Wired-AND
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Eine Wired-And-Verknüpfung (engl. für verdrahtetes UND) kommt in der digitalen Schaltungstechnik vor, wenn zwei oder mehrere Ausgänge so miteinander verbunden werden, dass die Schaltung wie ein Und-Gatter wirkt. Für diese Verknüpfung ist häufig keine zusätzliche, aktive Hardware notwendig, weil spezielle Konfigurationen der Logik-Ausgänge verwendet werden wie Open-Collector- bzw. Open-Drain-Ausgänge.
Die Wired-And-Verknüpfung lässt sich in positiver Digital-Logik (logischer Zustand 1 entspricht etwa der positiven Versorgungsspannung) im einfachsten Fall durch Dioden erreichen, deren Kathoden als Eingänge dienen, wie in nebenstehender Abbildung die Anschlüsse A und B. Die zusammengeschalteten und über einen Widerstand an Versorgungsspannung liegenden Anoden erzeugen am Ausgang C nur dann eine logische 1 am Ausgang, wenn an allen Eingängen ebenfalls logisch 1 anliegt.
Eine andere Schaltungsvariante in positiver Digital-Logik nutzt Open Drain-Ausgänge, die ebenfalls zusammengeschaltet über einen Widerstand an Versorgungsspannung liegen. Sind alle Transistoren in diesen Ausgängen gesperrt (logisch 1), so führt der Ausgang ebenfalls 1, was der logischen UND-Funktion entspricht.
Die Wired-And-Verknüpfung ist ähnlich wie die Wired-Or-Verknüpfung, welche ein logisches Oder-Gatter bildet. Durch Nicht-Gatter und die Anwendung der De Morgansche Gesetze können diese beiden Varianten ineinander übergeführt werden.
Als die SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) neu auf den Markt kam, wurden noch teilweise Geber in Reihe oder auch parallel verdrahtet, um (teure) Eingangskarten einzusparen. Solche Verknüpfungen bezeichnet man als Phantom-UND bzw. als Phantom-ODER. Im Programm sind diese nicht dokumentiert oder erkennbar.
[Bearbeiten] Literatur
- Ulrich Tietze, Christoph Schenk: Halbleiter-Schaltungstechnik. 12. Auflage. Springer, 2002, ISBN 3-540-42849-6.

