William Heard Kilpatrick
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William Heard Kilpatrick (* 20. November 1871 in White Plains (Georgia); † 13. Februar 1965 in New York) war ein US-amerikanischer Pädagoge und Schüler, Kollege und Nachfolger von John Dewey.
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[Bearbeiten] Lebenslauf
William Heard Kilpatrick wurde als Sohn eines Predigers der Baptisten-Gemeinde geboren. Nach einem Studium am Baptisten-College, der jetzigen Mercer University, und einem halben Jahr Graduate Studies an der Johns Hopkins University wurde er Lehrer für Mathematik an der High School und später an der Mercer University. Die Bekehrung zur Pädagogik erfolgte durch John Dewey aufgrund einer Begegnung mit diesem 1898 in einem pädagogischen Sommerseminar an der Universität Chicago. 1907 ging er an das Teachers College der Columbia University, hier fand eine zweite und entscheidende Begegnung mit Dewey statt. Kilpatrick entschloss sich, Philosophie der Erziehung zum Hauptfach zu machen, und belegte alle Kurse von Dewey. Daraus entwickelte sich eine Zusammenarbeit, die bis zum Tode Deweys andauerte. Ab 1919 entwickelten Dewey und Kilpatrick die Idee des Projektunterrichts. Gemeinsam publizierten sie Der Projektplan - Grundlegung und Praxis, ein einflussreiches Werk zu diesem Thema. Am 13. Februar 1965 starb William Heard Kilpatrick in New York.
[Bearbeiten] Philosophie
Das Denken Kilpatricks gehört ebenso wie Dewey der Strömung des amerikanischen Pragmatismus an. Seine Vorstellung weist jedoch eine deutlichere soziale Ausrichtung auf, als dies bei Dewey ist: Kilpatrick zufolge verpflichten die realen Lebenssituationen in einer Demokratie zur Auseinandersetzung mit den Dingen. Also stimuliert die Demokratie rückwirkend den Menschen zu einem handlungsrelevanten Leben. In Bezug auf die Erziehung bedeutet dies, dass sie das soziale Leben zur Basis hat. Die besondere soziale Ausrichtung der Philosophie Kilpatricks liegt in der politischen Situation der USA in den zwanziger Jahren des 20. Jhs. begründet: Viele unterschiedliche soziale und kulturelle Schichten trafen sich im gleichen Lebensraum und beanspruchten ein gleiches Lebensrecht. Dieses sollte durch politische Planung ermöglicht werden.[1]
[Bearbeiten] Literatur
- John A. Beineke: And there were giants in the land. The life of William Heard Kilpatrick. New York/Washington DC/Baltimore/Boston/Bern/Frankfurt am Main/Berlin/Wien/Paris 1998 ISBN 0-8204-3773-5
- Heinrich Pfeiffer: Das Menschenbild bei William Heard Kilpatrick. Mainz 1956 (Dissertation)
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Belege
- ↑ Frey, Karl: Die Projektmethode. Der Weg zum bildenden Tun, 8. Aufl., Weinheim und Basel 1998. S. 50-51.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kilpatrick, William Heard |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Pädagoge und Schüler, Kollege und Nachfolger von John Dewey |
| GEBURTSDATUM | 20. November 1871 |
| GEBURTSORT | White Plains (Georgia) |
| STERBEDATUM | 13. Februar 1965 |
| STERBEORT | New York |

