Wilson Kipsang

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Wilson Kipsang beim Weltrekord-Lauf, Berlin-Marathon 2013
Wilson Kipsang beim London-Marathon 2012
Zieleinlauf beim Frankfurt-Marathon 2011

Wilson Kipsang Kiprotich (* 15. März 1982 im Keiyo District) ist ein kenianischer Langstreckenläufer. Mit der am 29. September 2013 beim Berlin-Marathon gelaufenen Zeit von 2:03:23 h war er ein Jahr lang Weltrekordhalter im Marathonlauf.[1][2]

Karriere[Bearbeiten]

Nachdem er die Sekundarschule mit 18 Jahren abgeschlossen hatte, wurde er Handlungsreisender. Erst der Marathon-Weltrekord von Paul Tergat 2003 inspirierte ihn, den Laufsport ambitioniert zu betreiben, und bald war er neben seinem Beruf bei lokalen Rennen erfolgreich.[3]

2007 traf er den Manager Gerard van de Veen, mit dem er von nun an zusammenarbeiten sollte, und fuhr schon bald als Vertretung eines verletzten Athleten zum ersten Mal nach Europa, um dort an Straßenläufen teilzunehmen.[4] Beim Schortenser Jever-Fun-Lauf über zehn Meilen stellte er mit 45:41 min ebenso einen Streckenrekord auf, wie mit 27:51 min beim Hemmeromloop über 10 km. Bei den Tilburg Ten Miles wurde er Zweiter, und eine Woche später siegte er beim Alsterlauf.

2008 wurde er Sechster beim Berliner Halbmarathon, Fünfter beim Dam tot Damloop und erzielte als Zweiter beim Delhi-Halbmarathon mit 59:16 min die drittschnellste Zeit des Jahres.

Im Jahr darauf gewann er den Egmond-Halbmarathon[5] und war als Zweiter beim RAK-Halbmarathon mit 58:59 min der fünfte Läufer der Geschichte, der die 59-Minuten-Marke über diese Distanz unterbot. Danach wurde er Dritter bei den World’s Best 10K und beim Berliner Halbmarathon, Vierter bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Birmingham und Dritter beim Delhi-Halbmarathon.

2010 wurde er Vierter bei den World’s Best 10K und bei seinem Debüt über die 42,195-km-Distanz Dritter beim Paris-Marathon. Beim Frankfurt-Marathon setzte er fünf Kilometer vor dem Ziel zu einem Alleingang an und verbesserte den Streckenrekord um mehr als eine Minute auf 2:04:57 h.[6][7]

2011 stellte er beim Biwa-See-Marathon mit 2:06:13 h einen Streckenrekord auf,[8] siegte beim Zwolle-Halbmarathon und bei Kärnten läuft und erzielte beim Frankfurt-Marathon mit 2:03:42 h die zweitschnellste je gelaufene Zeit – nur vier Sekunden über der einen Monat zuvor aufgestellten Weltrekord-Zeit von Patrick Makau Musyoki.[9][4][10]

2012 wurde er Dritter beim RAK-Halbmarathon und siegte beim London-Marathon,[11] woraufhin er für die Olympischen Spiele in London nominiert wurde.[12] Dort gewann er die Bronzemedaille im Marathon-Wettbewerb.[13]

Als Sieger des Berlin-Marathons 2013 stellte er mit 2:03:23 h einen neuen Weltrekord auf, der ein Jahr später von Dennis Kimetto unterboten wurde. 2014 gewann er die Marathonläufe in London und New York.

Wilson Kipsang ist 1,83 m groß und wiegt 62 kg.

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wilson Kipsang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Favorit Kipsang läuft Weltrekordzeit beim 40. Berlin-Marathon. rbb-online.de, 29. September 2013, abgerufen am 29. September 2013.
  2. Neuer Weltrekord beim Berlin-Marathon. maz-online.de, 28. September 2014, abgerufen am 28. September 2014.
  3. IAAF: Tergat’s record the turning point for salesman Kipsang. 3. November 2010
  4. a b IAAF: Kipsang’s sensational Frankfurt run complicates Kenyan Olympic team picture. 31. Oktober 2011
  5. IAAF: Strong winds destroys hopes of fast times in Egmond Half Marathon. 12. Januar 2009
  6. leichtathletik.de: Rekordfestival krönt Frankfurt-Marathon. 31. Oktober 2010
  7. IAAF: Fast Kenyan double in Frankfurt; 2:04:57 and 2:23:25. 31. Oktober 2010
  8. IAAF: 2:06:13 course record for Kipsang at Lake Biwa. 6. März 2011
  9. IAAF: Kipsang tantalises with 2:03:42 World record assault in Frankfurt. 30. Oktober 2011
  10. Wolfram Marx: Wilson Kipsang will den Weltrekord. In: leichtathletik.de. 31. Oktober 2011
  11. IAAF: Kipsang and Keitany claim London titles for Kenya. 22. April 2012
  12. IAAF: Kenya announces London Olympic Marathon squad. 25. April 2012
  13. Profil auf www.london2012.com, abgerufen am 12. August 2012