Wintersechseck

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Das Wintersechseck ist eine markante Konstellation von hellen Sternen 1. Größe am südlichen Winterhimmel. Es ist kein Sternbild im Sinne der Internationalen Astronomischen Union (IAU) sondern ein Asterismus.

Es besteht aus folgenden Fixsternen (im Uhrzeigersinn):

Von Mitteleuropa aus ist das Wintersechseck in den Monaten Januar bis März gegen 22 Uhr MEZ hoch über dem Südhorizont zu sehen, kann aber schon im Herbst in der zweiten Nachthälfte beobachtet werden.

Das Wintersechseck im Süden des Winterhimmels (Ende Dezember 22h, Ende Januar 20h MEZ)

Im Vergleich zu Frühlingsdreieck, Sommerdreieck und Herbstviereck ist das Sechseck nicht ganz regelmäßig. Es wirkt etwas "verbogen", ist jedoch nahezu symmetrisch – mit zwei annähernd rechten Winkeln bei den sich gegenüberliegenden (hellsten) Sternen Capella und Sirius. Es ist auch in der Großstadt trotz Lichtverschmutzung durch Straßenbeleuchtung sehr markant und gut zu erkennen.

Ein auffälliger Stern nahe der Mitte des Wintersechsecks ist Beteigeuze, der linke Schulterstern des Orion. Er bildet zusammen mit Sirius und Prokyon das Winterdreieck.

Mit einem guten Feldstecher sind im Bereich des Sechsecks einige interessante Objekte zu beobachten: der Orionnebel unterhalb des Oriongürtels, die zwei hellen Sternhaufen Plejaden (Siebengestirn) und Hyaden (beide im Stier, jeder mindestens 100 Sterne, freiäugig 6-10) und zwei weitere Sternhaufen: M35 am Ende der Zwillinge, und M41 bei Sirius. Ferner der Krebsnebel M1 (expandierende Gaswolke im Stier, Rest der Supernova von 1054) und der Planetarische Nebel NGC 2392 südlich von Pollux, sowie dutzende heller Doppelsterne in unterschiedlichsten Farben.