Wirtschaft Gabuns

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Die Wirtschaft Gabuns ist laut Verfassung privatwirtschaftlich orientiert.

Zu diesem Zweck werden seit 1995 zahlreiche staatliche Betriebe privatisiert. Gabun gehört mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von umgerechnet 4.000 Euro pro Kopf zu den reichsten Staaten Afrikas. Trotzdem lasten noch einige Probleme auf dem Land, zu denen die hohe Staatsverschuldung und die starke Abhängigkeit vom Erdölpreis gehören. Die Auslandsverschuldung Gabuns beträgt 3,6 Milliarden US-Dollar.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft besteht überwiegend aus Landwechselwirtschaft. Ein Teil der Anbauprodukte wird für den Eigenbedarf angebaut. Dazu gehören Maniok, Süßkartoffeln und Yams. Weitere wichtige Agrarprodukte sind Kaffee, Kakao, Erdnüsse und Ölpalmen.

Bodenschätze[Bearbeiten]

Gabun verfügt über reiche Bodenschätze, zu denen Erdöl und Mangan gehören. Das Erdöl wird off-shore und on-shore gefördert, wobei die Förderkosten sehr hoch sind. Die Fördermenge ist seit einigen Jahren jedoch rückläufig. Während die Fördermenge 1997 noch bei 18,4 Millionen Tonnen lag, sank diese bis 2002 auf 12,6 Millionen Tonnen ab. Sollten keine neuen ergiebigen Vorkommen gefunden werden, so kann die Förderung in den nächsten fünf Jahren auf 9 Millionen Tonnen zurückfallen. Gabun produziert außerdem 13 % des weltweit produzierten Mangans. Als der Uranabbau 1999 eingestellt wurde, wurden zuletzt 358 Tonnen Uranerz gefördert.

Industrie[Bearbeiten]

Im Zuge der Privatisierung wurden bisher der Strom- und Wasserversorger SEEG, die Eisenbahn Gabonaise, die Fluglinie Air Gabon sowie die staatliche Telefongesellschaft umgewandelt.

Außenhandel[Bearbeiten]

Hauptexportprodukte sind Erdöl, Mangan und Holz. Hauptabnehmer des Erdöls sind die USA mit 56 %. Importiert werden Waren aus Frankreich, Italien, Belgien, Niederlande, Deutschland, USA und Japan. Exportiert wird nach Deutschland, Frankreich, China, USA und Japan. Gabuns Handelsbilanz ist positiv.