Winklern

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Winklern im Mölltal, Kärnten. Für weitere Orte dieses Namens siehe Winklern (Begriffsklärung).
Winklern
Wappen von Winklern
Winklern (Österreich)
Winklern
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 37,2 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 12° 53′ O46.87078333333312.876330555556966Koordinaten: 46° 52′ 15″ N, 12° 52′ 35″ O
Höhe: 966 m ü. A.
Einwohner: 1.191 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 32 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9841
Vorwahl: 0 48 22
Gemeindekennziffer: 2 06 40
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 9, 9841 Winklern
Website: www.winklern.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hermann Seebacher (FPK)
Gemeinderat: (2003)
(15 Mitglieder)
9 FPK, 5 SPÖ, 1 ÖVP
Lage der Marktgemeinde Winklern im Bezirk Spittal an der Drau
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Über dieses Bild
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Winklern von Südwesten gesehen
Winklern von Südwesten gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Mautturm

Winklern ist eine Marktgemeinde mit 1191 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in Kärnten, Österreich.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Fuße des Großglockner-Massivs zwischen Schober-, Goldberg- und Kreuzeckgruppe im oberen Mölltal. Die Ortschaften Winklerns liegen zwischen 900 und 1650 Metern über dem Meeresspiegel. Winklern wird aufgrund seiner geografischen Lage auch das „Tor zum Nationalpark Hohe Tauern“ genannt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist in die beiden Katastralgemeinden Winklern und Reintal gegliedert und umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Langang (117)
  • Namlach (172)
  • Penzelberg (83)
  • Reintal (92)
  • Stein (13)
  • Winklern (704)
  • Zwischenbergen (42)

Geschichte[Bearbeiten]

Winklern wurde zwischen 1041 und 1060 erstmals urkundlich erwähnt. Das heutige Gemeindegebiet lag zu dieser Zeit im Herrschaftsgebiet der Salzburger und Brixener Bischöfe. Gemeinsam mit seinem Nachbarort Reintal, der dort schon als Markt bezeichnet wurde, kam Winklern nach 1213 zur Herrschaft der Grafen von Görz-Tirol, die hier eine Zollstation einrichteten. Seine Lage am Iselsberg machte Winklern zu einem wichtigen Ort als Hebestelle für Zölle und Mauten. Das heutige Wahrzeichen der Gemeinde, der im Ortszentrum von Winklern stehende „Mautturm“, wie er heute genannt wird, wurde erstmals 1325 erwähnt. Dieses im frühgotischen Stil errichtete Bauwerk erfüllte im Laufe seiner Geschichte verschiedene Aufgaben, hauptsächlich als Getreidespeicher und Wohnturm. Möglicherweise wurde sein Bau ursprünglich bereits durch die Römer veranlasst, die ihn an diesem sowohl in Nord-Süd- als auch in West-Ost-Richtung strategisch wichtigen Punkt als Wachturm zur Sicherung ihrer Verkehrswege verwendet haben dürften.

Nach dem Aussterben der Grafen von Görz fiel der Besitz an die Habsburger und wechselte in den darauf folgenden Jahrhunderten mehrmals die Besitzer.

Im Jahr 1850 konstituierte sich die Gemeinde Winklern, zu der zunächst noch die Katastralgemeinden Mörtschach und Stranach zählten, die sich 1898 zur eigenständigen Ortsgemeinde Mörtschach verselbständigten; sie gehörten zwischen 1973 und 1991 vorübergehend erneut zu Winklern. 1930 wurde Winklern zur Marktgemeinde erhoben. Sie war bis 1979 Bezirksgerichtssitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Winklern

Bevölkerung[Bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 hat Winklern 1.134 Einwohner, davon besitzen 96,2 % die österreichische und 1,2 % die deutsche Staatsbürgerschaft. 91,9 % bekennen sich zur römisch-katholischen und 3,6 % zur evangelischen Kirche. 3,5 % der Bevölkerung sind ohne religiöses Bekenntnis.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führt die von Lienz kommende und nach Norden verlaufende Großglockner Straße (B 107), vor der in der Ortschaft Winklern die Mölltal Straße (B 106) abzweigt und in Richtung Osten durch das Mölltal verläuft.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Winklern hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Hermann Seebacher (FPK).

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens von Winklern lautet: „In Rot über grünem Schildfuß [recte: Berg] ein goldener Turm mit schwarz gerahmten Fenstern [und schwarz geöffnetem Rundbogenportal].“[2] Das Wappen von Winklern zeigt den Mautturm im Zustand vor ca. 1865 auf einem grünen Berg. Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 2. Mai 1962 verliehen, die Fahne ist Rot-Gelb-Grün mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elmar Hecke: Winklern. Gemeindechronik. (Aus der Geschichte der Marktgemeinde Winklern im Mölltal). Kärntner Druckerei, Klagenfurt 2000.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 300