Winchester (Gewehr)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Winchester Modell 1873, seltenes Kaliber .22

Das Unternehmen Winchester Repeating Arms Company entwickelt und baut seit 1860 in den Vereinigten Staaten Gewehre. Seit 1866 werden diese unter der bekannten Marke Winchester vertrieben. Umgangssprachlich steht eine Winchester für Unterhebelrepetierer, jedoch entwickelte Winchester Repeating Arms auch andere Gewehrtypen.

Kennzeichnend für die vielen Modelle, die Winchester seit den 1860er Jahren auf den Markt brachte, ist die Benennung nach dem Jahr der Einführung (Winchester 66, Winchester 73, Winchester 76 Winchester 86, Winchester 92, Winchester 94, Winchester 95 usw.) später wurde allerdings von diesem Prinzip abgegangen. Regelmäßig brachte Winchester hochwertig ausgestattete „Commemorative“-Modelle für Sammler heraus, die zumeist historischen Persönlichkeiten oder Ereignissen gewidmet waren: z. B. die Winchester 94 Bicentennial 1976 zum 200. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.

Zahlreiche andere Unternehmen kopieren heute klassische Winchester-Modelle (einschließlich der Henry und der berühmten Winchester 73) für Liebhaber und zum sportlichen Schießen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorläufer

Erste Merkmale der späteren Winchester finden sich in Experimentalmodellen des Herstellers Hunt & Jennings in Vermont und in der von Smith & Wesson entwickelten und am 14. Februar 1854 patentierten Magazinpistole, welche hülsenlose Munition verschoss. Das unten offene Röhrenmagazin war unter dem Lauf angebracht. Nachgeladen wurde mit dem Abzugbügel, der den Verschluss über ein Kniegelenk betätigte und verriegelte. Das System bewährte sich nicht, da die in der hohlen Kugel liegende Pulverladung zu schwach war und der Gasaustritt wegen fehlender Liderung die Anfangsgeschwindigkeit noch mehr verminderte.

Volcanic-Pistole Kal .41

Die Pistole und ein Gewehr nach dem gleichen Prinzip verkauften sich schlecht. 1885, nachdem sich Horace Smith und Daniel Wesson entschieden hatten, in die Revolverproduktion einzusteigen, überliessen sie die Produktion der neu gegründeten VOLCANIC REPEATING ARMS COMPANY. Schon am Anfang daran beteiligt und ab 1856 Präsident und wichtigster Geldgeber war Oliver Winchester, der das Unternehmen bereits im Frühjahr 1857 umorganisierte und neu unter NEW HAVEN ARMS Co. registrieren liess. Gesamthaft wurden etwas über 3000 Volcanicpistolen und etwa 1000 Volcanicgewehre unter der Ägide von Oliver Winchester hergestellt.

[Bearbeiten] Unterhebelrepetierer

[Bearbeiten] Henry-Rifle 1860

Henry Rifle
Henry Rifle, Verschlusskasten
Hauptartikel: Henry-Gewehr

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Hunt & Jennings, Benjamin Tyler Henry, jetzt Betriebsleiter (engl: Superintendent) bei der NEW HAVEN ARMS Co. von Oliver Winchester, entwickelte auf der Basis der Volcanic ein Repetiergewehr, das er am 16. Oktober 1860 patentieren liess.

Die charakteristischen Merkmale des Henry-Gewehrs waren: Die Verwendung einer von ihm entwickelten Randfeuerpatrone im Kaliber .44 mit Hülse, welche die Liderung garantiert; ein Verschlussgehäuse aus Bronze; ein Verschluss, der horizontal durch einen „Unterhebel“, d. h. den verlängerten und zum Handschutz umgeformten Abzugsbügel, vor- und zurückbewegt wird; ein Kniegelenk, das die Bewegung des Unterhebels auf den Verschluss überträgt und diesen in vorderster Stellung blockiert; ein außenliegender Hahn, der durch die Verschlussbewegung niedergedrückt und gespannt wird; ein langes, als integrierter Teil des Laufes angeordnetes Magazin in Form eines unten offenen Rohres, in dem 15 Patronen hintereinander liegen; ein Hebel, der (mit dem Unterhebel gekoppelt) den Patronenzuführer senkrecht nach oben hebt, der Patronenzuführer wirft gleichzeitig die abgeschossene Patronenhülse aus. Beim Schließen des Verschlusses wird die zugeführte Patrone vom Verschluss ins Patronenlager geschoben, und die Waffe ist schussbereit.

Während des amerikanischen Bürgerkriegs beschaffte die Armee der Nordstaaten einige Henry-Gewehre. Mit den Lieferungen nach Friedensschluss erhielt die Armee total 1731 Henrys. Eine grosse Zahl der Waffen wurde direkt von Einheitskommandanten der Nordstaaten für ihre Truppen erworben und viele wurden auch direkt von Kriegsteilnehmern gekauft. Die Gesamtproduktion betrug Ende 1866 über 12 800 Waffen.

Mehrere Repetiersysteme erreichten zu dieser Zeit Marktreife, darunter – neben der Henry – der bekannte Spencer-Karabiner und ab 1855 auch das Colt Roots-Revolvergewehr. Die Kriegsteilnehmer, vor allem Truppen der Nordstaaten setzten diese während des Krieges nebeneinander ein, wobei sich Henry und Spencer am besten bewährten.

Das Unternehmen wurde im Mai 1866 in „Winchester Repeating Arms Company“ umbenannt; dadurch trat der Name Henry-Rifle in den Hintergrund.

[Bearbeiten] Modell 66

Winchester Karabiner Mod 1866, genannt Yellow Boy

Die vom Nachfolger von B. Tyler Henry, Nelson King, aus dem Henrygewehr entwickelte Winchester Modell 1866 im Henrykaliber hatte ein geschlossenes Röhrenmagazin, das von hinten durch eine seitlich angebrachte Ladeklappe geladen wurde (King’s improvement, Patent vom 22. May 1866). Damit war der Hauptnachteil der Henry, verschmutzte Patronen, behoben. Der älteste bekannte Winchester 66 Karabiner trägt die Nummer 12.476, während Henrys bis in den Bereich von 14.000 hergestellt wurden. In dieser Übergangszeit entspricht das Verschlussgehäuse des Modells 66 noch in Details dem des Vorgängers.

Das Modell 66 wurde bald zum Verkaufsschlager und trat seinen Siegeszug als Karabiner und Jagdgewehr in der nach dem Bürgerkrieg stürmisch einsetzenden Besiedlung des Westens an. Vom Modell 66 wurden gesamthaft etwa 170 000 Stück hergestellt, 3/4 davon waren Karabiner mit 20 Zoll-Läufen, der Rest Jagdgewehre, zum Teil mit Achtkantläufen und Infanteriegewehre mit Bajonetthalter. Wichtigster Abnehmer der Militärwaffen war die Türkei mit 46 000 Infanteriegewehren (Im Vertragstext zwischen Winchester und der Türkei „Muskets“ genannt), und 5000 Karabinern. Auch Frankreich erwarb 3000 Infanteriegewehre und 3000 Karabiner Modell 66. Die „Muskets“ waren für Tüllenbajonette, später wahlweise für Säbelbajonette eingerichtet. Das Modell 66 war als Militärwaffe allerdings weniger geeignet, da es keine starken Gewehrpatronen verschoss.

[Bearbeiten] Modell 73

Kniegelenk-Verschluss bei Volcanic-Waffen, dem Henry und der Winchester Mod 66, 73 und 76

1873 brachte Winchester eine verstärkte Version des Modell 66 heraus. Die neue Waffe verschoss neu entwickelte Zentralfeuerpatronen, zuerst im Kaliber .44-40 WCF, später auch .38-40 WCF und die .32-20 WCF (Winchester Center Fire). Ausserdem wurden sie in den Randfeuerkalibern .22 kurz / .22 Short und .22 lang / .22 long gebaut. Der Verschlusskasten war nicht mehr aus Bronze, sondern aus Eisen, der Kniegelenkverschluss wurde jedoch beibehalten. Auch von dieser Waffe wurden Karabiner, Jagdgewehre und Musketen hergestellt. Sie war das erste Erfolgsmodell des Unternehmens. Zwischen 1873 und 1923 wurden über 720.000 Winchester Modell 73 hergestellt, davon 36 % Karabiner und 58 % Jagdgewehre, der Rest waren „Musketen“.

Die Schwäche der Waffe war zugleich ihre Stärke, denn üblicherweise verschoss sie Patronen, die auch in den gebräuchlichsten Revolvermodellen des Wilden Westens Verwendung fanden (dem Colt Single Action Army, dem Remington Single Action Mod. 1875 und Mod. 1890, dem New Model No. 3 von Smith & Wesson). Der Besitzer war so in der Lage, die gleiche Patronensorte sowohl im Gewehr als auch in seiner Faustfeuerwaffe zu verwenden. Reine Revolverpatronen wie die .45 Colt und andere Kaliber waren für Gewehre nicht geeignet, da der Hülsenrand zu schmal war um das sichere Ausziehen der Hülse zu gewährleisten.

[Bearbeiten] Modell 76

Das Modell 1876 war eine schwerere Ausführung des Modell 73 mit einem längeren Verschlussgehäuse und einen redimensionierten Kniegelenkverschluss. Es verschoss wesentlich stärkere Schwarzpulverpatronen, die auch für die Grosswildjagd geeignet waren. Zwischen 1876 und 1898 wurden 63 871 dieser Waffe hergestellt. Entwickelt als Jagdgewehr, wurde sie jedoch als Karabiner im Kaliber .45-75 bis 1905 von der Kanadischen Berittenen Polizei geführt.

[Bearbeiten] Modell 86

Winchester Modell 86 Deluxe Verschlussgehäuse

Erst 1886 brachte Winchester ein Gewehr heraus, das später auch Patronen mit rauchschwachem Pulver verwenden konnte, da John Moses Browning ein neues Unterhebelsystem entwickelt hatte. Bei diesem war das Kniegelenk durch einen Blockverschluss ersetzt. Der Ladehebel zog einen Verriegelungsblock nach unten, bevor er den Verschluss bewegte. Die Waffe verschoss diverse Patronen vom Jagdkaliber .33 über die .45-70 Armeepatrone bis zu .50 Grosswildpatronen. Vom Modell 86 und der späteren Variante Modell 71 wurden zwischen 1886 und 1922 über 159 000 Stück hergestellt.

[Bearbeiten] Modell 92

Winchester Karabiner von Links 2 Mod 73, Mod 94, 2 Mod 92

1892 folgte die kleine Schwester des Modell 86, die Winchester Modell 1892. Sie war der Nachfolger des Modell 73, allerdings verschoss sie, im Gegensatz zum Modell 73, rauchlose Patronen im Kaliber .44-40 WCF, .38-40 WCF und .32-20 WCF, später kam noch die .25-20 und die .218 Bee Kleinwildpatrone dazu. Von der Winchester 92 und ihren späteren Varianten Mod 53 und Mod 65 wurden 1 001 324 Stück hergestellt, die letzte 1932.

[Bearbeiten] Modell 94

Das Modell 1894 hatte das gleiche Verschlussprinzip und war erkennbar am unten offenen Verschlussgehäuse und dem bei der Ladebewegung herausklappenden Führungshebel. Es verschoss zuerst Schwarzpulverpatronen .32-40 und .38-55, welche später auch rauchlos geladen wurden. Später kamen moderne .32 Winchester Spezial, die klassische .30-30 WCF und für Kleinwild die .25-35, und die .219 Zipper Patrone dazu, alles rauchlose Mittelpatronen. Bis 1932 waren rund 1 Million Waffen hergestellt, 1964 war die Waffennummer 2 600 000 erreicht und Kopien aus Italien und Japan werden heute noch angeboten. Bekannt wurde die Waffe in der Jahrhundertwende durch ihre Verwendung im Klondike-Goldrausch in Alaska, wo sie auch bei klirrender Kälte immer funktionierte. Als einzige, klassische Winchester wurde die Winchester 94 nahezu unverändert – vor allem im jagdtauglichen Kaliber .30-30 – bis 2006 gebaut.

[Bearbeiten] Modell 95

In den bisherigen Winchester-Repetierern mit Röhrenmagazin konnten keine Spitzpatronen verschossen werden, die Gefahr von Magazinzündern war zu groß. 1895 legte die Winchester Repeating Arms Company schließlich ein Modell vor, auch eine Browning-Entwicklung, das ein Kastenmagazin hatte und somit auch moderne Spitzpatronen verschießen konnte. Die Winchester 1895 wurde als Jagdwaffe, Infanteriegewehr und Militärkarabiner hergestellt.

Der berühmteste Besitzer einer Winchester Mod 95 war der Großwildjäger und spätere amerikanische Präsident Theodore Roosevelt. Der Karabiner mit 22-Zoll-Lauf in den amerikanischen Armeekalibern wurde von den Texas Rangers (Polizei), die ihre Waffen selber stellten, und anderen Polizeieinheiten eingesetzt. Die Russische Armee kaufte 1915–16 über 290.000 dieser Waffen im Militärkaliber 7.62 Russian, die auch das Mosin-Nagant Gewehr verschoss.

[Bearbeiten] Winchester Selbstladegewehre

[Bearbeiten] Modell 03

1903 brachte Winchester das erste Selbstladegewehr, das Modell 03 im Kaliber ’’.22 Automatic Winchester Rimfire’’ auf den Markt. Es handelte sich dabei um ein Gewehr mit einem unverriegelten Masseverschluss mit der Vorholfeder im Vorderschaft, die Ladebewegung erfolgte über einen vorne aus dem Vorderschaft herausragenden Ladestift. Das Röhrenmagazin im Kolben wurde durch eine seitlich angebrachte Öffnung gefüllt. Eine von hinten in den Kolben eingeführte Röhre mit einer Feder für den Patronennachschub verschloss zugleich die Ladeöffnung. Die Munition zu diesem Gewehr war eine speziell hergestellte .22er Randfeuer-Patrone, die aufgrund ihrer Dimension nicht in anderen .22-Waffen verwendet werden konnte.

Da der Verkauf der Winchester 03 schlecht lief, führte 1933 Winchester eine gleich konstruierte Waffe, das Modell 63 für die weitverbreitete und stärkere Patrone 22 Long Rifle (.22 l.r.) ein. Von 1903 bis 1936 wurden 122 000 der Winchester 03 hergestellt und das Modell 63 brachte es von 1933 bis 1943 auf 51 000 Exemplare.

[Bearbeiten] Modell 05

Winchester 05 Self Loading

Aus patentrechtlichen Gründen war es Winchester nicht möglich, rasch eine Selbstladebüchse verriegelten Verschluss für stärkere Munition auf den Markt zu bringen. Das System mit Masseverschluss wurde deshalb weiterverfolgt, allerdings musste die Verschlussmasse wesentlich vergrössert werden, um ein einwandfreies Funktionieren der Waffe zu gewährleisten. Thomas C. Johnson, der schon das Modell 03 entwickelt hatte, brachte deshalb im hohlen Vorderschaft eine zusätzliche Verschlussmasse an. Das Kastenmagazin vor dem Abzugbügel fasste 5 Patronen im Kaliber .32 SL (Self Loading) oder .35 SL. Vom Modell 05 wurden bis 1923 etwas über 31 000 Stück hergestellt.

Beide Patronen waren zur Jagd zu schwach. Bereits nach 2 Jahren kam deshalb das Modell 07 auf den Markt, das eine wesentlich stärkere Munition im Kaliber .351 SL verschoss; 1910 folgte noch das Modell 10 im Kaliber .401 SL. Die Patronen all dieser Selbstladegewehre hatten zylindrische dickwandige Hülsen um beim Rücklauf des Verschlusses Gasaustritte zu verhindern. Die Modelle 07 und 10 wurden auch bei Polizeieinheiten und in Gefängnissen eingesetzt und hatten dort 10-Schuss Magazine. Bis 1943 wurden vom Modell 07 49 000 Stück hergestellt, das Modell 10 brachte es bis 1936 auf etwa 20 000 Waffen.

[Bearbeiten] Andere Modelle

Die Zusammenarbeit mit John Moses Browning fing 1885 an, nachdem er dem Unternehmen Winchester ein einschüssiges Gewehr mit Fallblockverschluss und untenliegenden Ladehebel angeboten hatte, welches als High-Wall und Low-Wall Mod. 1885 fabriziert wurde.

Winchester Cal 12

Auch die Konstruktion der Vorderschaftrepetierflinte geht auf die Zusammenarbeit mit Browning zurück. Die Winchester Model 1893 hatte allerdings einige Schwächen und aus dem Grund wurde die Fertigung recht schnell eingestellt. Die Winchester Model 1897 wurde hingegen ein beachtlicher kommerzieller Erfolg und wurde von der U.S. Army noch in den Weltkriegen in den Schützengräben als sogenannte Trench-Gun zum Nahkampf eingesetzt.

In beiden Weltkriegen baute Winchester im Regierungsauftrag auch große Mengen von Fremdkonstruktionen für das Militär und etablierte darüber hinaus eine bedeutende Munitionsfertigung.

Weitgehend unbekannt ist das Winchester Modell 1887, welches ebenfalls Schrotpatronen im Kaliber 12/70 verschießt, jedoch ein Unterhebelverschlusssystem benutzt. Dieses System wurde auch von Moses Browning konstruiert, konnte sich aber nie besonders durchsetzen. Später folgte noch ein Modell 1902 im Kaliber 10. Bekannt wurde die Winchester 1887 durch die Verwendung im Film „Terminator 2“, wo Arnold Schwarzenegger ein verkürztes und modifiziertes Modell „schwingt“.

[Bearbeiten] Repetierer mit Zylinderverschluss

Das erste Repetiergewehr von Winchester mit Zylinderverschluss war das Modell 1879 Hotchkiss. Das Röhrenmagazin war im Kolben und fasste 5 Patronen, die bei offenen Verschluss von vorne eingeschoben wurden. Die Waffe wurde im amerikanischen Armee-Kaliber 45-70 sowie für andere grosskalibrige Schwarzpulverpatronen der Epoche angeboten. Von 1879 bis 1899 wurden über 80.000 dieser Waffen hergestellt, ein Teil ging an die amerikanische Armee und Marine, andere wurden an die Chinesische Armee verkauft und der Rest waren Jagd- und Schützenwaffen.

Um die Nachfrage nach Jagdwaffen hoher Schusskraft zu befriedigen, entwickelte Winchester nach dem Ersten Weltkrieg einen Repetierer mit Zylinderverschluss und Kastenmagazin, das Modell 54, welches 1925 auf den Markt kam. Der Verschluss dieser Waffe entsprach weitgehend dem des bewährten Mauser 98-Gewehrs. Das Magazin fasste 5 Patronen, und die Waffe war, neben dem häufigsten Kaliber .30-06, in den meisten anderen gängigen Jagdkalibern erhältlich. Die Verkäufe liefen nicht wie erwartet, bis 1941 konnten nur 50.000 Winchester 54 verkauft werden.

Winchester Modell 70

Bereits 1937 kam eine verbesserte Variante dieser Waffe auf den Markt, das Modell 70. Diverse Detailänderungen und die verbesserte Verarbeitung führten dazu, dass die Winchester 70 ein Bestseller, ja zur Legende wurde. Sie wurde in 20 verschiedenen Kalibern, von der .22 Hornet bis zur .458 Winchester Magnum angeboten. Berühmtester Benutzer der Winchester 70 im Natokaliber .308 war die Royal Canadian Mounted Police. Erst 1964 bei Seriennummer 570.000 wurde die Konstruktion aus Preisgründen vereinfacht, vom Mauserschloss wurde abgegangen, der Name der Waffe jedoch gleich gelassen. Das Resultat ist, dass das „pre 64“ Winchester Modell 70 ein gesuchtes Jagdgewehr und Sammlerobjekt geworden ist.

[Bearbeiten] Sonstiges

Das berühmteste Winchester-Modell der Geschichte war die Winchester 73. In dem gleichnamigen Western Winchester '73 mit dem Schauspieler James Stewart wird die Geschichte eines dieser Gewehre erzählt.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  • George Madis: The Winchester Book. Taylor Publishing Company, Dallas TX 1971, ISBN 0-910156-03-4.
  • George Madis: The Winchester Handbook. Art & Reference House, Brownsboro, TX 1981, ISBN 0-910156-04-2.
  • John E. Parsons: The Frist Winchester. William Morrow & Co., New York, NY 1955, ISBN None Library of Congress Catalog Card number 55-7621.
  • Wiley Sword: The Historic Henry Rifle. Andrew Mowbray Publishers, PO Box 460, Lincoln, RI 2002, ISBN 1-931464-01-4.
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen