, New York 1959, ISBN 0-231-02364-2.
  • M. Butlin: Catalogue of the works of William Blake in the Tate Gallery. London 1957.
  • Edward Palmer Thompson: Witness Against the Beast: William Blake and the Moral Law. Cambridge Univ.. Press, Cambridge 1993, ISBN 0-521-22515-9.
  • Peter Ackroyd: William Blake. Dichter, Maler, Visionär. Knaus, München 2001, ISBN 3-8135-0102-7.
  • László F. Földényi, Akos Doma (Übers.): Newtons Traum: Blakes Newton. Matthes & Seitz, Berlin 2005, ISBN 3-88221-860-6.
  • Alexander Gilchrist: Gilchrist on Blake : Life of William Blake, Pictor Ignotus. Edited with an introduction by Richard Holmes. Harper Perennial, London u.a. 2005, ISBN 0-00-711171-1. (Life of William Blake first published 1863)
  • John E. Grant: William Blakes >The Fly<. In: Willi Erzgräber (Hrsg.): Interpretationen Band 8 · Englische Literatur von William Blake bis Thomas Hardy. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. et al. 1970, S. 9–37.
  • Bruce Woodcock (Hrsg.): The Selected Poems of William Blake. Ware. Wordsworth Editions 2000, XXII, ISBN 1-85326-452-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: William Blake – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien