Winzenburg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Winzenburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Winzenburg
Winzenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Winzenburg hervorgehoben
51.9330555555569.9330555555556178Koordinaten: 51° 56′ N, 9° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Samtgemeinde: Freden (Leine)
Höhe: 178 m ü. NHN
Fläche: 16,64 km²
Einwohner: 702 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31088
Vorwahl: 05184
Kfz-Kennzeichen: HI, ALF
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 034
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Bürgermeister: Dieter Hebner (SPD)
Lage der Gemeinde Winzenburg im Landkreis Hildesheim
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Foto des Gemeindewappens

Winzenburg ist eine Gemeinde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Winzenburg liegt nördlich von Bad Gandersheim zwischen dem Höhenzug Sackwald und dem Fluss Leine. Am Fuße des Berges der Burg Winzenburg befinden sich die Apenteichquellen und die Apenteiche. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Freden (Leine) an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Freden (Leine) hat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Vier Gemeinden sind als Ortsteile der Gemeinde ausgewiesen:

Geschichte[Bearbeiten]

An der Stelle des im 16. Jahrhundert wüst gefallenden Dorfes Hasekenhausen, dem Bischof Bernhard 1140 eine Kapelle erlaubt hatte, entstand wenig später unter Herzog Julius eine Domäne. Sie wurde nach der benachbarten Burg benannt und daraus entwickelte sich die gleichnamige Siedlung.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wohnten in Winzenburg, Klump, Schildhorst und Westerberg zusammen 750 Menschen[3]. Am 1. März 1974 schlossen sich die Gemeinden Winzenburg, Westerberg, Klump und Schildhorst zur Gemeinde Winzenburg zusammen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Winzenburg setzt sich aus 9 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Dieter Hebner wurde vom Gemeinderat gewählt. Zum ehrenamtlichen Gemeindedirektor wurde Hans-Jürgen Hebner gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 4. Januar 1929 durch das Preußische Staatsministerium verliehen und am 24. Januar 1929 durch den Landrat überreicht.

Blasonierung: „Auf Rot ein goldener Sparren, begleitet oben von zwei silbernen sechszackigen Sternen und unten von einem abwärts gekehrten silbernen Halbmond.“

Das Wappen ist das seinem Ursprung nach bis ins 19. Jahrhundert geführte Wappen des alten stifthildesheimischen Amtes Winzenburg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Winzenburg ist über die Bundesstraße 64 die südlich der Gemeinde durch Bad Gandersheim führt, an das Straßennetz angeschlossen. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Freden (Leine) und Alfeld (Leine).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche[Bearbeiten]

Kirche

Seit 1861 befindet sich in Winzenburg die katholische Kirche Mariä Geburt, seit dem 1. November 2006 als Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Marien in Alfeld. Die Kirche an der Lamspringer Straße mit ihrem weithin sichtbaren Westturm wurde 1857-61 nach Plänen von H.W.H. Mithoff im neoromanischen Stil erbaut[4]. Statt eines Querschiffes hat sie Risalite mit Giebeln. Die Ausmalung stammt vom Ende des 19. und vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Südlich der Kirche befinden sich vier reich verzierte Fronleichnamsaltäre aus der Zeit um 1750.

Apenteichquellen bei Winzenburg[Bearbeiten]

Die Apenteichquellen wurden bereits in der Bronzezeit verehrt. Es wurden aus dieser Zeit viele Opfergaben gefunden.

Befestigungsanlagen[Bearbeiten]

Oberhalb des Ortes auf einem Bergsporn des Sackwaldes liegt die Ruine der Burg Winzenburg. Weitere Befestigungsanlagen auf den Höhenzügen der näheren Umgebung sind die Wallanlagen Dörhai, Tiebenburg, Ohlenburg, Läsekenburg und Hohe Schanze. Ein Tal zwischen den beiden Wallburgen heißt heute noch Römergrund.

Wanderwege und Fernwanderwege[Bearbeiten]

Durch den südlichen Sackwald bei Winzenburg führen zahlreiche Wanderwege und Fernwanderwege. Der Europaweg 11 (Amsterdam-Harz), der Königsweg (Brüggen-Werla), der Jacobsweg (Via Scandinavia Fehmarn-Göttingen) und der historische Kurierweg Hildesheim - Winzenburg (Rennstieg). Wanderparkplätze und gut ausgezeichneten Wanderwege laden zum Wandern ein.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Winzenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Paasch, W.: Geschichte der Pfarrkirche zu Winzenburg, vormals Hasekenhausen - In: Mittheilungen geschichtlichen und gemeinnützigen Inhalts (Hildesheim) Bd. 2 (1833) S. 212-268
  3. W. Keil: Neumanns Orts- und Verkehrslexikon, Bd. 2, S. 1192. Leipzig 1905
  4. Kurt Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, S. 1378, München 1992