William Sherard

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William Sherard (* 27. Februar 1659; † 11. August 1728) war ein englischer Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Sherard“.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Sherard wurde in Bushby, Leicestershire geboren und studierte am St John's College, Oxford von 1677 bis 1683. Er studierte Botanik von 1686 bis 1688 in Paris bei Joseph Pitton de Tournefort und war Schüler von Hermann Boerhaave in Leiden von 1688 bis 1689. 1690 war er in Irland Privatlehrer der Familie von Sir Arthur Rawdon in Moira (Grafschaft Down). Er arbeitete an John Rays Stirpium mit, das 1694 erschien. Er gab Paul Hermanns Paradisus Batavus (1698) heraus. Um 1700 begann er eine Fortsetzung von Caspar Bauhins Pinax botanici, die er aber nicht abschloss.

Von 1703 bis 1716 war Sherard Britischer Konsul in Smyrna; in dieser Zeit gelangte er zu Reichtum. Nach seiner Rückkehr nach England wurde er Förderer anderer Naturforscher, darunter Johann Jacob Dillen, Pier Antonio Micheli, Paolo Boccone und Mark Catesby. Er unterstützte auch die Veröffentlichung von Sébastien Vaillants Botanicon parisiense (1727). An der Universität Oxford richtete er den Lehrstuhl für Botanik ein und vermachte ihr auch seine wertvolle Bibliothek und sein Herbarium.

William Sherard war der ältere Bruder von Jacob Sherard. Dillens berühmter Hortus Elthamensis, der oft von Carl von Linné zitiert wurde, war eine Beschreibung seltener Pflanzen aus Jacob Sherards Garten in Eltham (Kent, heute Greater London). Laut Titelseite und Vorwort von Dillens Werk trug William Sherard in großem Umfang zum taxonomischen Teil der Arbeit bei.

Ehrentaxon[Bearbeiten]

Johann Jacob Dillen benannte ihm zu Ehren die Gattung Sherardia der Pflanzenfamilie der Rötegewächse (Rubiaceae).[1] Carl von Linné übernahm später diesen Namen.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Jacob Dillen: Catalogus plantarum sponte circa Gissam nascentium. Frankfurt, 1719, Tafel III
  2. Carl von Linné: Critica Botanica Leiden 1737, S. 94
  3. Carl von Linné: Genera Plantarum. Leiden 1742, S. 41

Weblinks[Bearbeiten]