Winterbach (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Winterbach (Pfalz)
Winterbach (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Winterbach (Pfalz) hervorgehoben
49.3038888888897.4713888888889250Koordinaten: 49° 18′ N, 7° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Thaleischweiler-Fröschen - Wallhalben
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 7,03 km²
Einwohner: 522 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66484
Vorwahl: 06337
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 228
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 52
66987 Thaleischweiler-Fröschen
Webpräsenz: www.wallhalben.de
Ortsbürgermeister: Willi Schwarz
Lage der Ortsgemeinde Winterbach (Pfalz) im Landkreis Südwestpfalz
Darstein Dimbach (Pfalz) Hauenstein (Pfalz) Hinterweidenthal Lug (Pfalz) Schwanheim (Pfalz) Spirkelbach Spirkelbach Wilgartswiesen Wilgartswiesen Clausen Donsieders Leimen (Pfalz) Merzalben Münchweiler an der Rodalb Rodalben Bottenbach Eppenbrunn Hilst Kröppen Kröppen Lemberg (Pfalz) Obersimten Ruppertsweiler Schweix Trulben Vinningen Bobenthal Bruchweiler-Bärenbach Bundenthal Busenberg Dahn Erfweiler Erlenbach bei Dahn Fischbach bei Dahn Hirschthal (Pfalz) Ludwigswinkel Niederschlettenbach Nothweiler Rumbach Schindhard Schönau (Pfalz) Biedershausen Herschberg Hettenhausen (Pfalz) Knopp-Labach Krähenberg Obernheim-Kirchenarnbach Saalstadt Schauerberg Schmitshausen Wallhalben Weselberg Winterbach (Pfalz) Geiselberg Heltersberg Hermersberg Höheinöd Horbach (Pfalz) Schmalenberg Steinalben Waldfischbach-Burgalben Althornbach Battweiler Bechhofen (Pfalz) Contwig Dellfeld Dietrichingen Großbundenbach Großsteinhausen Hornbach Käshofen Kleinbundenbach Kleinsteinhausen Mauschbach Riedelberg Rosenkopf Walshausen Wiesbach (Pfalz) Höheischweiler Höhfröschen Maßweiler Nünschweiler Petersberg (Pfalz) Reifenberg Rieschweiler-Mühlbach Thaleischweiler-Fröschen Pirmasens Zweibrücken Saarland Saarland Frankreich Landkreis Südliche Weinstraße Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Winterbach (Pfalz) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen - Wallhalben an.

Geographie[Bearbeiten]

Winterbach liegt im Wiesbachtal an der Stelle, wo der Wiesbach nach Südwesten abknickt und von Nordosten der Winterbach linksseitig einmündet. Oberhalb des Ortes liegen in Richtung Wiesbach der Herrenwalderhof und in Richtung Biedershausen der Klosterbergerhof.

Winterbach ist ein klassisches Straßendorf, das sich entlang der Landesstraße L 469 von Zweibrücken in Richtung Wallhalben erstreckt.

Winterbach gliedert sich in die Ortsteile Winterbach und Niederhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erstmals 1180 erwähnte Ort folgte in seiner Zugehörigkeit stets Pfalz-Zweibrücken. Vom 12. bis 15. Jahrhundert ist aus Winterbach ein Rittergeschlecht bekannt. Der Ort hatte im Mittelalter eine gewisse Bedeutung und war bis zu seiner Verödung während des Dreißigjährigen Krieges Gerichtsort für das Wiesbachtal. Ab 1715 erfolgte die Wiederbesiedelung und 1727 wurde Winterbach ein Teil der Gemarkung des öd gefallenen Dorfes Weiler zugeschlagen.

1479 wurde das ein Kilometer talabwärts gelegene Niederhausen erstmals genannt.

Schon seit 1704 existiert der Klosterbergerhof nördlich des Ortes.

Die Gemeinde Winterbach (Pfalz) wurde am 7. Juni 1969 aus den beiden Gemeinden Niederhausen und Winterbach neu gebildet.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl Winterbach (Pfalz) bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 420
1835 414
1871 417
1905 390
1939 373
Jahr Einwohner
1950 437
1961 426
1970 448
1987 438
2005 554

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Winterbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[4]

  WG Schwarz WG Neufang Gesamt
2014 Mehrheitswahl 12 Sitze
2009 7 5 12 Sitze
2004 Mehrheitswahl 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „In Silber ein blaubewehrter und -bezungter roter Löwe, belegt mit einem blauen Wellenbalken“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kriegerdenkmal 1914–18 und 1939–45

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Evangelische Pfarrkirche St. Matthäus mit Kräutergarten wurde 1489 erstmals erwähnt. Der Turm stammt aus der Zeit der Romanik um 1200. Das barocke Kirchenschiff wurde um 1720 wiederhergestellt.

Kräutergarten mit ca. 60 bekannten und weniger bekannten Heilpflanzen des Mittelalters bis zur Neuzeit sowie einigen alten Rosensorten. Inspiriert vom Hortulus, einem Gedicht des Walafried Strabo über seinen Klostergarten auf der Insel Reichenau (9. Jh.), und orientierend am St. Galler Klosterplan wurde der Kräutergarten angelegt. Anregungen gaben auch Beschreibungen des pfalz-zweibrückischen Botanikers Hieronymus Bock, der 1545 in Hornbach das New Kreütterbuch verfasste.

Dorfplatz mit Mahnmal an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege, siehe Kriegerdenkmal (Winterbach).

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Winterbach (Pfalz)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Drittes Augustwochenende: im jährlichen Wechsel Dorffest oder Kirchenfest
  • Drittes Septemberwochenende: Kerwe

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Kindertagesstätte Winterbach
  • Dorfgemeinschaftshaus
  • Evangelische Kirchengemeinde Winterbach
  • Gemeindehaus Johannes-Zwick-Haus

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Winterbach (Pfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 201 (PDF; 2,6 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2014, Gemeinderat