Wilster
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Steinburg | |
| Höhe: | 2 m ü. NN | |
| Fläche: | 2,71 km² | |
| Einwohner: |
4.487 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 1656 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25554 | |
| Vorwahl: | 04823 | |
| Kfz-Kennzeichen: | IZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 61 113 | |
| LOCODE: | DE WIL | |
| NUTS: | DEF0E | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Kohlmarkt 25 25554 Wilster |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Walter Schulz (CDU) | |
| Lage der Stadt Wilster im Kreis Steinburg | ||
Wilster (niederdeutsch: De Welster) ist eine Stadt im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Wilster bildet das Zentrum der Wilstermarsch, einem der größten Viehzuchtgebiete Deutschlands (Rotbuntes Niederungsrind). Bereits 1163 wurde zum ersten Mal eine St.-Bartholomäus-Kirche erwähnt, die wohl auf der Wurt nördlich der Wilsterau lag und zum Mittelpunkt einer Siedlung holländischer Kolonisten wurde. 1282 erhielt die Siedlung Lübsches Stadtrecht und gehört damit zu den ältesten Städten Schleswig-Holsteins. Am Übergang über die Au („Op de Göten“) wurde Markt gehalten, hier ist bis heute das alte Rathaus von 1585 erhalten. Es zeugt vom großen wirtschaftlichen Aufschwung Wilsters im 16. Jahrhundert, der durch die Lieferung von Getreide nach Hamburg und Fernhandel mit eigenen Schiffen bis nach Schottland und Portugal entstand.
Die Kriege im 17. und 18. Jahrhundert verringerten den Wohlstand Wilsters, eine zweite Blüte erlebte es jedoch Ende des 18. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammen die Kirche von Ernst Georg Sonnin (erbaut 1775–1780) und vornehme Bürgerhäuser, wie das heutige Rathaus (ehemaliges Palais Doos, 1785/1786) und das Haus Michaelsen (erbaut 1788), von dem heute nur das Gartenhaus in der Sonninstraße erhalten ist (das Wohnhaus wurde von einem Itzehoer Kaufmann 1826 nach Itzehoe versetzt).
1878 bekam Wilster einen Eisenbahnanschluss, wodurch auch in kleinerem Umfang Industrie entstand. Dadurch und dank der damaligen Nachfrage nach Agrarprodukten wurde die Zeit bis zum Ersten Weltkrieg zu einer weiteren Blütezeit Wilsters. Nach dem Krieg hatte es damit zu kämpfen, dass Gewerbe eingingen und Bewohner abwanderten. Der Neubau der Kasenorter Schleuse (1925) sorgte dafür, dass jedenfalls die Wilsterau schiffbar blieb.
Heute dient Wilster als Unterzentrum für die umliegenden Gebiete. Seit dem 1. Juli 2005 bildet die Stadt Wilster mit dem Amt Wilstermarsch eine Verwaltungsgemeinschaft. Seitdem führt das Amt Wilstermarsch die Verwaltungsgeschäfte der Stadt.
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag liegt bei 804 mm und ist damit vergleichsweise normal, da er in das mittlere Drittel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 64 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 2,3 mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren sehr stark. An nur 21 % der Messstationen werden höhere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
[Bearbeiten] Politik
Seit der Kommunalwahl 2008 hat die CDU neun und die SPD acht Sitze in der Ratsversammlung.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.“[2]
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Das Alte Rathaus von 1585 ist ein Renaissance-Bau.
- Das Neue Rathaus (Doos'sche Palais) wurde im Jahr 1786 errichtet.
- Die spätbarocke St.-Bartholomäus-Kirche wurde zwischen 1775 und 1781 von Ernst Georg Sonnin errichtet.
[Bearbeiten] Verkehr
Durch das Gemeindegebiet verläuft die B 5 nach Itzehoe und Brunsbüttel sowie die B 431 Richtung Meldorf.
Wilster hat einen Bahnhof an der „Marschbahn“ von Hamburg-Altona nach Westerland, an dem Nahverkehrszüge halten.
[Bearbeiten] Energie
Wilster ist Standort eines 380-kV-Schaltwerks. Hier nehmen die 380-kV-Stromkreise, die über die Elbekreuzung 2 nach Dollern führen und die 380-kV-Leitung zum Kernkraftwerk Brokdorf ihren Ausgang.
[Bearbeiten] Sonstiges
Wilster im Kreis Steinburg verdankt seine Bekanntheit auch der Tatsache, dass dieser Ort seit Jahrzehnten als Beispiel für das Ortsschild (Zeichen 310 der StVO) dient.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- 1571, 18. Oktober, Wolfgang Ratke, † 27. April 1635 in Erfurt, Didaktiker und Pädagoge
- 1572, 22. November, Guilielmus Alardus † 8. Mai 1645 Krempe (Steinburg), Lyriker, Verfasser von Predigtsammlungen und Kirchenliedkomponist
- 1829, 5. Januar, Johann Meyer, † 16. Oktober 1904, Heimatdichter
- 1890, 27. September, Minna Wilde, † 31. Juli 1975 in Uttingen bei Bern, Sängerin und Pädagogin
- 1938, 5. November Maren Piske, deutsche Politikerin (SPD), MdHB (Hamburg)
- 1943, 10. Februar, Gert Börnsen, deutscher Politiker (SPD), MdL (Schleswig-Holstein)
- 1943, 29. April, Klaus Grawe, † 10. Juli 2005 in Zürich, Psychotherapieforscher und Psychologischer Psychotherapeut.
- 1965, 7. Februar, Birge Schade, Schauspielerin
[Bearbeiten] Literatur
- Jutta Kürtz: 1282-1982, 700 Jahre Stadt Wilster. Wilster 1982
- R. Friedrichs u. H. Jacobs: 725 Jahre Wilster, Spiegelbilder einer alten Stadt. 2007
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
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