Wirsol

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Wirsol
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Rechtsform Aktiengesellschaft (nicht börsennotiert)
ISIN DE000A0LD225
Gründung 2003
Sitz Waghäusel, Deutschland

Leitung

  • Markus Wirth (Unternehmensgründer)
  • Dr. Peter Vest
Mitarbeiter 270 (September 2012)
Umsatz 317 Mio. Euro (2011)[1]
Branche Photovoltaik, Solartechnik, Windenergie, E-Mobility
Website www.wirsol.de

Die Wirsol Solar AG ist eine internationale Projektgesellschaft für Planung, Bau und Finanzierung von Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien, insbesondere Solarkraftwerken. Der Firmenhauptsitz ist in Deutschland. Weitere Unternehmensstandorte befinden sich in Spanien, Italien, Belgien, Großbritannien, der Schweiz, Kanada, den Vereinigten Staaten, Brasilien, Japan, China, Malaysia und auf den Malediven.[2]

Weltweit ist Wirsol für die Installation von mehr als 7000 Solaranlagen bei einer Gesamtleistung von mehr als 450 MWp verantwortlich.

Für Teile der Unternehmensgruppe wurde im Herbst 2013 ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet.

Tätigkeitsfelder[Bearbeiten]

Die Wirsol Solar AG deckt von der Beratung, Planung, Handel, Installation, Wartung bis hin zur technischen und kaufmännischen Betriebsführung, Service, und Finanzierung alle technischen und kaufmännischen Aspekte der Solarenergie ab. Dies schließt sowohl Solaranlagen für private Haushalte als auch Sonnenkraftwerke für Unternehmen / institutionelle Investoren ein.

In vergleichsweise geringem Umfang widmet sich Wirsol neben der Solarenergie auch anderen Formen von Erneuerbaren Energien sowie Hybridsystemen und Dieselsubstitution.

Firmengeschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde das Unternehmen am 1. Februar 2003 von Markus Wirth, Hans Wirth und Stefan Riel als "Die Hausrenovierer GmbH" in Waghäusel (Landkreis Karlsruhe), wo sich auch der Hauptsitz des Unternehmens befindet. Nachdem sich die Firma zunehmend auf den Bereich Photovoltaik spezialisierte, wurde sie im Januar 2004 in "Wirth Solar GmbH" umbenannt. Aufgrund drohender Streitigkeiten mit der Würth Solar GmbH trafen die Verantwortlichen 2007 die Entscheidung für eine Umbenennung in "Wirsol Deutschland GmbH". Diese wurde zum Tochterunternehmen der neu gegründeten Holding "Wirsol Solar AG". 2010 wurde der Vorstand des Unternehmens von den Firmengründern erweitert. Bernd Kästner ist seitdem Finanzvorstand. Nikolaus Krane, zuvor bei Conergy im Vorstand, verantwortet bei Wirsol die Bereiche internationale Finanzprodukte, Großprojekte und Kommunikation.

Um die Geschäftsbeziehungen mit Asien voranzutreiben hat Wirsol mit der Wirsol Solar Technology Beijing Ltd. einen Firmenstandort in China geschaffen.[3] Im Juni 2012 eröffnete Wirsol in Kuala Lumpur, Malaysia einen Standort für Südostasien.

Projekte (Auswahl)[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Wirsol Solartestpark Bruhrain

Im Jahr 2007 eröffnete das Unternehmen in unmittelbarer Nähe zum Firmengelände den Solartestpark Bruhrain, der zu diesem Zeitpunkt mit einer Gesamtfläche von zwölf Hektar der größte Solarpark Baden-Württembergs war.[4] Mit fast 31.000 verbauten Modulen erreicht die Anlage eine Leistung von bis zu 2,258 MWp.

Im April 2010 hat Wirsol auf dem Hockenheimring eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 848,88 kWp installiert. Entlang der Rennstrecke wurden auf 405 Meter Länge insgesamt 4.716 Solarmodule verbaut.[5]

Eines der größten Projekte im Geschäftsjahr 2011 schloss Wirsol im brandenburgischen Mixdorf ab. Auf dem 81 Hektar großen Gelände eines ehemaligen russischen Tanklagers baute das Unternehmen eine Anlage mit 24,1 MWp Spitzenleistung.[6]

Ebenfalls auf einer Konversionsfläche in Brandenburg brachte Wirsol 2012 den mit knapp 21 MWp leistungsstarken Solarpark Luckau ans Netz. Das Solarkraftwerk entstand auf dem ehemaligen Militärflugplatz Alteno.[7]

Ende Juli 2013 stellte Wirsol den Bau der bislang größten kristallinen Aufdach-Solaranlage Europas fertig. Die Photovoltaik-Anlage auf dem elf Hektar großen Verteilungszentrum der Firma Pfenning Logistics im nordbadischen Heddesheim hat eine Spitzenleistung von 8,1 MWp.[8]

International[Bearbeiten]

Weltweit ist Wirsol in einer Vielzahl von Projekten aktiv. Mit der Renewable Energy Maldives (REM) hat Wirsol das Joint Venture "Wirsol RE Maldives" gegründet, das bereits auf sechs Inseln der Malediven Solarkraftwerke installiert hat und dort Strom für Schulen und Krankenhäuser liefert.[9][10] Weitere bedeutende internationale Projekte hat Wirsol unter anderem in Spanien (Bovera, Barcelona, Cáceres), England (Cornwall), Italien (Mola di Bari), Belgien (Wilrijk) und Colorado (Fort Collins) abgeschlossen.[11]

Im September 2013 vermeldete Wirsol den Baubeginn eines 22 MWp großen Solarparks auf der japanischen Insel Honschu und den Startschuss für den Solarpark Monte Plata auf der Dominikanischen Republik. Bei dem Projekt in der Karibik handelt es sich mit einem Gesamtvolumen von 65 MWp um eine der größten Solarfreianlagen Lateinamerikas.[12]

Sponsoring[Bearbeiten]

Die Wirsol Solar AG ist seit der Bundesliga-Saison 2011/2012 offizieller Sponsor der TSG 1899 Hoffenheim und Namensgeber der Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim, wo die TSG ihre Heimspiele austrägt.[13]

Insolvenz[Bearbeiten]

Auf Initiative der Wirsol-Gruppe wurde im Oktober 2013 ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Dem Antrag wurde am 24. Oktober 2013 vom Amtsgericht Karlsruhe stattgegeben und ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Nach wie vor verfolgt die Geschäftsleitung das Ziel, die Sanierung im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens voranzutreiben. Von dieser Planinsolvenz betroffen sind die Wirsol Solar AG, die Wirsol Deutschland GmbH und die Wirsol Solar System GmbH.[14]

Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten beabsichtigt die Wirsol-Gruppe die Liquidation ihres im November 2012 gegründeten Geschäftsfelds "Windenergie". Acht Mitarbeiter der Gesellschaft wurden mit Wirkung zum 4. November 2013 freigestellt.[15]

Im Dezember 2013 stellte die Wirsol E-Mobility GmbH einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit. Das Amtsgericht Karlsruhe hat dem Antrag stattgegeben und einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Betroffen sind drei Mitarbeiter.[16]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Nachfolgegesellschaft Wircon, Versand von Kündigungen (vgl. [1]), u.U. auch Spekulationen zu Hopp-Übernahme --Flominator 19:21, 8. Feb. 2014 (CET)

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Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Todesstoß für die Branche". Focus Money, 18. Juni 2012 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  2. Wirsol Webseite Abgerufen am 2. Oktober 2012
  3. "Der Vertrieb war Solon und Solarworld egal". Manager Magazin, 27. April 2012 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  4. "Erfolgreich als Solar-Dienstleister". Financial Times Deutschland, 26. September 2012Vorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter Abgerufen am 2. Oktober 2012
  5. "Solar-Nutzung macht den Hockenheimring zur ersten grünen F1 Rennstrecke der Welt". Hockenheimring.net, 15. Oktober 2010 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  6. "Solarpark wird in Mixdorf Steuern zahlen". Märkische Oderzeitung, 19. März 2011 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  7. "Solarpark bei Luckau in Betrieb genommen". Rundfunk Berlin-Brandenburg Online, 11. Januar 2012 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  8. "Auf Lagerhallen wird Solarstrom erzeugt". Mannheimer Morgen, 16. August 2013 Abgerufen am 19. August 2013
  9. "Größtes Solarkraftwerk der Malediven geht ans Netz". Sonne, Wind & Wärme, 18. Juli 2012 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  10. "Deutsche Solaranlagen für das Paradies". Rhein-Neckar-Zeitung, 25. September 2012 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  11. "2nd Fort Collins brewer adds solar panels". Denver Post, 17. Januar 2010 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  12. "Jetzt geht die Solar-Party richtig los". Wirtschaftswoche, 13. September 2013 Abgerufen am 5. Januar 2014
  13. "Sonne auf der Brust". F.A.Z., 7. August 2011 Abgerufen am 1. Oktober 2012
  14. Wirsol: Teile der Wirsol-Gruppe in der Planinsolvenz – Banken stehen weiterhin zum Unternehmen, 29. Oktober 2013.
  15. Wirsol: Wirsol beabsichtigt Liquidation seiner Windsparte, 7. November 2013.
  16. Wirsol: Wirsol Elektromobilitäts-Sparte meldet Insolvenz an, 5. Dezember 2013.