Wimpassing an der Leitha

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Wimpassing an der Leitha
Wappen von Wimpassing an der Leitha
Wimpassing an der Leitha (Österreich)
Wimpassing an der Leitha
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: EU
Fläche: 7,91 km²
Koordinaten: 47° 55′ N, 16° 26′ O47.91516.426944444444222Koordinaten: 47° 54′ 54″ N, 16° 25′ 37″ O
Höhe: 222 m ü. A.
Einwohner: 1.329 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 168 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2485
Gemeindekennziffer: 1 03 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchengasse 12
2485 Wimpassing an der Leitha
Website: www.wimpassing-leitha.at
Politik
Bürgermeister: Josef Wolowiec (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
10
6
3
10 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Wimpassing an der Leitha im Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Breitenbrunn am Neusiedler See Donnerskirchen Großhöflein Hornstein Klingenbach Leithaprodersdorf Loretto Mörbisch am See Müllendorf Neufeld an der Leitha Oggau am Neusiedler See Oslip Purbach am Neusiedler See Sankt Margarethen im Burgenland Schützen am Gebirge Siegendorf Steinbrunn Stotzing Trausdorf an der Wulka Wimpassing an der Leitha Wulkaprodersdorf Zagersdorf Zillingtal Eisenstadt Rust BurgenlandLage der Gemeinde Wimpassing an der Leitha im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Die bemerkenswerte Einrichtung der Pfarrkirche

Wimpassing an der Leitha ist eine Gemeinde mit 1329 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Österreich, die unmittelbar mit der niederösterreichischen Ortschaft Wampersdorf (Ortsteil von Pottendorf, Bezirk Baden) verbunden ist.

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Vimpác.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland an der Grenze zu Niederösterreich nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Wimpassing an der Leitha ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Seibersdorf (NÖ)
Pottendorf (NÖ) Nachbargemeinden Leithaprodersdorf
Hornstein

Geschichte[Bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Funde aus der Jungsteinzeit deuten auf eine prähistorische Siedlungsgeschichte hin.

Später unter den Römern lag das heutige Wimpassing dann in der Provinz Pannonia.

Wimpassing (rechts oben) und Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

1587 wurde von den Franziskanern in Wimpassing ein Kloster gegründet, in dem im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts einige deutschsprachige Drucke erschienen, wie der "Psalter von Wimpassing" (1593)[1] und andere religiöse Werke.[2] Damit war Wimpassing der erste Ort im Gebiet des heutigen Österreichs, in dem deutschsprachige Buchdrucke entstanden. Seit 1628 wurde das Kloster von den Minoriten genutzt und 1787 unter Joseph II. zunächst aufgehoben.

Wimpassing an der Leitha gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Vimpác verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1929 kam der Krankenpflegeorden der Kamillianer nach Wimpassing und nutzt seitdem das ehemalige Franziskanerkloster.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Die ÖVP verfügt über die absolute Mehrheit im Gemeinderat und stellt mit Josef Wolowiec den Bürgermeister.

Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist ÖVP 10, SPÖ 6, FPÖ 3, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen ist in den Farben Rot-Gold-Blau gehalten.

Blasonierung: Das goldene Kreuz steht für das Wimpassinger Kreuz und die Pfarrkirche zur Unbefleckten Empfängnis. Die goldene Brücke und die blaue Leitha nehmen Bezug auf historische und topografische Elemente - an Stelle des heutigen Wimpassing befand sich im frühen Mittelalter an der Leithabrücke eine Grenzwächtersiedlung - symbolisiert wird aber auch die Lage der Grenzgemeinde an der Leitha. Die Brücke ist seit jeher aber auch ein Symbol für das Streben der Menschen, Trennendes zu überwinden und auf diese Weise Land und Leute mit ihren Kulturen, Ideen, Ansichten und Werten zu verbinden.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Ehemaliges Franziskanerkloster: mit einer Wehrmauer aus dem 16. Jahrhundert
  • Barocke Pfarrkirche: 1723 erbaut, Hochaltar aus der Zeit um 1780 und weist zwei große Engelsfiguren auf; sie befindet sich auf einer Anhöhe
  • Wimpassinger Kreuz: Zwischen 1784 und 1939 befand sich in der Pfarrkirche das 'Wimpassinger Kreuz,' ein bedeutendes Kulturdenkmal, das ursprünglich in der Wiener Minoritenkirche aufgestellt war. 1939 wurde das Kreuz zu Restaurierungsarbeiten nach Wien gebracht und verbrannte 1945 im Stephansdom. Dort befindet sich heute eine Kopie des Kreuzes.
  • Dreifaltigkeitssäule: aus dem 17. Jahrhundert
  • Bründlkapelle: 1877 erbaut, neugotisch
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wimpassing an der Leitha

Sport[Bearbeiten]

  • Leitharadweg: Der Leitha-Fahrradweg führt durch Wimpassing.


Vereine[Bearbeiten]

Wimpassing ist auch für sein aktives Vereinsleben bekannt, denn nicht weniger als sechzehn Vereine kann dieser Ort sein eigen nennen. Unter anderem gibt es den Sportverein Wimpassing (SVW, gegründet 1926), die Freiwillige Feuerwehr und einen Tischtennisverein; ebenso den Pensionistenverband, den Seniorenbund, den Elternverein, die Chorgemeinschaft, den Allsport-Club, den Biker-Club B16, den Reit- und Fahrverein Leitha Au, Reit- und Fahrverein Wimpassing (welcher den amtierenden Landesmeister im Gespannfahren stellt), wie auch die Kinderfreunde Wimpassing. Bekannt ist auch der Tennisverein Wimpassing.

Auch die Jagdgesellschaft, die Bücherei Wimpassing, die Stiftung Kinderheim und der Pfarrgemeinderat sollten hier Erwähnung finden. Weiters ist auch der Künstlerverein hinterm Leithaberg (welcher mit anderen Künstlervereinen vernetzt ist) zu erwähnen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wimpassing an der Leitha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bibeln-online.de Deutschsprachige Bibelausgabe bis 1599
  2. Országos Széchényi Könyvtár, Budapest: Neu entdeckte Druckwerke aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes hergestellt wurden
  3. Beschluss des Gemeinderates von Wimpassing an der Leitha vom 29. Jänner 2010, Abruf am 17. Juli 2011