William Jencks

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William Platt Jencks (* 15. August 1927 in Bar Harbor, Maine; † 3. Januar 2007) war ein US-amerikanischer Biochemiker und Enzymologe.

Werdegang und Werk[Bearbeiten]

1951 erhielt Jencks an der Harvard Medical School seinen Medical Doctor. Er assistierte zunächst am Peter Bent Brigham Hospital in Boston und verbrachte danach ein Jahr als Postdoc am Massachusetts General Hospital. Bei Fritz Albert Lipmann vertiefte er seine Kenntnisse in Biochemie und Chemie. Während des Koreakriegs diente Jencks am Walter-Reed-Militärkrankenhaus, als Mitarbeiter des Army Medical Service Graduate School Department of Pharmacology. Nach zwei Jahren kehrte er zurück zu Lipmann, wo er ein weiteres Jahr in dessen Labor arbeitete. Danach ging er – ebenfalls als Postdoc – an die Harvard University zu Robert B. Woodward. 1957 wechselte er an die Brandeis University. Zunächst als Assistant Professor, danach als Associate Professor und später als Full Professor für Biochemie. 1996 erfolgte seine Emeritierung.

Jencks veröffentlichte nahezu 350 wissenschaftliche Artikel als Autor beziehungsweise Co-Autor, im Wesentlichen auf dem Gebiet der Enzymologie.

Jencks war Mitglied der National Academy of Sciences, der American Philosophical Society und der Royal Society. Er wurde mit dem James Flack Norris Award, dem Repligen Award in Chemistry of Biological Processes und 1963 mit dem Eli Lilly Award in Biological Chemistry geehrt.

Von Jencks stammt der Begriff des Circe-Effektes, bei dem Enzym-Reaktionen infolge von elektrostatischen Anziehungskräften beschleunigt ablaufen.[1]

Mit seiner Frau Miriam hatte er zwei gemeinsame Kinder.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. W. P. Jencks: Binding energy, specificity, and enzymic catalysis: the circe effect. In: Advances in enzymology and related areas of molecular biology. Band 43, 1975, ISSN 0065-258X, S. 219–410. PMID 892. (Review).