Winden am See

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Winden am See
Wappen von Winden am See
Winden am See (Österreich)
Winden am See
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Neusiedl am See
Kfz-Kennzeichen: ND
Fläche: 13,49 km²
Koordinaten: 47° 57′ N, 16° 45′ O47.9516.75124Koordinaten: 47° 57′ 0″ N, 16° 45′ 0″ O
Höhe: 124 m ü. A.
Einwohner: 1.331 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 99 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7092
Gemeindekennziffer: 1 07 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Winden am See
7092 Winden am See
Website: www.winden.at
Politik
Bürgermeister: Erwin Preiner (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
15
4
15 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Winden am See im Bezirk Neusiedl am See
Andau Apetlon Bruckneudorf Deutsch Jahrndorf Edelstal Frauenkirchen Gattendorf Gols Halbturn Illmitz Jois Kittsee Mönchhof Neudorf bei Parndorf Neusiedl am See Neusiedl am See Nickelsdorf Pama Pamhagen Parndorf Podersdorf am See Potzneusiedl Sankt Andrä am Zicksee Tadten Wallern im Burgenland Weiden am See Winden am See Zurndorf Bezirk Neusiedl am SeeLage der Gemeinde Winden am See im Bezirk Neusiedl am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Winden am See ist eine Gemeinde im Bezirk Neusiedl am See im Burgenland in Österreich mit 1331 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Sásony.

Geografie[Bearbeiten]

Winden am See ist der einzige Ort in der Gemeinde. Das gesamte Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Neusiedlersee – Leithagebirge. Nachbargemeinden sind: Jois, Breitenbrunn und Kaisersteinbruch

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn).

Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Sásony verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Winden (links unten) und Umgebung um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)
  • Bürgermeister ist Erwin Preiner von der SPÖ.
  • Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 15, ÖVP 4, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.

Kultur[Bearbeiten]

Durch die königliche Schenkung von 1203 war das Stift Heiligenkreuz zur Herrschaft über das Gebiet von Königshof, Winden, Podersdorf, Mönchhof und Kaisersteinbruch geworden.

Der bedeutendste Meister des Leithagebirges, Hofsteinmetz Elias Hügel,[1] organisierte und leitete den durch die Türkenkriege notwendig gewordenen Neubau von katholischen Kirchengebäuden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche Winden am See
Im Freilichtmuseum Wander Bertoni
„Sonnenanbeter“ am Kirchberg, ein Werk von Bertoni aus dem Jahr 1963
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Winden am See
  • Pfarrkirche Winden am See zum Hl. Florian: barock, errichtet 1725 durch den kaiserlichen Hofsteinmetz- und Kirchenbaumeister Elias Hügel, nachdem 1683 die alte Pfarrkirche durch den Einfall der Türken niedergebrannt wurde. Zwei Westtürme. 1997/98 zeitgenössische Neugestaltung von Volksaltar und Ambo durch Wander Bertoni.
  • Freilichtmuseum Wander Bertoni: das Freilichtmuseum des Bildhauers Wander Bertoni wurde in die alte Gritsch-Mühle eingebunden, es werden ca. 480 Objekte gezeigt; Errichtung eines neuen Ausstellungspavillons durch den Architekten Johannes Spalt
  • Zeilerberg: Der Zeilerberg bietet mit seinen Trockenrasen den Lebensraum für viele Schmetterlingsarten und andere seltene Insekten der pannonischen Klimazone. Der Zeilerberg befindet sich ca. 3 km nördlich von Winden am See.
  • Windener Kirchberg: der Kirchberg östlich des Ortes beherbergt einen Trockenrasen mit einem Vorkommen der sehr seltenen Sand-Lotwurz.
  • Bärenhöhle: am Fuße des Zeilerberges liegen die Eingänge zur Bärenhöhle, in der das Große Mausohr, Österreichs größte Fledermausart, seinen Unterschlupf hat. In der Höhle wurden Skelette von Höhlenbären und anderen ausgestorbenen Säugetierarten entdeckt. Seit 4. Februar 1929 steht die Höhle unter Denkmalschutz.
  • Der Sonnenanbeter, gefertigt von Wander Bertoni, am Kirchberg ist die größte Plastik in der Gemeinde und wurde 1963 errichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

  • Gregor Nagl (*1740), Webermeister, wurde 1778 als erster „Nicht-Steinmetz“ Ortsrichter in Kaisersteinbruch
  • Erwin Preiner (*1962), Hauptschullehrer, österreichischer Politiker (SPÖ), Mitglied des Präsident des österreichischen Bundesrates, seit Juli 2009 dessen Präsident turnusgemäß bis Dezember 2009

Personen mit Beziehung zur Gemeinde

  • Wander Bertoni (*1925), österreichischer Bildhauer und ehemaliger Hochschulprofessor, Großplastiken von Wander Bertoni sind im Freilichtmuseum Wander Bertoni vor Ort aufgestellt; lebt seit 1965 in Winden am See

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Winden am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Freilichtmuseum Winden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Archiv Stift Heiligenkreuz: Das Windener Pfarrgedenkbuch, 1726 .. der ehrengerechte und kunstreiche Herr Elias Hügel .., in Mitteilungen des Museums- und Kulturvereines Kaisersteinbruch Nr. 16, März 1992, 10-12.