William Herbert, 3. Earl of Pembroke

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William Herbert, 3. Earl of Pembroke, gemalt vom Daniel Mytens
Statue im Innenhof der Bodleian Library in Oxford

William Herbert, 3. Earl of Pembroke KG, PC (* 8. April 1580; † 10. April 1630) war ein wohlhabender englischer Adliger, Sohn von Henry Herbert, 2. Earl of Pembroke, und seiner dritten Frau Mary Sidney.

Leben[Bearbeiten]

Als Kanzler der Universität Oxford gründete er das Pembroke College mit Jakob I.. Er war stark an der Kolonialisation Amerikas interessiert. Von 1615 bis 1625 war er Lord Chamberlain of the Household und von 1626 bis 1630 Lord Steward. Er gilt als ein Patron von William Shakespeare.

Der Versuch seines Vaters Henry Herbert, 2. Earl of Pembroke, Williams Vermählung mit der Grosstochter Bridget Vere, der Tochter von Edward de Vere, des Ziehsohnes von William Cecil zu vermitteln, scheiterte.

Im Alter von 20 Jahren hatte er eine Affaire mit Mary Fitton, von der viele Experten annehmen, dass es sich um die von ihm geschwängerte Person handeln dürfte, die für die Dark Lady in Shakespeares Sonetten steht. Herbert William gab seine Vaterschaft zu, weigerte sich aber, Mary Fitton zu heiraten und wurde ins Fleet-Gefängnis verbracht, wo er Gedichte schrieb. Der 1601 von Mary Fitton geborene Sohn starb unmittelbar nach der Geburt. Obwohl seinem Antrag auf Begnadigung von Robert Cecil, 1. Earl of Salisbury schließlich stattgegeben wurde, blieb er vom Hof verbannt.

Er heiratete am 4. November 1604 Mary Herbert, Countess of Pembroke, die kleinwüchsige Tochter von Gilbert Talbot, 7. Earl of Shrewsbury. Seine Affäre mit der Tochter seines Onkels Robert Sidney, Lady Mary Wroth, nach dem Tode von deren Gemahl Robert Wroth führte zur Geburt von zwei Kindern William und Catherine.

Er starb 1630 im Alter von 50 Jahren, wodurch sein Titel an seinen Bruder Philip Herbert weitergegeben wurde.

William Herbert und William Shakespeare[Bearbeiten]

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Den beiden Brüdern William Herbert, 3. Earl of Pembroke (1580–1630), und Philip Herbert, 4. Earl of Pembroke (1584–1650) wurde 1623, sieben Jahre nach dem Tod von William Shakspeare aus Stratford das erste Gesamtwerk William Shakespeares (sog. First Folio) zugeeignet. (TO THE MOST NOBLE and INCOMPARABLE PAIRE OF BETHREN, William, Earl of Pembroke & Lord Chamberlaine und Philip, Earle of Montgomery)

William Herbert ist einer von mehreren diskutierten Kandidaten für den jugendlichen Charakter („Fair youth“) aus den von Thomas Thorpe (TT) herausgegebenen Sonetten Shakespeares, den der Dichter in den ersten 18 Sonetten bedrängt, zu heiraten. Da seine Initialen (Mr. W. H.) zu den angesprochenen Initialen der Zueignung der Sonette, „the only begetter of these ensuing sonnets“, passen, ist er bis heute ein populärer Kandidat für die Zueignung der Shakespeareschen Sonette geblieben (z. B. E. K. Chambers), obwohl sowohl andere Personen wie Henry Wriothesley, 3. Earl of Southampton oder William Hathcliffe diskutiert werden als auch die Tatsache, dass sich hinter der Zusammenstellung für den Druck der Sonette, die zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben wurden, mehrere Personen einschließlich des Dichters selbst verbergen.

Literatur[Bearbeiten]

  • William M. Blatt: A New Light on the Sonnets. In: Modern Philology. 11, 1, 1913, ISSN 0026-8232, S. 135–140, online.
Vorgänger Amt Nachfolger
Henry Herbert Earl of Pembroke
1601–1630
Philip Herbert