Winterbach (Schwaben)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Winterbach
Winterbach (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winterbach hervorgehoben
48.46666666666710.483333333333462Koordinaten: 48° 28′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Haldenwang
Höhe: 462 m ü. NHN
Fläche: 14,82 km²
Einwohner: 755 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89368
Vorwahl: 08283
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 196
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Winterbach
Hauptstr. 28
89356 Haldenwang
Webpräsenz: winterbach.bnv-gz.de
Bürgermeister: Karl Oberschmid (Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Winterbach im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

Winterbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Haldenwang.

Geografie[Bearbeiten]

Winterbach liegt in der Region Donau-Iller im nordöstlichen Teil des Landkreises Günzburgs im Holzwinkel im Naturpark Augsburg-Westliche Wälder.

Ortsteile sind Delkenmühle, Eisingerhof, Rechbergreuthen, Waldkirch, Waldkircher Mühle und Winterbach.

Es existieren folgende Gemarkungen: Rechbergreuthen, Waldkirch, Winterbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Winterbach wurde schon im 11. und 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Rechbergreuthen wurde 1346 in einer Urkunde des Klosters Fultenbach erstmals erwähnt. Winterbach gehörte den Grafen Fugger-Glött als Teil der Herrschaft Glött. Mit der Rheinbundakte 1806 kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die drei Holzwinkeldörfer Winterbach, Waldkirch und Rechbergreuthen wurde durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 selbstständige Gemeinden. Die heutige Gemeinde Winterbach entstand am 1. Juli 1972 durch einen freiwilligen Zusammenschluss dieser Gemeinden.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 778, 1987 dann 653 und im Jahr 2000 781 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 8 Mitglieder. Bei den Kommunalwahlen 2002 und 2008 verteilten sie sich auf folgende Listen:

  • Wählervereinigung Winterbach: drei Sitze
  • Wählervereinigung Waldkirch: drei Sitze
  • Wählervereinigung Rechbergreuthen: drei Sitze

Bürgermeister ist seit 2008 Karl Oberschmid (Wählervereinigung Waldkirch).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 246.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 14.000 €.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Winterbach (Schwaben)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 16 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 231. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Es bestanden im Jahr 1999 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 617 ha, davon waren 427 ha Ackerfläche und 190 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 42 Kindergartenplätze mit 31 Kindern, 2005 nur noch eine Gruppe mit 23 Kindern. (gegründet 1990 im ehemaligen Schulgebäude)

Verbrechen[Bearbeiten]

Am 19. Februar 1898 wurde Lorenz Erdt (Rechamacher, Jagdaufseher bei Baron Freiberg) am "großen Hohlenbacher" von einem Wilderer mit einer Schrotlandung aus ca. 5 m Entfernung erschossen. Er war am Abend auf dem Heimweg. Er wurde erst 2 Tage später gefunden, der Täter wurde nie gefunden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Winterbach (Swabia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 476