William Keighley

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William Keighley (* 4. August 1889 in Philadelphia, Pennsylvania; † 24. Juni 1984 in New York, New York; eigentlich William Jackson Keighley) war ein US-amerikanischer Regisseur.

Leben[Bearbeiten]

William Keighleys Karriere basierte auf drei Unterhaltungsmedien: Theater, Film und Radio. Als Schauspieler und Regisseur am Broadway ausgebildet, kam er zu Beginn der Tonfilmära in Hollywood an. Bei Warner Bros. wurde er Regieassistent und Dialogregisseur, bevor er 1932 seinen ersten Film selber inszenierte. Keighleys spannende, mit hohem Tempo inszenierte Thriller kamen dem Studio entgegen, da diese Art Filme eine Spezialität von Warner waren. Zwar arbeitete der Regisseur oft mit James Cagney zusammen, doch die beiden hegten keine Sympathie füreinander. Cagney war von dem „europäischen Gehabe“ Keighleys nicht angetan.

Keighley führte auch in anderen Filmgenres Regie. Bei dem Abenteuerfilm Robin Hood, König der Vagabunden (1938) mit Errol Flynn in der Titelrolle wurde er von Michael Curtiz ersetzt. Das Studio warf ihm vor, die geplante Drehzeit (und damit die Kosten) überzogen zu haben. Außerdem war man mit dem bis dahin teuersten Warner-Film im Ganzen nicht zufrieden.

Im Zweiten Weltkrieg diente Keighley im Signalcorps der US Army. Nach dem Krieg begann er sich mehr für das Medium Radio zu interessieren. Nachdem Cecil B. DeMille aufhörte, übernahm Keighley die Moderation der CBS-Radiosendung Lux Radio Theater. 1953 drehte er seinen letzten Film, den Piratenfilm Die Freibeuter, wiederum mit Errol Flynn in der Hauptrolle. Nachdem er auch 1955 nicht mehr für das Radio tätig war, zog er sich mit seiner Frau, der Schauspielerin Genevieve Tobin, die er 1938 geheiratet hatte, nach Paris zurück.

Am 24. Juni 1984 verstarb William Keighley kurz vor seinem 95. Geburtstag an den Folgen einer Lungenembolie.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]