William Herbert, 2. Earl of Pembroke

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William Herbert, 2. Earl of Pembroke, 2. Baron Herbert (* um 1455; † 16. Juli 1490)[1] war ein englischer Adliger walisischer Herkunft.

Herkunft[Bearbeiten]

Er wurde zwischen 1451 und 1460 als ältester legitime Sohn von William Herbert, 1. Earl of Pembroke, einem der engsten Vertrauten von König Eduard IV., und dessen Frau Anne Devereux geboren. Er wurde von seiner Mutter zusammen mit dem jungen Earl of Richmond in Raglan Castle, dem Sitz seiner Familie, erzogen. Auf Betreiben seines Vaters wurde er 1465 zum Lord of Dunster in Somerset erhoben und heiratete im September 1466 Mary, die Schwester der Königin Elizabeth Woodville.

Leben[Bearbeiten]

Nach der Hinrichtung seines Vaters 1469 nach der verlorenen Schlacht von Edgecote Moor erbte er seine Ländereien, Titel und die Ansprüche auf seine teils vererbbaren Ämter, wie die des Justiciars von Carmarthenshire und Cardiganshire in Wales. Nach der Schlacht von Barnet, deren Sieg die Herrschaft von Eduard IV. wiederherstellte, zog er zusammen mit dem König in London ein. Er erhielt jedoch vom König nur geringe Belohnungen, so dass sich das Verhältnis zwischen ihm und dem König verschlechterte. 1475 begleitete er den König auf dessen erfolglosen Feldzug nach Frankreich. Nach der Rückkehr nach England erlaubte ihm der König, das Erbe seines Vaters anzutreten. Herbert hatte jedoch nicht die Ausstrahlung und die Fähigkeiten seines Vaters, so dass er nicht die Stellung seines Vaters erreichte, der wie ein Vizekönig für Eduard IV. in Wales geherrscht hatte. Die Macht, die sein Vater ausgeübt hatte, ging schließlich auf einen neu eingerichteten Rat des Prince of Wales über, und im Juli 1479 musste Herbert auf seinen Titel Earl of Pembroke verzichten, der Eduard, dem ältesten Sohn des Königs übertragen wurde. Als Entschädigung erhielt Herbert den rangniederen Titel eines Earl of Huntingdon. Zu Eduards Bruder und Nachfolger, Richard III. , hatte Herbert wieder bessere Beziehungen. 1483 stellte er in Südwales Truppen zur Niederschlagung der Revolte von Henry Stafford, 2. Duke of Buckingham gegen den König auf, und im Februar 1484 durfte er Richards uneheliche Tochter Katherine heiraten. Er erhielt vom König eine Rente von rund 600 Pfund pro Jahr, welche sein Einkommen nahezu verdoppelte, und diente vermutlich Richards Sohn Edward of Middleham als Chamberlain. Dennoch ging er nicht gegen den Freund seiner Kindheit Henry Tudor vor, als dieser 1485 in Wales landete, und unterstützte auch nicht Richard III. in der Schlacht von Bosworth. Der neue König Heinrich VII. vergab ihm offiziell am 22. September 1486, so dass Herbert seine Besitzungen und Ämter behielt.

Familie und Nachkommen[Bearbeiten]

Aus der Ehe mit Mary Woodville hatte er eine Tochter, Elizabeth. Seine zweite Frau Katherine starb vermutlich bereits um das Jahr 1487, denn als William an der Krönung der Cousine seiner ersten Frau, Elizabeth of York, teilnahm, wurde er als Witwer aufgeführt.

Nach seinem Tod erbte seine Tochter Elizabeth seine Ländereien und den Titel Baron Herbert. Sie heiratete Charles Somerset, den späteren Earl of Worcester, so dass ihre Besitzungen an die Familie Somerset fielen. Der Titel Earl of Pembroke hingegen erlosch und ging auch nicht an Herberts jüngeren Bruder Walter Herbert über.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • R. A. Griffiths: Herbert, William, first earl of Pembroke (c.1423–1469), Oxford Dictionary of National Biography, Oxford University Press, 2004; Online Version, Januar 2008 [2], Zugriff am 25. August 2014
  • Howell Thomas Evans: Herbert, William, Welsh Biography Online, National Library of Wales; [3], Zugriff am 26. August 2014

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1], Zugriff am 25. Juli 2014
Vorgänger Amt Nachfolger
William Herbert Earl of Pembroke
1469–1479
Titel erloschen
William Herbert Baron Herbert
1469–1490
Elizabeth Somerset (geb. Herbert)
Titel neu geschaffen Earl of Huntingdon
1479–1490
Titel erloschen