Windischeschenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Windischeschenbach
Windischeschenbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Windischeschenbach hervorgehoben
49.812.166666666667438Koordinaten: 49° 48′ N, 12° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Höhe: 438 m ü. NHN
Fläche: 36,38 km²
Einwohner: 5050 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92670
Vorwahl: 09681
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 168
Stadtgliederung: 20 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 34
92670 Windischeschenbach
Webpräsenz: www.windischeschenbach.de
Bürgermeister: Karlheinz Budnik (CSU)
Lage der Stadt Windischeschenbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild

Windischeschenbach ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt westlich vom Zusammenfluss von Fichtel- und Waldnaab. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist der Ritzerberg mit einer Höhe von 552 Metern.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde hat 20 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Klimabezirk des Oberpfälzer Waldes, eines waldreichen Mittelgebirges in Ostbayern, welches ein typisches Schonklima aufweist.

Geschichte[Bearbeiten]

Um 950 entstand durch Mönche des Klosters St. Emmeram aus Regensburg die Missionsstation Windischeschenbach. 1605 wurde der Ort zum Markt erhoben. Windischeschenbach gehörte zum größten Teil zum Reichsstift Kloster Waldsassen. Der Ort war durch den Eschenbach geteilt, wobei der am rechten Ufer gelegene Teil des Ortes dem Herzogtum Sulzbach unterstand und somit seit 1777 zu Bayern und der links des Eschenbaches gelegene Teil zu Waldsassen gehörte. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der gesamte Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1952 wurde anlässlich der 1000-Jahr-Feier von Ort und Pfarrei der Markt zur Stadt erhoben. Am 22. September 1987 wurde in Windischeschenbach die Kontinentale Tiefenbohrung (KTB) gestartet.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Bernstein, Naabdemenreuth und Neuhaus (mit dem im Jahr 1945 oder 1946 eingemeindeten Dietersdorf) eingegliedert.[3]

Name[Bearbeiten]

Bis 1424 hieß der Ort nur Eschenbach. Um ihm vom weiter westlich gelegenen Eschenbach abzugrenzen, erhielt er den Zusatz Windisch[4], da er im Vergleich zum namensgleichen Ort weiter östlich und damit näher am Wendenland (Böhmen) lag.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[5]
Wahlbeteiligung: 74,0 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,1 %
28,4 %
15,5 %

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat hat 20 Mitglieder:

  • CSU: 11 Sitze
  • SPD: 6 Sitze
  • FW: 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein silberner Wellenbalken, darin ein waagrechter blauer Fisch; oben zwei sechsstrahlige goldene Sterne, unten ein solcher.

Das Wappen ist seit 1553 bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Windischeschenbach ist das „Tor zum Waldnaabtal“, einem Naherholungsgebiet zum Wandern und Radfahren. Das Waldnaabtalmuseum in der Burg Neuhaus ist ein regionales Archiv der Kultur und Lebensart.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Burg Neuhaus mit 23 m hohem „Butterfassturm“

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Windischeschenbach

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Windischeschenbach stellt eine Zoigl-Hochburg dar. Der Zoigl ist ein untergäriges Bier, das nach althergebrachter Weise gebraut wird. Die zahlreichen Zoigl-Stuben laden zumeist an den Wochenenden abwechselnd zum abendlichen gemütlichen Beisammensein ein.

Verkehr[Bearbeiten]

Windischeschenbach hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau, an dem regelmäßig Züge der Vogtlandbahn verkehren. Die Stadt grenzt unmittelbar an die Autobahn A93 Regensburg - Weiden - Hof an und verfügt über eine eigene Autobahnanschlussstelle.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der 83 m hohe Bohrturm bei Windischeschenbach
  • Josef Wittmann (1880-1968), bedeutender Kirchenmaler des Neubarock im Süddeutschen Raum. Malte in über 80 Kirchen Kirchendecken und Altarbilder in den Diözesen Regensburg, Eichstätt und München-Freising bzw. in der Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern aus.

Sonstiges[Bearbeiten]

Überregional bekannt wurde Windischeschenbach durch das Kontinentale Tiefbohrprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Der Bohrturm kann besichtigt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Windischeschenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Windischeschenbach – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111107/190014&attr=OBJ&val=1000
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 538
  4. http://www.windischeschenbach.de/leben-wohnen/geschichte/
  5. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=374&suchbegriff=3