Wirtschaft Namibias

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Wirtschaft Namibias[1]
Bruttoinlandsprodukt (BIP) (KKP) U$ 17,79 Milliarden (2013)
BIP (real) US$ 12,3 Milliarden (2013)
Wirtschaftswachstum 4,5 % (2014)[2]
BIP/pro Kopf (KKP) US$ 8200 (2013)
BIP nach Sektor
  • Landwirtschaft: 7,7 %
  • Industrie: 29,6 %
  • Dienstleistungen: 62,6 % (2013)
Erwerbstätige 880.400 (2013)
Arbeitslosenquote 29,6 % (2013)[3]
(zum Vergleich: 51,2 % (2010))
(zum Vergleich: 27,6 % (2012))
Bevölkerung unterh.
d. Armutsgrenze
28,7 % (2013)
Staatshaushalt Einnahmen: US$ 4,9 Milliarden
Ausgaben: US$ 5,35 Milliarden (2014/15)
Staatsverschuldung 20 % vom BIP (2013)
Export US$ 5,124 Milliarden f.o.b. (2013)
Import US$ 7,084 Milliarden f.o.b. (2013)
Devisenreserven US$ 2,267 Milliarden (2013)
Währung Namibia Dollar
(Inflationsrate: 5,5 % in 2013)

Namibia besitzt eine größtenteils marktwirtschaftlich orientierte Wirtschaftsordnung. Die Hauptwirtschaftszweige sind Bergbau, Fischfang und -verarbeitung sowie Landwirtschaft und Tourismus.

Seit der Unabhängigkeit des Landes von Südafrika im Jahre 1990 tragen außerdem Handel und moderne Dienstleistungen stark zur Wirtschaftskraft des Landes bei. Zusätzlich stellt die Entwicklungshilfe eine unterstützende Einnahmequelle dar, wobei Deutschland dem Land - auch historisch bedingt - die größten Zuwendungen pro Kopf weltweit zukommen lässt.

Etwa 880.000 der 2,3 Millionen Einwohner Namibias sind erwerbstätig (Stand 2013). Namibia verfügt zudem über eines der dichtesten und am besten ausgebauten Straßennetze Afrikas und mit dem Hafen Walvis Bay und dem Hafen Lüderitz über zwei moderne Häfen. Ein gutes Bahnstreckennetz komplettiert die infrastrukturellen Grundlagen.

Bergbau[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bergbau in Namibia

Etwa 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP; Stand 2012[4]) von Namibia wird vom Bergbau erwirtschaftet. Rohstoffe Namibias sind vor allem Uran und Diamanten, daneben werden auch große Mengen Kupfer, Gold, Blei und Zinn gefördert. Berühmt ist das Diamantensperrgebiet um Lüderitz. Die größte Uranmine der Welt ist die Rössing-Mine nordöstlich von Swakopmund. Ein bedeutendes Kupfervorkommen befindet sich bei Tsumeb, und die ehemals weltgrößte Zinnmine befand sich in Uis.

Landwirtschaft und Fischerei[Bearbeiten]

Schild der Farm Burgsdorf nahe Maltahöhe, einer für Namibia typischen Form der Savannenbewirtschaftung

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft, in der etwa die Hälfte aller Erwerbstätigen in Namibia beschäftigt sind, wobei die Viehzucht von Rindern und Schafen, den größten Anteil hat. Der Anbau von Hoodia wird in Südnamibia auf Farmen betrieben.[5] Zudem werden unter anderem Oliven, Wein, Datteln[6] und Rosen angebaut.

2012 gab es laut dem Meat Board of Namibia folgende Nutztierbestände.[7] (Tendenz im Vergleich zu 2006[8])

Die Fischerei, vor allem um Walvis Bay und Lüderitz, spielt eine wichtige Rolle.

Tourismus[Bearbeiten]

Hauptartikel: Tourismus in Namibia

Internationaler Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Namibia und mit stark steigender Bedeutung. Namibia verfügt über zahlreiche und weltweit einzigartige Landschafts- und Naturparks: Safaris, Lodges (Gästefarmen) sowie ökologisch verträgliche Incentivereisen. Verstärkt werden auch urbane Gebiete in die Tourismusentwicklung eingeschlossen, so dass auch vormals benachteiligte Bevölkerungsgruppen an der positiven Entwicklung teil haben können. 2013 besuchten mehr als 1,3 Millionen Reisende Namibia.

Außenhandel[Bearbeiten]

Wichtigster Handelspartner ist Südafrika.

Namibia ist Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO), der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und der Südafrikanischen Zollunion (SACU) (weitere Mitglieder der SACU: Swasiland, Lesotho, Republik Südafrika und Botswana). Die Verrechnungseinheiten der SACU bedingen faktisch eine Währungsunion. Relevant ist vor allem, dass durch dieses Abkommen Handelsgüter Namibias in südafrikanischen Häfen vom Zoll der Republik Südafrika abgefertigt werden können.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Namibia - economy overview. World Fact Book, 2014 abgerufen am 11. November 2014
  2. GDP growth forecast. Informanté, 4. September 2014 abgerufen am 10. November 2014
  3. Unemployment up by 2% – NSA. New Era, 11. September 2014 abgerufen am 10. November 2014
  4. Chamber of Mines Annual Review 2011-2012, Chamber of Mines of Namibia, S. 2 (PDF; 5,3 MB) abgerufen am 24. Oktober 2013
  5. Helmut Rehmsen: Die wundersame Wirkung des namibischen Hoodia-Gewächses. (Audio vom 3. September 2008)
  6. Offizielle Webseite von Al Dahra Agriculture abgerufen am 30. Oktober 2014
  7. Namibia Stock Census 2012. Meat Board of Namibia, 2012 abgerufen am 24. Mai 2013
  8. National Stock Census 2006. Meat Board of Namibia, 2006 abgerufen am 24. Mai 2013