Wirtschaft Namibias

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Wirtschaft Namibias[1]
Bruttoinlandsprodukt US$ 9,145 Milliarden (2009)
BIP (Kaufkraft) US$ 13,58 Milliarden (2009)
Wirtschaftswachstum 4,4 % (2010)[2]
BIP /pro Kopf US$ 6400 (2009)
BIP nach Sektor
  • Landwirtschaft: 9,2 %
  • Industrie: 34,8 %
  • Dienstleistungen: 56 % (2009)
Erwerbstätige 716.000 (2009)
Arbeitslosenquote[3] 51,2 % (2010)
Jugend 67,4 % (2010)
Bevölkerung unterh.
d. Armutsgrenze
34,9 % (2008)
Staatshaushalt Einnahmen: US$ 2,45 Milliarden
Ausgaben: US$ 2,977 Milliarden (2009)
Staatsverschuldung 19,1 % vom BIP (2000)
Export US$ 3,484 Milliarden f.o.b. (2009)
Import US$ 4,388 Milliarden f.o.b. (2009)
Devisenreserven US$ 1,516 Milliarden (2009)
Währung Namibia Dollar
(Inflationsrate: 4,0 % 2005, 2,3 % 2006,
6,7 % 2007, 10,3 % 2008, 8,8 % 2009,
4,5 % 2010)

Namibia besitzt eine größtenteils marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsordnung. Die Hauptwirtschaftszweige sind Bergbau, Fischfang und -verarbeitung sowie Landwirtschaft und Tourismus.

Allgemein[Bearbeiten]

Seit der Unabhängigkeit des Landes von der Republik Südafrika im Jahre 1990 tragen außerdem Handel und moderne Dienstleistungen stark zur Wirtschaftskraft des Landes bei. Zusätzlich stellt die Entwicklungshilfe eine unterstützende Einnahmequelle dar, wobei Deutschland durch staatliche und nichtstaatliche Organisationen mit ca. 20 Mio. €/Jahr[4] eines der wichtigsten Geberländer ist.

686.000 der ca. zwei Millionen Einwohner des Landes sind erwerbstätig (Stand 2008). Namibia verfügt zudem über eines der dichtesten und am besten ausgebauten Straßennetze Afrikas und mit dem Hafen Walvis Bay und dem Hafen Lüderitz über zwei moderne Häfen. Ein gutes Bahnstreckennetz komplettiert die infrastrukturellen Grundlagen.

Bergbau[Bearbeiten]

Mit einem Anteil von 20 Prozent des BIP und 50 Prozent des Exports ist der Bergbau der wichtigste Wirtschaftszweig in Namibia. Vor allem die reichen Diamanten- (NAMDEB) und Uranerz-Vorkommen (Rössing-Mine) machen Namibia zu einer der bei diesen Rohstoffen weltweit führenden Bergbau-Nationen. Die weitere Erforschung und Gewinnung von Erdgas (Kudu-Gasfeld) dient der Erschließung von Energierohstoffen.

Hinzu kommt die Gewinung von u.a. den folgenden Bodenschätzen: Blei, Gold, Kupfer, Magnesium, Silber, und Zink sowie eine Reihe von Industriemineralen und Schmucksteinen.

Hauptartikel: Bergbau in Namibia

Telekommunikation, Verkehr, Finanzwirtschaft, Tourismus[Bearbeiten]

Namibia besitzt ein den südafrikanischen Verhältnissen entsprechendes Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot mit Windhoek, Swakopmund sowie den nördlich liegenden Siedlungs- und Industriegebieten als die größten Wirtschaftszentren.

Internationaler Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Namibia und mit stark steigender Bedeutung. Namibia verfügt über zahlreiche und weltweit einzigartige Landschafts- und Naturparks: Safaris, Lodges (Gästefarmen) sowie ökologisch verträgliche Incentivereisen. Verstärkt werden auch urbane Gebiete in die Tourismusentwicklung eingeschlossen, so dass auch vormals benachteiligte Bevölkerungsgruppen an der positiven Entwicklung teil haben können. 2008 besuchten mehr als 920.000 Personen Namibia.

Hauptartikel: Tourismus in Namibia

Außenhandel[Bearbeiten]

Wichtigster Handelspartner ist Südafrika.

Namibia ist Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO), der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und der Südafrikanischen Zollunion (SACU) (weitere Mitglieder der SACU: Swasiland, Lesotho, Republik Südafrika und Botswana). Die Verrechnungseinheiten der SACU bedingen faktisch eine Währungsunion. Relevant ist vor allem, dass durch dieses Abkommen Handelsgüter Namibias in südafrikanischen Häfen vom Zoll der Republik Südafrika abgefertigt werden können.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Namibia auf worldfactbook.org, 2010
  2. IMF Predicts 4,8 % Growth for Namibia, The Namibian, 13. April 2011.
  3. Leichter Anstieg an Farmangestellten, Allgemeine Zeitung, 24. Juni 2011.
  4. BMZ zu Namibia