Williams FW22

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Williams FW22

Ausgestellter Williams FW22 im Jahr 2013

Konstrukteur: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Williams
Designer: Patrick Head
Vorgänger: Williams FW21
Nachfolger: Williams FW23
Technische Spezifikationen
Motor: BMW E41/4, V10-Motor
Gewicht: 600 kg (inkl. Fahrer und Ballast)
Reifen: Bridgestone
Benzin: Petrobras
Statistik
Fahrer: 9. DeutschlandDeutschland Ralf Schumacher
10. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jenson Button
Erster Start: Großer Preis von Australien 2000
Letzter Start: Großer Preis von Malaysia 2000
Starts Siege Poles SR
17
WM-Punkte: 36
Podestplätze: 3
Führungsrunden:
Stand: Saisonende 2000
Vorlage:Infobox Rennwagen/Wartung/Alte Parameter

Der Williams FW22 war der Formel-1-Rennwagen von Williams für die Saison 2000. Der Motor kam nach zweijähriger Entwicklungs- und Vorbereitungszeit erstmals von BMW. Die Reifen stellte, wie schon im Vorjahr, der japanische Reifenhersteller Bridgestone.

Das Fahrzeug wurde am 10. Januar 2000 in München der Öffentlichkeit vorgestellt. Der erste Test fand zwei Wochen später am 24. Januar auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona statt.

Der Nachfolger des Fahrzeugs für die Saison 2001 wurde der Williams FW23.

Motor und Chassis[Bearbeiten]

Der FW22 war der Nachfolger des FW21, der noch von einem Supertec-Motor angetrieben wurde. Für den FW22 war der BMW-E41/4-Motor vorgesehen, der 607 kW (≈820 PS) bei 17.250 min-1 leistete. Das bei Williams konstruierte Chassis stammte von Patrick Head in Zusammenarbeit mit Gavin Fisher und Geoff Willis.

Lackierung und Sponsoring[Bearbeiten]

Wegen der intensiven Partnerschaft mit BMW wurde die Lackierung des FW22 im Vergleich zum Vorgängerfahrzeug völlig geändert. Die Grundfarben waren nun Dunkelblau und insbesondere Weiß. Dunkelblau waren der Heck- und Frontflügel sowie größere Bereiche an den Seitenkästen. Neuer Hauptsponsor wurde der Computerhersteller Compaq. Weitere Sponsorenaufkleber waren von Intel, Allianz, Nortel Networks, BR, Veltins, Castrol und Reuters.

Fahrer[Bearbeiten]

Ralf Schumacher blieb bei Williams. Sein neuer Teamkollege wurde der erstmals in der Formel 1 startende Jenson Button, der als Nachfolger von Alessandro Zanardi ins Team kam. Im Vorfeld hatte Button sich im Shootout gegen Bruno Junqueira durchgesetzt. Test- und Ersatzfahrer war der deutsche Jörg Müller.

Saison 2000[Bearbeiten]

Gleich zum Saisonstart in Australien wurde Schumacher Dritter. Es folgten einige Punkteplatzierungen im Laufe der Saison. Aus eigener Kraft konnte der Wagen nicht um den Sieg mitfahren; Ferrari und McLaren bestimmten die Saison. Beim Großen Preis von Belgien erzielte Schumacher erneut den dritten Platz. Diese Platzierung wiederholte er zum letzten Mal beim Großen Preis von Italien. Mit dem FW22 hatte Williams während der Saison insgesamt 13 Ausfälle zu beklagen, davon neun wegen technischer Fehler.[1]

Obwohl Williams am Saisonende mit 36 Punkten nur einen Punkt mehr als 1999 hatte, erreichte das Team Platz drei in der Konstrukteurswertung.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Fahrer Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Punkte Rang
Formel-1-Saison 2000 Flag of Australia.svg Flag of Brazil.svg Flag of San Marino.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Spain.svg Flag of Europe.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of France.svg Flag of Austria.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of the United States.svg Flag of Japan.svg Flag of Malaysia.svg 36 3.
DeutschlandDeutschland R. Schumacher 9 3 5 DNF 4 4 DNF DNF 14* 5 DNF 7 5 3 3 DNF DNF DNF
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich J. Button 10 DNF 6 DNF 5 17* 10* DNF 11 8 5 4 9 5 DNF DNF 5 DNF

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.motorsport-total.com/f1/db/stats.php?subject=car&stat=retirementall&id=840&pagesize=25

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Williams FW22 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien